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Mauretanien Dutzende Migranten sterben bei Bootsunglück vor Westafrika

  • Vor der Küste Mauretaniens in Westafrika ist ein Boot mit Migrantinnen und Migranten an Bord gekentert.
  • Dabei sind laut der Regierung von Gambia mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen.
  • 16 Menschen hätten gerettet werden können, mindestens 30 Personen würden noch vermisst.

Das Unglück ereignete sich bereits am Mittwoch. Auf dem Schiff hätten sich schätzungsweise 150 Personen befunden.

Die Menschen stammten mehrheitlich aus Gambia und Senegal. Sie waren auf der sogenannten Atlantik-Route unterwegs. Dabei versuchen Migrantinnen und Migranten von Westafrika aus auf die Kanarischen Inseln und damit in die EU zu gelangen.

Über 10'000 Tote im letzten Jahr

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Mann am Quai auf kanarischer Insel
Legende: Keystone/Symbol

Im vergangenen Jahr erreichten nach Angaben der Europäischen Union mehr als 46'000 Migranten auf irregulärem Weg die zu Spanien gehörenden Kanaren – so viele wie nie zuvor. Laut der Menschenrechtsorganisation Caminando Fronteras starben 2024 mehr als 10'000 Menschen bei dem Versuch, über die Inseln in die EU zu gelangen. Das ist der Organisation zufolge gegenüber 2023 ein Anstieg von 58 Prozent.

Schiff wohl an gambischer Küste gestartet

Das gambische Aussenministerium appellierte an seine Staatsbürger, sich nicht auf derart gefährliche Fahrten zu begeben.

Das Schiff ist dem Ministerium zufolge vermutlich von Gambia aus gestartet. Das kleine Land hat einen schmalen Küstenstreifen am Atlantik und ist sonst vollständig vom Senegal umschlossen.

EU stellte Unterstützung in Aussicht

Vergangenes Jahr hatte die EU-Kommission eine Migrationspartnerschaft mit Mauretanien abgeschlossen. Dadurch soll legale Migration gefördert sowie Schleuserkriminalität und Menschenhandel bekämpft werden. Ausserdem soll das Land bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützt werden.

SRF 4 News, 30.08.2025, 11 Uhr ; 

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