Zum Inhalt springen

Header

Video
Viele Verletzte nach heftigen Ausschreitungen in Beirut
Aus News-Clip vom 18.01.2020.
abspielen
Inhalt

Krise im Libanon Über 200 Verletzte bei Ausschreitungen in Beirut

  • In der libanesischen Hauptstadt Beirut ist es zu schweren Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen.
  • Dabei wurden offenbar mehr als 200 Menschen verletzt.
  • Laut dem libanesischen Roten Kreuz mussten 80 Personen in Spitäler gebracht werden.

Weitere 140 Verletzte seien vor Ort behandelt worden, so das Rote Kreuz weiter. Bei den Verletzten handele es sich um Demonstranten und Polizisten. Die heftigsten Zusammenstösse gab es im Zentrum von Beirut vor dem Parlamentsgebäude. Die Menschen protestierten dagegen, dass immer noch keine neue Regierung gebildet wurde.

Steine, Tränengas, Wasserwerfer

Demonstranten bewarfen die Polizei mit Steinen, die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Demonstranten zertrümmerten Schaufensterscheiben und riefen «Revolution, Revolution». Geldautomaten, Verkaufsstände sowie Müll brannten. Gefällte Bäume blockierten die Strassen. Mehrere Menschen wurden festgenommen. Dutzende Militärlastwagen brachten Soldaten ins Zentrum, um die Polizei zu unterstützen.

Die Sicherheitskräfte riefen alle friedlichen Demonstranten auf, die Gegend der Auseinandersetzungen zu meiden. Der geschäftsführende Innenminister Raja Hassan geisselte die Angriffe gegen Sicherheitskräfte sowie gegen staatliches wie privates Eigentum als «völlig inakzeptabel». Präsident Michel Aoun wies die Minister für Verteidigung und Inneres an, für ein Ende der Unruhen und für Sicherheit zu sorgen. In einem Tweet rief er zugleich dazu auf, friedliche Demonstranten zu schützen.

Schwerste Krise seit 30 Jahren

Im Libanon kommt es seit mehreren Wochen zu Protesten. Sie richten sich gegen die Führung des Landes, der die Demonstranten Korruption vorwerfen. Auf Druck der Strasse erklärte Ministerpräsident Said Hariri Ende Oktober seinen Rücktritt. Bislang konnte keine neue Regierung gebildet werden.

Die wochenlangen Proteste haben im Libanon die schwerste politische und wirtschaftliche Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 30 Jahren ausgelöst. Das Libanesische Pfund hat stark an Wert verloren.

SRF 4 News, 19.00 Uhr; sda/dpa/morr;rehm

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen