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Anhörung von Assange vor Gericht
Aus Tagesschau vom 02.05.2019.
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Anhörung vor Gericht Assange lehnt Auslieferung an die USA weiter ab

  • Julian Assange lehnt seine Auslieferung an die USA weiter ab.
  • Das sagte der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks bei einer Anhörung vor einem Gericht in London.
  • Bei der Anhörung war der 47-jährige gebürtige Australier per Videostream aus dem Gefängnis zugeschaltet.

«Ich möchte mich nicht freiwillig ausliefern lassen für Journalismus, der viele Preise gewonnen hat und viele Menschen geschützt hat», sagte Assange der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Vorwurf: Verschwörung mit Chelsea Manning

Die USA werfen Assange Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vor. Manning hatte Wikileaks 2010 – damals noch als Bradley Manning – Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan.

Erst am Mittwoch war Assange in London zu 50 Wochen Haft verurteilt worden, weil er sich jahrelang dem Zugriff der Polizei entzogen hatte. Er hatte sich 2012 in die ecuadorianische Botschaft geflüchtet, nachdem er vergeblich versucht hatte, seine Auslieferung an Schweden gerichtlich zu stoppen. Dort wurde wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn ermittelt. Die Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt.

Nächste Anhörung am 30. Mai

Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn an die USA ausliefern zu können. Er hatte sich 2010 zunächst der Polizei gestellt, war dann aber auf Kaution wieder freigekommen.
Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schliesslich festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte.

Lange Zeit hatten die amerikanischen Justizbehörden nicht bestätigt, dass eine Anklage gegen Assange vorliegt. Doch nun könnte seine Befürchtung bald wahr werden: Am 30. Mai soll die nächste Anhörung stattfinden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Clausius  (TheEducator)
    Es erschüttert mich immer wieder zutiefst, festzustellen, dass die USA allen Ernstes einen (meiner Meinung nach) Helden, der den Mut hatte etwas zu sagen, um Menschenleben zu retten, Anklagen möchte. Was in der Praxis wohl Lebenslänglich und Folter für Assange hiesse. Noch stossender finde ich allerdings, dass die ökonomische Dominanz der USA den Rest der Welt dazu bewegt bei dieser Verschwörung (auch bekannt als traurige Realität) mitzumachen.
    1. Antwort von Walter Matzler  (wmatz)
      Assange hat mit seinen Enthüllungen viel Staub aufgewirbelt. Geändert hat sich nichts.
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Julian Assange verbrachte fast sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London. Den Aufenthalt mussten die britischen Steuerzahler berappen. Die Überwachung von Julian Assange kostete alleine zwischen Juni 2012 und Oktober 2015 umgerechnet 17 Millionen Franken. Die Kosten beliefen sich pro Tag auf über 13'000 Franken. Blauäuige CH-Juristen fordern Schweizer Asyl für Julian Assange. Auf Kosten der CH-Steuerzahler soll es weitergehen. Nein Danke.
    1. Antwort von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
      @eyko: Könnten Sie etwas genauer werden und uns erklären wodurch genau dem britischen Steuerzahler 13000 Franken kosten pro Tag entstanden sein sollen?
    2. Antwort von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
      Abgesehen davon dass die Überwachung alleine wohl kaum wirklich so viel gekostet hat war ja ja die Entscheidung der britischen Behörden diese zu veranlassen... Und wieso sollte in der Schweiz eine Überwachung nötig sein würde ihm Asyl gewährt?
    3. Antwort von M. Fretz  (MFretz)
      Wie kommt man auf diese Zahlen? Hat jemand die Briten zur Überwachung gezwungen oder ist man freiwillig den USA hinten rein gekrochen?
  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Die Überschrift „Verschwörung mit Chelsea Manning“ liest sich, als handele es sich um eine nachgewiesene Tatsache. Trifft das zu, oder wird hier eine Behauptung wiedergegeben?
    MfG
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Wir haben den Zwischentitel angepasst. Herzlichen Dank für den Hinweis.