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Zum Tode verurteilter Journalist wurde erhängt
Aus Tagesschau am Vorabend vom 12.12.2020.
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Kritiker der Regierung Iranischer Blogger hingerichtet

  • Der iranische Blogger und Dissident Ruhollah Sam ist hingerichtet worden.
  • Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wurde der 47-jährige Sam in Teheran erhängt.
  • Ihm wurde vorgeworfen, auf seinem Blog Propaganda gegen die iranische Führung betrieben und Menschen zu gewaltsamen Protesten angestachelt zu haben.

Sam war bereits im Juni von einem Revolutionsgericht in Teheran zum Tode verurteilt worden. Das Urteil wurde diese Woche vom obersten Gericht bestätigt. Ihm wurde vorgeworfen, mit seiner Webseite «Amad News» Propaganda gegen die iranische Führung betrieben und Menschen zu teilweise gewaltsamen Protesten provoziert zu haben.

Geflüchtet und verschleppt

Der Blogger hatte besonders die angebliche Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl 2009 und der Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad scharf verurteilt. Danach war er über Malaysia nach Frankreich geflohen. Sam hatte auch mehrmals persischsprachigen Sendern im Ausland Interviews gegeben, in denen er stets die iranische Führung heftig kritisierte.

Der Blogger wurde Medienberichten zufolge von iranischen Sicherheitskräften in das Nachbarland Irak gelockt, im Herbst vergangenen Jahres dort festgenommen und danach in den Iran gebracht. Seitdem hatte sich Sam bei mehreren Gerichtsterminen schuldig bekannt und um Vergebung gebeten.

SRF 4 News, 12.12.2020, 11:30 Uhr ;

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46 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Siffert  (Pedro Ez)
    R.I.P.
    Und bitte die Umstände dieses schrecklichen und unnötigen Vorgehens niemals vergessen!
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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    In unserem Land wird man nicht beseitigt wenn man seine Meinung sagt. Im Iran wird man verunglimpft und beseitigt. Wenn der Iran ein besserer Partner als Saudi-Arabien sein will muss es mehr leisten als bisher.
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Assange, Snowden, Manning zeigen ganz klar, dass auch der Westen andersdenkende "Aufwiegler" in Gefängnisse wirft...
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    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      @ Herr Baron: Die Fälle die Sie nennen betrifft die USA und nicht den sogenannten Westen. Herr Snowden und Herr/Frau Manning sind Helden. Bei Herr Assange bin ich und sicher auch Andere nicht gleicher Meinung den er griff absichtlich in den US-Wahlkampf ein. Ich bin kein Fan von Frau Clinton, aber Sie wäre das kleinere Übel gewesen als Herr Trump. Auch zerstritten sich die anderen Wikileaksgründer mit Herr Assange weil Die die Informanten mehr schützen wollten als Er.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Vermutlich sind die konservativen Kräfte im Land immer noch viel zu stark, die Bevölkerung zerrissen. Hier einfach Trump dafür verantwortlich zu machen, ist Trug. Selbst moderate Führer zeigten sich höchstens nach aussen politisch offener, aber privat leben auch sie konservativ. Viele Iraner, Männer u.Frauen, lechzen nach westl.Lebensstil, leben unsere Kultur im Geheimen, tanzen zu westl.Musik, schminken sich, legen ihre Schleier ab usf, aber es hilft nicht, wenn nur einzelne Mutige sich wehren.
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