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Legende: Video Lebensmittel und Hygieneartikel werden auf Kuba rationiert abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.05.2019.
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Lebensmittel werden rationiert Kubaner fürchten schwere Versorgungskrise

  • Die sozialistische Regierung Kubas will diverse Lebensmittel und Hygieneartikel rationieren.
  • Grund für die staatliche Massnahme sind zunehmende Versorgungsengpässe im Land.
  • Betroffen sind unter anderem Poulet, Reis, Eier, Bohnen, Wurst, Seife, Waschmittel und Zahnpasta.

Die Angst vor einer schweren Versorgungskrise in Kuba wächst. Viele Kubaner erinnern sich dieser Tage wieder an die entbehrungsreiche Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre. Damals litten die Kubaner Hunger, Strom gab es nur für wenige Stunden am Tag und Tausende flüchteten in die USA.

Ein dunkler kubanischer Verkäufer steht hinter einem Markstand. Vor ihm liegen diverse Produkte (zum Beispiel Manjok, Zwiebeln und Bananen)
Legende: Die sozialistische Regierung will durch die Rationierung eine «gerechte und vernünftige» Verteilung der knappen Produkte erreichen. Keystone

Ziel der derzeitigen Rationierung sei eine «gerechte und vernünftige» Verteilung der knappen Produkte in der Bevölkerung, sagte die kubanische Handelsministerin Betsy Díaz. Bestimmte Waren dürften die Kubaner nur noch in festgelegten Mengen kaufen.

Krise in Venezuela färbt ab

Die Regierung in Havanna machte die jüngsten Verschärfungen des US-Embargos gegen Kuba für die Versorgungsengpässe verantwortlich. Manche Wirtschaftsexperten sehen den Grund hingegen eher in der Schwäche der eigenen Produktion und der Abhängigkeit vom engen Verbündeten Venezuela.

Kuba schickt regelmässig Ärzte nach Venezuela und erhält im Gegenzug Öl. Das Öl aus Venezuela verkauft Kuba auf dem Weltmarkt und beschafft sich so ausländische Zahlungsmittel. Aufgrund der schweren Krise in Venezuela haben sich die Öllieferungen allerdings auf knapp acht Millionen Liter pro Tag halbiert, was Kuba zunehmend Schwierigkeiten bereitet.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Der Zynismus meines Vorkommentierenden (Häberli) scheint mir unangebracht zu sein. Was die USA machen ist nicht besser als was im Mittelalter die Ritter teilweise mit Dörfern gemacht haben - zuerst aushungern und nachher einnehmen. Daran gibt es nichts lustiges, das ist einfach nur traurig im Jahre 2019. Für die USA scheint es derzeit keinerlei Grenzen mehr zu geben.
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    1. Antwort von Edi Steinlin  (Chäsli)
      Ursula Keller, Sozialismus in welcher Form auch immer funktioniert nicht, oder können Sie gute Beispiele nennen ?
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    2. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Geben sie die Schuld für das versagen von Maduro und Chavez nicht den USA. Es ist offensichtlich, dass das Venezolanische System nicht funktioniert, seine Bürger verachtet und nur dem herrschenden Diktator und seinen Günstlingen dient. Obwohl es sich um ein sozialistisches Land handelt, ist in Venezuela nichts sozial. Und das liegt nicht an den USA. Man muss sich vorher überlegen ob man die ausländischen Investoren enteignen will und ob man selber in der Lage ist, deren Aufgaben zu übernehmen.
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    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      So richtig gut geht es keinem Land im Hinterhof der USA.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Ja, da muss man früher reagieren. Sich den falschen Tanzpartner auszusuchen (Maduro) kann eben ins Auge gehen. Da nützt alles Jammern nicht.
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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Kuba leidet darunter, dass die US-Sanktionen weit über den US- Handel hinausgehen. Die USA ist vor allem in ihrer Region so mächtig, dass viele andere Partner dazu genötigt werden, ebenfalls auf ihre Beziehungen zu Kuba zu verzichten. Die USA verbieten allen anderen Einmischung in innere Angelegenheiten, versuchen aber vielen anderen ihr Diktat auf. Und sie sind ganz schlechte Verlierer.
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