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Vor der italienischen Botschaft im Kongo
Aus News-Clip vom 22.02.2021.
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Milizen aktiv Italienischer Botschafter im Ostkongo getötet

  • Im Ostkongo haben bewaffnete Angreifer einen Konvoi des Welternährungsprogramms (WFP) überfallen und dabei den italienischen Botschafter getötet.
  • Auch ein italienischer Militärpolizist und der Fahrer seien getötet worden.
  • Noch unklar sind die genauen Umstände des Angriffs, der sich in der Nähe der Stadt Goma ereignete. In der Region sind mehrere Milizen aktiv.

Das Aussenministerium in Rom bestätigte den Tod des Botschafters und eines Sicherheitsbeamten. Aussenminister Luigi Di Maio reiste wegen des Vorfalls vorzeitig von einem Treffen in Brüssel zurück nach Italien, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

Die kongolesische Polizei zeigte sich überrascht über die Präsenz des Botschafters in der Region und die Tatsache, dass er ohne Polizeischutz unterwegs war. Er war den Angaben zufolge unterwegs zum bekannten Virunga-Nationalpark an der Grenze zu Uganda und Ruanda.

Das Unesco-Weltkulturerbe ist berühmt für die stark gefährdeten Berggorillas, die nur in diesen drei Ländern leben. Die Ranger dort sind oft durch Milizen und Wilderer bedroht, auch die seltenen Gorillas werden immer wieder getötet.

Im Januar bereits sechs Wildhüter getötet

Erst im Januar wurden dort sechs Wildhüter getötet und ein weiterer schwer verletzt. Damals wurden Rebellen für den Angriff verantwortlich gemacht. Im Ostkongo sind mehrere Milizen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle der wertvollen Bodenschätze geht.

In der Nähe des Virunga-Nationalparks sind Menschenrechtlern zufolge innerhalb von drei Jahren mindestens 170 Menschen entführt worden. Die Opfer – viele davon Frauen – seien geschlagen, gefoltert, vergewaltigt und zu Geldzahlungen erpresst worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch im Vorjahr. Sie machte dafür kriminelle Banden verantwortlich.

SRF 4 News, 22.02.2021, 13.30 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Foletti  (Giuseppe Mazola)
    Eine traurige Bilanz ist, dass es seit der Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten praktisch keiner auf einen „grünen Zweig“ gebracht hat.
    Wen wundert‘s ? Wie lange hat Europa gebraucht um zur „Ruhe“ zu kommen?
    Okay, Afrika könnte von Europa lernen und nicht dieselben Fehler machen.
    Aber der Einfluss der Grossmächte ist immer noch zu gross.
    Besonders China betreibt einen Neokolonialismus in Ländern mit grossen Vorkommen an Bodenschätzen, und die Korruption der Politiker lässt grüssen.
  • Kommentar von Nicola Roos  (Roos)
    Ein riesiger Hebel zur Friedensförderung in solchen Ländern wäre endlich mal ein konsequenter Waffenexport stopp. Länder und Firmen deren Waffen in solchen Länder nachgewiesen werden können, sollen durch internationale Abkommen endlich zur rechenschaft gezogen werden (mit strengen Gdbussen und Sanktionen). Doch statt das die Schweiz solche Abkommen anstrebt, wirbt sie lieber für eigene Waffenexportlockerungen. Traurigerweise regiert nicht nur im Kongo die Habgier sondern auch bei uns.
  • Kommentar von Peter Bosshard  (Milan48)
    Was hilft? Milliarden von Entwicklungshilfe-Geldern versickern in Afrika in korrupte Machenschaften. Wer nicht kooperieren will, sollen diese Gelder verwehrt werden.
    1. Antwort von Markus Weilenmann  (markusweile)
      Es fließen nicht nur Milliarden an Geldern für Entwicklungshilfe in den Kongo, sondern 100x-1000× mehrGeld in Form von Rohstoffen vom Kongo in die Schweiz! Schließlich ist gerade die saubere Schweiz der größte Rohstoffhandelsplatz der Welt.