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Längere Haftstrafe droht US-Justiz verschärft Anklage gegen Assange

  • Die US-Justiz hat ihre Anklage gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange verschärft.
  • Assange ist nun auch angeklagt, durch die Veröffentlichung von vertraulichen diplomatischen und militärischen Dokumenten der USA gegen Anti-Spionage-Gesetze verstossen zu haben.

Das teilte das Justizministerium in Washington mit. Die erhebliche Erweiterung der Anklage bedeutet, dass dem in Grossbritannien inhaftierten Assange in den USA eine deutlich längere Haftstrafe droht als bislang.

Die neuen Anklagepunkte kommen zu der bereits zuvor von der US-Bundesanwaltschaft erhobenen Anschuldigung gegen den Wikileaks-Gründer wegen Verschwörung zum Angriff auf Regierungscomputer hinzu. Für diesen bisherigen Anklagepunkt allein drohten Assange bereits bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Durch Pressefreiheit geschützt?

Die USA haben in Grossbritannien die Auslieferung von Assange beantragt. Er hat angekündigt, sich dagegen mit allen juristischen Mitteln zu wehren. Die jetzt neu gegen ihn erhobenen Anklagepunkte nach dem Anti-Spionage-Gesetz bedeuten, dass die US-Ermittler den Wikileaks-Gründer nicht als Journalisten betrachten.

Assanges Verteidigungslinie ist, dass Wikileaks eine journalistische Publikation sei und die dortigen Veröffentlichungen folglich durch die Pressefreiheit geschützt seien.

Die 2010 von der Enthüllungsplattform veröffentlichten Dokumente aus dem Militärapparat sowie dem diplomatischen Dienst der USA enthielten hochbrisante Informationen über die US-Einsätze im Irak und in Afghanistan sowie über die Tötung von Zivilisten und Misshandlung von Gefangenen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Olarte  (Oikaner)
    3/3 Mehr als 35 Jahre Haft (Urteil Manning. Gefordert wurden 60 Jahre! https://www.srf.ch/news/international/teilweise-ehrbare-motive-35-jahre-haft-fuer-manning) sind natürlich keine Todesstrafe für einen 47 Jährigen. Mit 82 Jahren wird er 2054 wieder einen Schritt in Freiheit machen dürfen.
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  • Kommentar von Urs Stotz  (Urs Stotz)
    Zum mehr als fragwürdigen Verfahren und dem Vergewaltigungsvorwurf gegen Assange hat Pamela Anderson folgenden Aufruf geschrieben: The Making of a “Rapist”. Eine sehr gute Analyse, ein toller Aufruf, kann ich allen empfehlen. Eine deutsche Übersetzung findet man auf Nachdenkseiten: Die Inszenierung eines „Vergewaltigers“ – Pamela Anderson zum Fall Assange. Von der Schwedischen Anklage ist nur der geplatzte Kondom übrig. Die Kriegsverbrecher sind nicht im Fokus, wieder einmal: "töte den Boten!"
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  • Kommentar von u. Felber  (Keule)
    Schon klar wollen die Amis mit dreck am stecken einen leaker wie Assange zu fall und schweigen bringen. Was habt ihr denn sonst erwartet? ein recht Staatliches Verfahren? ;)
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