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Ringen um Afghanistans Zukunft
Aus Echo der Zeit vom 12.09.2020.
abspielen. Laufzeit 06:21 Minuten.
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Lage in Afghanistan Von 9/11 bis heute: Der lange Weg zum Frieden

Fast zwei Jahrzehnte nach ihrer Vertreibung aus der afghanischen Hauptstadt Kabul verhandeln die Taliban erstmals mit der Regierung über Frieden. Der Weg dorthin:

11. September 2001: Die Anschläge von Al-Kaida am 11. September in den USA lösen den US-geführten Militäreinsatz in Afghanistan aus. Der Drahtzieher der Anschläge, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden, hielt sich unter dem Schutz der Taliban in Afghanistan auf.

Die brennenden Türme des World Trade Center am 11. September 2001.
Legende: Bei den Anschlägen am 11. September 2001 kamen rund 3000 Menschen ums Leben. Keystone

13. Juni 2002: Eine grosse Ratsversammlung in Afghanistan bestimmt eine Übergangsregierung mit Hamid Karsai als Präsident.

9. Oktober 2004: Bei den ersten Wahlen nach dem Sturz des Taliban-Regimes wird Hamid Karsai als Präsident bestätigt. Die Wahl wird von Angriffen der Taliban überschattet.

Hamid Karsai zeigt mit dem Finger auf etwas oder jemanden.
Legende: Hamid Karsai wird afghanischer Präsident nachdem das Taliban-Regime gestürzt wurde. Keystone

2. Mai 2011: Osama Bin Laden wird während einer geheimen Operation von US-Spezialkräften im pakistanischen Abbottabad getötet.

Foto eines Bildschirms der US-Behörden mit einem Foto Osama bin Ladens und der Beschriftung «Deceased» (dt. «verstorben»)
Legende: 2011 hat die Jagd nach dem Urheber der Anschläge vom 11. September 2001, Osama bin Laden, ein Ende. Reuters

Juni 2013: Die Taliban eröffnen ein Büro in Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar.

15. Juli 2018: Taliban und Regierung lassen erstmals für drei Tage die Waffen ruhen – Anlass ist das islamische Fest des Fastenbrechens. Millionen Menschen feiern wenige Tage des Friedens.

29. Juli 2018: Die Taliban bestätigen die ersten direkten Gespräche mit Vertretern der US-Regierung in Doha (Katar).

29. Februar 2020: Die USA unterzeichnen mit den Taliban ein Abkommen, das einen schrittweisen Abzug der Nato-Streitkräfte vorsieht. Im Gegenzug versichern die Taliban, dass von Afghanistan keine Terrorgefahr mehr ausgeht. Ein Gefangenentausch mit Kabul und innerafghanische Friedensgespräche werden vereinbart.

Der Friedensgesandte der USA, Zalmay Khalilzad (links), und der Taliban-Beauftragte Mullah Abdul Ghani Baradar nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen beiden Seiten.
Legende: Der Friedensgesandte der USA, Zalmay Khalilzad (links), und der Taliban-Beauftragte Mullah Abdul Ghani Baradar nach der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen beiden Seiten. Reuters

9. August 2020: Eine grosse Ratsversammlung billigt die Freilassung besonders gefährlicher Talibankämpfer. Damit fällt die letzte Hürde vor den Friedensgesprächen.

12. September 2020: In Doha starten die Friedensgespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban.

Blick in den Sitzungssaal der Friedensgespräche in Doha.
Legende: Die afghanische Regierung und die Taliban verhandeln in Doha über die Zukunft Afghanistans. Es ist ein Drahtseilakt, der den langen blutigen Konflikt im Land beenden könnte. Keystone

SRF 4 News, 13.09.2020, 11.00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Die Schweiz traditionell als Vorführland des Christentum muss
    Gefährdete Emmigranten/innen aufnehmen auch wenn sie Gläubige Moslems sind.
    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Vorführland des Christentums, davon habe ich noch nie gehört.
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Es ist fast unmöglich herauszufinden wo die USA, in den letzten 50 Jahren, eine ehrlichen, und andauernden Friedend vermittelt haben?
    Es ist viel leichter aufzuzählen wo die USA einen Konflikt angezettelt haben
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Seit 4 Jahren ist was diese Situation angeht aber Ruhe.
      Mit Biden ist es mit der Ruhe vorbei.
    2. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      @Gubser: Trump wollte eine Invasion in Venezuela starten, nur seine Berater haben ihn aufgehalten. Trump hat Syrien bombardiert. Trump möchte einen Krieg mit dem Iran und hat erreicht, dass der Iran das Atomprogramm wieder aufgenommen hat.

      Biden wird auf Diplomatie statt auf Krieg setzen.
    3. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Biden war ja unter Obama so was von Diplomat... besonders was den Krieg in Libyen betrifft.
  • Kommentar von Reto Frischknecht  (refrisch)
    Gespräche zu führen ist sicher ein guter Anfang. Hoffen wir, dass es nicht zu einem "Feigenblattfrieden" führt, der auf dem Buckel der Frauen ausgetragen wird.