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Midterms in den USA Wohin weht der Wind in Wisconsin?

In knapp einem Monat gehen die US-Amerikaner wählen. Über 6000 Ämter werden neu besetzt. Das Rennen ums Amt des Gouverneurs in Wisconsin ist besonders eng.

Legende: Audio Bei den Midterms in Wisconsin wirds besonders eng abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
02:09 min, aus HeuteMorgen vom 11.10.2018.

Von Tony Evers hat kaum jemand in den USA jemals gehört. Und doch bringt der Vorsteher des öffentlichen Bildungswesens in Wisconsin Gouverneur Scott Walker in Bedrängnis. Tony Evers postete eine zwanzigminütige Autofahrt in Begleitung seines Teams auf Facebook. Er machte sich lustig darüber, dass Scott Walker für dieselbe Strecke auch schon ein Flugzeug benutzte.

Für Gelächter sorgten die unzähligen Löcher in der Strasse – «Potholes» auf englisch – «Scott-Holes», wie sie der demokratische Kandidat ironisch nennt.

Tony Evers, Vorsteher des Bildungswesens in Wisconsin.
Legende: Der demokratische Herausforderer Tony Evers, Vorsteher des Bildungswesens in Wisconsin. Keystone

Kaputte Stassen und darbende öffentliche Schulen sind direkte Folgen der Sparpolitik und Steuersenkungen von Gouverneur Scott Walker. Die Wahl des Republikaners führte zu ähnlichen Tumulten, wie es sie heute – nach der Wahl Trumps – im ganzen Land gibt, wie Politologe David Canon von der Universität von Wisconsin sagt.

Die Polarisierung sei extrem, und habe sofort begonnen, als Walker die Gewerkschaften entmachtet habe. Hunderttausende gingen in Wisconsin auf die Strasse.

Scott Walker, Gouverneur von Wisconsin
Legende: Scott Walker, Gouverneur von Wisconsin und Trump-Anhänger, will wiedergewählt werden. Keystone

Walkers Botschaft: Tiefe Steuern und Jobs

Walker wurde zweimal knapp wiedergewählt, und nun wirbt er ein drittes Mal um die Wählergunst, vor allem der ländlichen Bevölkerung. Seine Botschaft: Tiefe Steuern, Wirtschaftsförderung und Jobs, Jobs, Jobs.

Politologe David Canon sagt, die Wirtschaft sei tatsächlich erstarkt, aber hinke hinter vergleichbaren Gliedstaaten im Mittleren Westen her.

Evers im Rennen vorn

Die fehlende Investitionen im öffentlichen Bereich hätten bremsend gewirkt. Umfragen besagen, dass der ehemalige Lehrer Tony Evers im Rennen um fast fünf Prozentpunkte voraus ist. Wohin bläst der Wind in Wisconsin?

Wie das Resultat auch ausfällt: Es könnte ein Omen sein für die Entwicklung der US-Politik in den kommenden Jahren.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Die Börsen stürzen ab, Taylor Swift bekennt sich zu Demokraten. Das wird ein heisser Herbst für den Zampano.;)
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Die Dem's mobilisieren ihre Wähler auf Teufel komm raus mit allen Mitteln. Sogar an Orten, die nicht gerade für die Dem's sprechen um es mal sehr zurückhaltend zu Formulieren.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Es ist einfach nur traurig, wie sich Demokraten und Republikaner gegenseitig „zerfleischen“. Aber viel Geld, Macht und Prestige pervertieren oft den Menschen. Diese Politiker sollten für das Volk, und zwar auch für die Aermeren, Schwarzen und Indianer u.s.w. dasein und nicht umgekehrt. Wie lange macht das Volk solches noch mit? Die republikanischen Machthaber treiben es besonders asozial. Hier gilt es, Einhalt zu gebieten. Wir in der Schweiz tun auch gut daran, sozial Politisierende zu wählen.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Ob D oder R, beide sein ein und dasselbe. Vielleicht ein paar Loose Ends von liberalen alter Schule, gibt's die noch? Die müssten dann unter Artenschutz gestellt werden. Denn es ist ein Partei, finanziert von ein paar selbstherrliche Richies und Konzernen. Es ist ein und dieselbe Konzernpartei ...... mal etwas mehr nach Mitte, Mitte oder nach Mitte, Mitte rechts ......
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