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Klimaproteste in Australien (unkomm.)
Aus News-Clip vom 29.11.2019.
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Kurz vor der Klimakonferenz Auf der Strasse fürs Klima

  • Drei Tage vor dem Start der Weltklimakonferenz in Madrid gehen Tausende Menschen in aller Welt auf die Strasse.
  • Zum Auftakt protestierten in Australien Tausende Schülerinnen und Studenten für mehr Klimaschutz.
  • Auch in der Schweiz sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Nach den Grossprotesten im März und Mai sowie der Streikwoche im September starten die Aktivisten nun die vierte Auflage ihres weltweit koordinierten Protests. Nach Angaben des Netzwerks sind über 2400 Städte in 157 Ländern dabei.

Die «Klimastreik»-Bewegung in der Schweiz hat in zahlreichen Städten und Orten Veranstaltungen angemeldet. Sie fordert ihre Anhänger auf, an dem Ausverkaufs-Freitag nichts zu kaufen und stattdessen zu demonstrieren.

Klimademonstrantinnen mit einem Pappschild
Legende: «Verneinen ist keine Politik», prangern diese Demonstrantinnen in Sydney (Australien) an. Keystone

EU ruft «Klimanotstand» aus

Das Thema Erderhitzung treibt derzeit auch die EU um. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat starke Anstrengungen gegen den Klimawandel versprochen. Und das EU-Parlament hatte am Donnerstag den «Klimanotstand» für Europa ausgerufen.

Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten sprach sich dafür aus, als erster ganzer Kontinent überhaupt einen solchen Notstand zu erklären. Das soll nach Wunsch der Abgeordneten die Dringlichkeit des Themas zeigen - konkrete Folgen hat der Schritt aber vorerst nicht.

Thunberg ist noch unterwegs

«Fridays for Future» reichte das nicht. «Dass die EU den Klimanotstand ausruft, ohne zu handeln, ist wie wenn die Feuerwehr im Einsatz nur noch ‹Es brennt!› schreit, statt zu löschen», schrieb die Gruppe auf dem deutschen Twitter-Account.

Die Klimaproteste gehen auf einen Protest der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg zurück, die sich viele Menschen in aller Welt im Kampf gegen die Klimakrise zum Vorbild genommen haben.

Den Protesttag wird die 16-jährige Aktivistin auf einem Katamaran verbringen, auf dem sie über den Atlantik zurück nach Europa kommt, um an der am Montag beginnenden Weltklimakonferenz teilnehmen zu können. Ob es Thunberg zeitlich schafft, ist unklar. Bis zum Donnerstag hatte sie etwas mehr als zwei Drittel der Strecke geschafft.

Thunberg warb am Donnerstag via Twitter für den Protesttag: «Im September sind 7,5 Millionen Menschen rund um den Globus auf die Strasse gegangen. Morgen machen wir das nochmal.» Jeder werde gebraucht, jeder sei willkommen.

2019 wohl zweitheissestes Jahr

Von Januar bis Oktober lag die durchschnittliche Temperatur über den Land- und Ozeanflächen unseres Planeten demnach um 0.94 Grad Celsius über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts von 14.1 Grad Celsius. Am Rekord-Jahr 2016 schrammte dieser Zeitraum von 2019 nur ganz knapp – mit 0.09 Grad Celsius – vorbei, so die US-Wetterbehörde NOAA.

Fast überall auf der Welt war es 2019 wärmer als im Durchschnitt. Besonders stark machte sich das in Alaska, dem Nordwesten Kanadas, Zentralrussland sowie im südlichen Afrika, Madagaskar, Australien und Asien bemerkbar. Kühler als im Durchschnitt war es nur in Teilen der USA und im Süden Kanadas.

Nach Befunden des Weltklimarats IPCC hat sich die Erde breits um ein Grad aufgeheizt im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Zu den Folgen zählen mehr extreme Wetterereignisse – also je nach Region mehr Hitzewellen, Dürren und Waldbrände, aber auch verheerende Stürme, Überschwemmungen und Starkregen.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Merkwürdig dass immer nur die Mobilität zum Feinbild bez. CO2 mutiert, derweil Zement und Betonherstellung sowie Landwirtschaft ein Vielfaches an CO2 prodzieren. Übrigens wäre schön und für die Menscheit sehr nützlich wenn die Jugend dermassen euphorisch gegen Rüstung und Krieg agieren würde. 2 Billionen Dollar für weltweite Rüstung und hunderttausende Tote jedes Jahr wären doch ein Grund, nicht wahr?? Vom CO2 Ausstoss der Armeen ganz zu schweigen....
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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Ich verstehe, dass insbesondere die jungen Menschen auf die Strasse gehen. Leider scheint denen niemand sagen zu wollen, dass es extremes Gegensteuern bräuchte, um etwas bewirken zu können. Sprich eine Art globaler Planwirtschaft und -Verteilung. Sukzessives Umsatteln auf erneuerbare Energien bei mengenmässig gleichbleibendem Konsum z.B. wird herzlich wenig bis gar nichts bringen. Ohne politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemwechsel wird die Umweltzerstörung weitergehen.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ S. Borel: Wie um Himmels Willen können Sie nach Planwirtschaft rufen. Es ist noch gar nicht lange her, da sind fast alle Planwirtschaft furios gescheitert: Knappheit bis zu Hunger einerseits und masslose Verschwendung andererseits, qualitativ schlechte Produkte und vor allem haben diese Wirtschaftssysteme eine immense Umweltverschmutzung hinterlassen, an der einige Oststaaten noch heute nagen. Nein danke! Wenn der Markt die richtigen Preissignale erhält, hört die Umweltzerstörung rasch auf.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Genau das ist die Gefahr, dass man unter dem Vorwand der Weltrettung eine Planwirtschaft einführt. Wohin das Führt: Eine Elite und ein Heer von kontrollierten, gesteuerten Untertanen. Es ginge sehr gut mit marktwirtschaftlichen Massnahmen und Beibehaltung individueller Entfaltungsmöglichkeiten. Was nicht geht, ist das immer mehr Geld mit Geld verdienen wollen statt mit Leistung bzw. die Umverteilung nach Oben durch leistungslose Einkommen. Das steht jeglicher Entwicklung im Wege.
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    3. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      Keine Angst Herr Leu... ich rufe nicht danach... wird eh nicht geschehen... Ihre „Preissignale an den Markt“ allerdings auch nicht... wollte damit nur verdeutlichen, dass sich rein gar nichts ändern wird solang am heutigen System festgeklammert wird.
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    4. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ S. Borel: Einverstanden! Das Verursacherprinzip muss natürlich der Staat einführen. Am effizientesten wäre ein globale CO2-Steuer, die nachher pro Kopf an die Länder der Welt zurückverteilt wird. Da die armen Länder weniger Emissionen produzieren, wäre das gleich noch die finanzielle Hilfe, welche diese Länder für die Umstellung auf die carbonfreie Wirtschaft benötigen. Damit das endlich rascher geht, machen diese Schüler Druck auf die Politiker. Sie sollen nicht nachlassen. Es ist dringend!
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    5. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Doch Herr Borel, die Anzeichen sind da, dass es Richtung mehr Eingriffe in die persönlichen Freiheiten durch einen Zentralstaat geht. Hatten wir schon mit dem "Kampf gegen den Terror". Jetzt nun mit dem "Kampf gegen den Klimawandel". Das darf nicht sein. Man sollte verstehen, wie die Eliten ticken: ihr Traum ist die Kontrolle der Massen und die Weltherrschaft - egal unter welchem Label: ob Komm. oder Kap.
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    6. Antwort von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
      Wie bitte? PLANWIRTSCHAFT? Haben Sie schon einmal unter einem Regime mit Planwirtschaft gelebt? Umweltverschmutzung in grossem Masse, massive Eingriffe in die persönliche Freiheit, undemokratische Entscheidungen und für Oberen gab es Spezialgeschäfte um deren Hinger nach Weltmarktprodukten zu befriedigen. Wie kann man nach Planwirtschaft rufen?
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  • Kommentar von Vale Nipo  (VNxpo)
    Wenn so viele Menschen zur Erhaltung des Ökosystems auf die Strasse gehen, muss doch jedem klar sein, das gehandelt werden muss. Die Politik muss Verbote erheben, ohne Verbote kann man keine markante Wirkung erzielen. Es hängt natürlich auch von den Konsumenten ab welche die Marktwirtschaft nachhaltig beeinflussen können. Der Staat kann die Marktwirtschaft nicht zu 100% beeinflussen, sonst würde Kommunismus herrschen. Es muss eine Balance zwischen Kommunismus und Kapitalismus entstehen.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Vale Nipo: Mit Verboten kommen Sie nirgendwohin. Sie müssen das Verursacherprinzip umsetzen, so dass die Treibhausgase nicht mehr gratis ausgestossen werden können.
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    2. Antwort von Hans Meier  (H-M)
      Die "vielen" Menschen sind 0.001%
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