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Brexit am 31. Oktober verpasst Boris Johnson entschuldigt sich

  • Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich entschuldigt.
  • Der Grund: Er hat das Land entgegen seiner Versprechen nicht am 31. Oktober aus der Europäischen Union geführt.
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Aus dem Archiv: EU gewährt Brexit-Aufschub bis Ende Januar
Aus Tagesschau vom 28.10.2019.
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«Es ist eine Frage des tiefen Bedauerns», sagte Johnson in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Sky. «Ich bin sehr, sehr enttäuscht.» Die Brexit-Verzögerung sei ein «Gräuel».

Parlamentswahl am 12. Dezember

Zugleich gab der Regierungschef dem Parlament die Schuld an der Verzögerung. Es habe genug Zeit gehabt, über den mit der EU neu verhandelten Deal abzustimmen, aber diese Möglichkeit nicht genutzt.

Demonstrationen in Schottland

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Demonstrationen in Schottland

In Glasgow haben Tausende Schotten für eine Unabhängigkeit von Grossbritannien demonstriert. An dem «Marsch für die Unabhängigkeit» beteiligten sich am Samstag nach Angaben der Veranstalter etwa 20'000 Menschen, viele schwenkten schottische Fahnen. Erstmals seit fünf Jahren trat Regierungschefin Nicola Sturgeon bei einer solchen Kundgebung auf.

Sturgeon warnte, ein Sieg der Konservativen Partei des britischen Premierministers Boris Johnson bei der Parlamentswahl am 12. Dezember bedeute, dass «Schottland gegen seinen Willen aus der europäischen Staatenfamilie gerissen wird». «Die viel bessere Alternative ist, die Zukunft in unsere eigenen Hände zu nehmen und ein unabhängiges Land zu werden», rief Sturgeon. Am Rande der Veranstaltung demonstrierten einige Menschen mit britischen Fahnen für einen Verbleib im Vereinigten Königreich.

Johnson hatte wiederholt versprochen, dass Grossbritannien die EU am 31. Oktober verlassen werde, «komme, was wolle». Nun soll das Land spätestens am 31. Januar 2020 austreten. Die Diskussion über den Brexit steht im Mittelpunkt der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember.

«Gegen ihren eigenen Deal vorgehen»

Der Premier zeigte sich überzeugt, dass das Vereinigte Königreich nach dem Brexit rasch ein Handelsabkommen mit der EU schliessen werde. Ein Vertrag sollte «grundsätzlich sehr einfach» sein, sagte Johnson.

Er warnte vor weiterem Brexit-Chaos, falls die Labour-Partei die Wahl gewinnt: «(Parteichef Jeremy) Corbyn und die Labour-Partei wollen zurück nach Brüssel gehen und sechs Monate lang verhandeln, dann ein Referendum abhalten, verbunden mit all den vergifteten und langwierigen Traumata, und dann gegen ihren eigenen Deal vorgehen.»

Jeremy Corbyn bei einer Rede.
Legende: Eine am Samstag veröffentlichte Erhebung von Deltapoll sieht die Tories von Johnson bei 40 Prozent, Labour von Oppositionsführer Jeremy Corbyn bei 28 Prozent. Keystone
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18 Kommentare

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  • Kommentar von L. Leuenberger  (L.L.)
    BoJo darf sein Bedauern über die Verschiebung des Brexits aussprechen, sich entschuldigen für diese Verspätung ist aber überflüssig. Die britische parlamentarische Rechtskraft hat ihren Tribut geleistet und diente einzig und allein einer unnötigen Blockade. Einen besseren Deal, der für beiden Seiten einen annehmbaren Weg aufzeigt, wird es nicht geben. Die Gegner von Brexit und von BoJo persönlich spekulieren einzig und allein auf eine Umkehr vom Brexit. Labour bittet keine Lösung für die Briten.
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    1. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Der beste Deal, der Grossbritannien haben kann, ist der aktuelle. Alles andere ist (sogar von der Regierung bestätigt) schlechter.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Immer wieder muss er sich Entschuldigen. Wie wäre es vor dem Handeln mal Nachzudenken? Glaube tut er, und die Entschuldigungen gehören schon zur geplanten Strategie und sind deshalb aus meinen Augen nichts Wert. Es gibt Menschen die wissen das der Brexit schlecht ist und sind dennoch dafür, es sind Menschen das Trump unfähig und ein Selbstverliebter Egomane ist und es gibt viele die wissen das die AfD Rechts national ist und dennoch wählen sie die. Und die etablierten machen weiter wie immer!
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die Rechtsnationalen müssen mit einer marktschreierischen Politik auf sich aufmerksam machen, weil sie eigentlich wenig bis gar nichts vorzuweisen haben.
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    In anderen Ländern wäre dieses "Versagen" ein Rücktrittsgrund…
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