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Massenentführung in Nigeria Bewaffnete kidnappen bis zu 200 Kinder

  • Im Norden Nigerias haben Bewaffnete auf Motorrädern wahllos um sich geschossen und eine noch nicht genau bezifferte Zahl von Kinder entführt.
  • Laut Polizei könnten die Entführer in der Stadt Tegina bis zu 200 Kinder in ihre Gewalt gebracht haben. Dieselbe Zahl melden nigerianische Medien.
  • In der Region hatten erst im Februar Bewaffnete 27 Schüler verschleppt und einen getötet.

Die Entführungen haben sich bei der Koranschule Salihu Tanko zugetragen. An dieser sollen zum Zeitpunkt des Angriffs rund 200 Kinder angemeldet gewesen sein. Die nigerianische Regierung zeigt sich schockiert und betrübt über den Vorfall. Wie sie auf Twitter schreibt, haben die Entführer elf Kinder wieder in die Freiheit entlassen – sie waren noch zu klein zum Laufen.

Ein Sprecher der örtlichen Polizei bestätigt dies. Jene Kinder sollen zwischen vier und zwölf Jahre alt sein.

Studenten über einen Monat in Geiselhaft

Erst am Samstag war eine Gruppe von 14 entführten Studenten und Universitätsmitarbeitern in Nigeria nach über einem Monat Geiselhaft wieder freigekommen. Die Studenten und Angestellten der Greenfield Universität in Kaduna waren am 20. April von unbekannten Bewaffneten entführt worden.

Während der Verhandlungen mit der Regierung um ein Lösegeld haben die Entführer fünf Geiseln getötet, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

Terrormiliz und kriminelle Banden sind am Werk

In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, sind in den vergangenen Jahren wiederholt Schülerinnen und Schüler sowie Studierende entführt worden. Der spektakulärste Fall ereignete sich 2014: Damals entführte die islamistische Terrormiliz Boko Haram 276 Schülerinnen.

Inzwischen terrorisieren auch kriminelle Banden die Bevölkerung mit Massenentführungen. Offen bleibt meist, ob Lösegeld gezahlt wurde. Seit letztem Dezember sind bereits über 700 Kinder und Jugendliche gekidnappt worden.

SRF 4 News, 31.05.2021, 07:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Da sich die Entführungen mehren, muss es sich für die Täter doch irgendwie lohnen. Da kann es fast nicht anders sein, als dass jemand bezahlt. Ein anderer Grund der Entführungen wäre die Kinder als Kindersoldaten zu missbrauchen. Es ist traurig, dass solche Taten überhaupt stattfinden. Kinder, die die Möglichkeit haben Wissen anzueignen um dann später als Erwachsene das Land vorwärts zu bringen.
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    In Nigeria ist es erneut zu einer Massenentführung gekommen. Bei dem Angriff wurde ein Mitarbeiter der Hochschule getötet. Fünf der Studenten ermordeten die Entführer kurz nach dem Überfall auf die Universität, um ihren Lösegeldforderungen Nachdruck zu verleihen. Seit Jahren mehren sich im Norden und Zentrum Nigerias die Angriffe krimineller Banden. Diese "Banditen" entführen Schulkinder und Studenten, und sind auch für Plünderungen und Viehdiebstähle verantwortlich. Gefährliches Nigeria!
  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Ich verstehe dass Afrikaner solchen Verhältnissen entfliehen möchten und nach Europa drängen. Die Flucht kann jedoch keine definitive Lösung sein. In erster Linie müssen die afrikanischen Länder für Ordnung und gerechtes Leben sorgen und es ist auch im Interesse der Europäer, diesen Ländern bei zu stehen.