Zum Inhalt springen
Inhalt

Krise in Venezuela Guaidó darf das Land nicht mehr verlassen

Legende: Video Venezuelas Oberster Richter verkündet die Ausreisesperre (Spanisch) abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 30.01.2019.
  • Der Oberste Gerichtshof Venezuelas hat eine Ausreisesperre gegen den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó verhängt.
  • Zudem hat das Gericht die Konten des Oppositionsführers eingefroren.
  • Es folgte damit einem Antrag des venezolanischen Generalstaatsanwalts.

Wie Gerichtspräsident Maikel Moreno sagte, werde gegen Guaidó ermittelt, weil er widerrechtlich das Amt von Staatschef Nicolás Maduro an sich gerissen habe. Guaidó hatte sich zuvor unbeeindruckt gezeigt. Das Vorgehen des Generalstaatsanwalts reihe sich ein in die Drohgebärden gegen ihn und das Parlament, das von der Opposition dominiert wird, sagte der 35-jährige Oppositionsführer.

Guaidó ruft EU zu Sanktionen auf

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
Juan Guaidó spricht zu Medienvertretern
Legende:Guaidó hofft auf Unterstützung aus Europa.Keystone
  • Übergangspräsident Guaidó hat die EU zu Sanktionen gegen Staatschef Nicolás Maduro aufgerufen. «Wir brauchen weitere Sanktionen aus der EU, so wie sie ja auch von den USA beschlossen wurden», sagte er der Bild-Zeitung.
  • Er setze darauf, dass Europa mit dem Ultimatum gegen Maduro ernst mache «und dann die Konsequenzen zieht», so Guaidó weiter.
  • Mehrere EU-Staaten haben ihm bereits Unterstützung zugesagt und Maduro ein Ultimatum gestellt, innerhalb von acht Tagen Neuwahlen auszurufen.
  • Andernfalls wollen sie Guaidó offiziell anerkennen. Maduro seinerseits hat die Frist zurückgewiesen.

Machtkampf mit ungewissem Ausgang

In Venezuela spielt sich ein Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und Guaidó ab, der sich am Mittwoch zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Die USA und mehrere andere Staaten erkannten Guaidó an. Russland und China unterstützen aber weiterhin Maduro.

Der Präsident kann sich bislang auch auf den Rückhalt der Armee und der Justiz verlassen. Der Generalstaatsanwalt ist ein Anhänger Maduros und auch der Oberste Gerichtshof unterstützt die Regierung des Linksnationalisten.

Legende: Video Öl-Sanktionen gegen Venezuela abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.01.2019.

Zu Wochenbeginn hatten die USA neue Sanktionen gegen Venezuelas staatlichen Ölkonzern PDVSA und dessen in den USA tätige Tochterfirma Citgo verhängt, um Druck auf den Sozialisten auszuüben.

Fakten und Daten zu Venezuela

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die EU sollte sich hier als "Kriegstreiber" zurückhalten. Ich bin überzeugt, dass einzig Donald Trump hier Ordnung schaffen kann und zwar nicht mit Waffen sondern mit mutiger Unterstützung des Landes und der Menschen, egal ob Maduro oder ein Neuer. Die EU ist wie überall in der Welt, viel zu extrem, wenn es um die Einführung von Demokratien geht. Allen voran ist immer Deutschland mit seinem Diktat in der Welt frühere Denkweisen zu zerstören. Man kann auch ohne Demokratie Frieden erhalten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    EU Staaten sollten weder Sanktionen aussprechen noch ein Ultimatum stellen.Das ist und bleibt zuerst eine innere Angelegenheit Aber anscheinend folgen sie Trump zur Unterstützung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Haller Hans (H.Haller)
      Venezuela wird das sicherlich nicht so einfach alleine hinbekommen. Und in der Tat man sollte sich da nicht einmischen, gar nicht einmischen. "Warte bis du gerufen wirst...!" (di Medici) - Und dann warte noch etwas länger, lang genug, dass es vor allem jenen die rufen auch wirklich fest weh tut. (Haller) Und dann kann man ja mal darüber nachdenken, ob man da wirklich hingehen soll. (Haller) Die haben diesen Sozi gewählt und haben sie ja auch was sie wollten. (Haller)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    In jedem Rechtsstaat wird einer der sich plötzlich zum Staatschef erklärt und mit ausländischen Mächten einen Umsturz plant angeklagt. Man stelle sich vor, Bernie Sanders erklärte sich zum neuen US Präsident und Russland und die Afrikanische Union erkennen ihn an...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Nur ist Venezuela gar kein Rechtsstaat mehr und dies schon seit geraumer Zeit. Das gewählte Parlament wurde durch die Regierung entmachtet, womit es auch keine Demokratie mehr ist. Die Vergleiche hinken in letzter Zeit gewaltig. Ob man sich nun einmischen soll... das ist immer so eine Sache.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Sebastian Mallmann (mallmann)
      @mica: Und bei den USA sind Sie sich aber sicher, dass es sich um einen Rechtsstaat handelt? Zweiparteiensystem, Lobbyismus bis zum Abwinken, Polizeigewalt und Diskriminierung, Foltergefängnisse, Brüche des Völkerrechts?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Michel Koller (Mica)
      @Mallmann: Die Gewaltentrennung in den USA funktioniert gut, Die Justiz agiert unabhängig, Wahlergebnisse werden umgesetzt, Parlament hat die notwendigen Kompetenzen und wird darin nicht behindert. Polizisten werden für die Gewalt schon mal ins Gefängnis gesteckt und Menschen verschwinden nicht einfach, wenn Sie gegen die Regierung protestieren. Man mag von den USA halten was man will aber auch hier hinkt mal wieder der Vergleich. Staatskunde führt offenbar ein Nischendasein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen