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Lage in Libyen spitzt sich vor Friedensgesprächen zu
Aus Tagesschau vom 18.01.2020.
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Kurz vor der Libyen-Konferenz Ölexporte im Osten Libyens eingestellt

  • Die ostlibyschen Häfen, die unter Kontrolle von General Chalifa Haftar stehen, haben die Ölexporte eingestellt.
  • Damit wird mehr als die Hälfte der Ölproduktion des Landes gestoppt.
  • Die Lage im nordafrikanischen Land spitzt sich kurz vor Beginn der Libyen-Konferenz in Berlin zu.

Ein Sprecher der Truppen Haftars sagte, das libysche Volk habe die Häfen geschlossen. Aus Kreisen der staatlichen Ölfirma NOC verlautete, die Schliessung sei von General Haftar angeordnet worden.

UNO: «Zutiefst besorgt»

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Die UNO-Mission in Libyen zeigt sich «zutiefst besorgt» über Versuche, die Ölproduktion in dem Land zu unterbrechen. Dies hätte verheerende Konsequenzen zuerst und vor allem für die Bevölkerung Libyens, heisst es in einer Erklärung. Alle Seiten seien zur Zurückhaltung aufgefordert.

Mustafa Sanalla, der Chef der staatlichen Erdölfirma, hatte zuvor in einer Mitteilung vor einem solchen Schritt gewarnt: «Der Öl- und Gassektor ist der Nerv der libyschen Wirtschaft. Er sollte nicht als Karte in politischen Verhandlungen benutzt werden.»

Internationale Konferenz am Sonntag

Am Sonntag steht in Berlin eine internationale Konferenz an, die eine Eskalation der Lage in Libyen verhindern soll. Zu dem Treffen eingeladen hatte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter der Ägide der UNO werden nicht nur die beiden libyschen Konfliktparteien, sondern auch Vertreter der USA, Russlands, Grossbritanniens, Chinas, der Türkei sowie der Europäischen Union erwartet.

Ob der von den Vereinten Nationen anerkannte libysche Regierungschef Fajes al-Serradsch und sein Gegenspieler General Chalifa Haftar am Sonntag tatsächlich kommen, gilt allerdings als unklar.

General Haftar
Legende: Ob General Chalifa Haftar an der Konferenz in Berlin erscheint, ist unklar. Reuters

Haftar führt mit seinen Truppen seit Monaten eine Offensive gegen die Hauptstadt Tripolis. Bei Verhandlungen in Moskau hatte er jüngst eine Vereinbarung für eine Waffenruhe nicht unterzeichnet, während Serradsch dies tat. Während auch die Türkei Regierungschef Serradsch stützt, erhält Haftar Hilfe von Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Jordanien.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Vereinfacht gesagt: Wer an einem starken Führer in Libyen interessiert ist, ist an einem Land mit Perspektiven für die Bürger Libyens interessiert. Leider sind die meisten involvierten Länder an einem schwachen LY interessiert, dass sie auf lange Zeit ausbeuten und kontrollieren können. Zuerst wurden Land & Leute beraubt und anschliessend in eine Schuldenfalle getrieben. So lässt sich wunderbar mit fremden Eigentum spekulieren und das Volk schaut durch die Finger ins Chaos.
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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Erdogan will Gasvorkommen im Mittelmeer für sich sichern. Deshalb auch der Vertrag mit Libyen . Die Sendung von Soldaten in den Mittelmeerraum, ist ganz sicher der Grund dafür. Nicht unbedingt die militärische Unterstützung gegen Haftar. Er will das Sagen haben. Vor
    Zypern hat er bereits auch mit Bohrungen begonnen. In Berlin wird einiges ans Tageslicht kommen.
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Offenbar will Haftar Libyen selber an der Ölforderung partizipieren lassen - gegen alle, sicher nur gut gemeinten Eingriffe der "westlichen Wertegemeinschaft". Ich würde das so interpretieren: Es sollen alle Kolonialmächte, alte und neue, aus Libyen abhauen! Bin gespannt auf die Verhandlungen in Berlin...
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    1. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Mitulla: Ich zitiere: "Es sollen alle Kolonialmächte, alte und neue, aus Libyen abhauen!" Welche Ziele verfolgen Russland, VAR, Agypten und Jordanien mit der Unterstützung von Herrn Haftar? Den eigenen Rückzug aus dieser Region? Die Selbstbestimmung dieses gebeutelten Landes. Den Verzicht auf die Teilhabe am sprudelnden Oel? Das selbstlose Gratis- Engagement zur Verwirklichung eines unabhängigen Lybiens?
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