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Screenshot des Twitter-Accounts der britischen Konservativen.
Legende: Screenshot des Twitter-Accounts der britischen Konservativen. SRF
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Manipulation im Wahlkampf Twitter verwarnt Johnsons Tory-Partei

Die Konservativen haben während des TV-Duells von Johnson und Oppositionsführer Corbyn ihren Twitter-Feed umbenannt.

Twitter hat der Partei des britischen Premierministers Boris Johnson vorgeworfen, die Öffentlichkeit im Wahlkampf getäuscht zu haben. Die Konservativen hätten während des TV-Duells von Johnson und Oppositionsführer Jeremy Corbyn am Dienstag eines ihrer Twitter-Konten geändert, um es wie einen Fakten-Check-Service aussehen zu lassen, erklärte der Kurznachrichtendienst.

Twitter habe aber globale Regeln, die Irreführung verbieten würden. Jeder weitere Versuch, Menschen durch die Bearbeitung von Konten zu täuschen – wie während des TV-Duells geschehen – werde ernste Konsequenzen haben.

Die Tweets wurden unter dem Logo «factchekUK» publiziert

Die Medienstelle der Wahlkampf-Kampagne der Konservativen hatte den Namen ihres Twitter-Kontos, dem fast 76'000 Nutzer folgen, während der TV-Debatte in «factcheckUK» geändert und kehrte erst danach wieder zur regulären Bezeichnung «CCHQPress»zurück.

Über das Konto wurden in dieser Zeit Grafiken gesendet, die Aussagen von Johnson unterstützten und von Labour-Chef Corbyn infrage stellten. Der Chef der Konservativen, James Cleverly, verteidigte das Vorgehen und erklärte, man habe klar gestellt, dass es sich um eine Website der Partei gehandelt habe.

Twitter hatte vor wenigen Wochen mitgeteilt, jegliche Form politischer Werbung stoppen zu wollen. Die Wahlen in Grossbritannien werden damit als erster grosser Test für die neue Firmen-Politik angesehen.

Video
Trotz Schlagabtausch kann weder Johnson noch Corbyn punkten
Aus SRF News vom 20.11.2019.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Seit Trump wird dieses Getwitter immer unsympathischer. Wäre schön, die Medien würden keine Twitter-Nachrichten mehr übernehmen. Sollen die Politiker und andere Wichtigtuer doch wieder Pressekonferenzen veranstalten.
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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Tja, ohne Beschiss läuft bei BJ wohl gar nichts?
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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Ja, da sieht man einmal mehr, wie wichtig die Social-Media in der Politik geworden sind. So weiss man, dass die inzwischen geschlossene Firma Cambridge Analytica massgeblich am Erfolg der Brexit-Abstimmung und am Wahlerfolg von Donald Trump beteiligt war. Und Cambridge Analytica hat ausschliesslich über die Social-Media personalisierten Wahlkampf gemacht. Selbstverständliche haben sie gegen sämtliche Datenschutzbestimmungen verstossen, aber das interessiert niemanden. Und da braucht es Regeln...
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