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Legende: Video Ausschreitungen in Porte-au-Prince (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.06.2019.
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Mindestens ein Toter Krawalle bei Protesten gegen Haitis Regierung

  • Bei Protesten gegen Haitis Regierung ist es am Sonntag in der Hauptstadt Port-au-Prince zu schweren Krawallen gekommen.
  • Mindestens eine Person soll gemäss Berichten lokaler Medien bei den Ausschreitungen getötet worden sein. Mehrere Menschen wurden verletzt.
  • Zuvor hatten Tausende Menschen friedlich gegen Staatschef Jovenel Moïse demonstriert und seinen Rücktritt gefordert.

Bei den Protesten lieferten sich junge Männer und Sicherheitskräfte in der Nähe des Präsidentenpalastes heftige Auseinandersetzungen. Steine flogen, die Polizei setzte Tränengas ein. Zwei Gebäude gingen in Flammen auf. Im Stadtzentrum waren Schüsse zu hören.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Präsident Jovenel Moïse. Erst kürzlich veröffentlichte Haitis Rechnungshof einen Bericht über den Umgang mit Geldern aus dem venezolanischen Hilfsfonds Petrocaribe. Darin werden zahlreiche Fälle von Missmanagement und Korruption angeprangert. Dabei geht es auch um eine Firma, die Moïse vor seiner Zeit als Staatschef führte.

Eine Demonstrantin skandiert Parolen, Reifen brennen im Hintergrund
Legende: Tausende demonstrierten in Port-au-Prince gegen ihre Regierung. Keystone

Ärmstes Land der westlichen Hemisphäre

Haiti gilt als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Verschärft wurde die Lage durch ein Erdbeben im Januar 2010, bei dem etwa 200'000 Menschen ums Leben kamen. Der Karibikstaat ist weitgehend von Hilfszahlungen aus dem Ausland abhängig und leidet unter Korruption und Kriminalität.

Haiti liegt im karibischen Meer
Legende: Der Karibikstaat Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. SRF
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Noch etwas: Schade, ist die UNO so schwach. Sonst könnte sie zum Beispiel in Haiti für "Ordnung" sorgen....es bräuchte m. E. manchmal eine Art von "Weltregierung für Gerechtigkeit", die bereits Albert Einstein und Albert Schweitzer propagierten...allerdings nicht durch Krieg, sondern mit einer Instanz für Gerechtigkeit. Klar, ich weiss, das ist ziemlich Utopie...
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ergänzung: Ich sprach die Warnung aus, es nicht zuzulassen, dass sich auch bei uns die Schere Reich-Arm immer mehr öffnet. Natürlich sind unsere Verhältnisse nicht mit denen von Haiti vergleichbar. Aber ich denke weiter: An die Generationen, die nachrücken, auch an die Grosskindergeneration. Schon jetzt müssen wir alles in Bewegung setzen, um dem Treiben, das die Schere Reich-Arm immer weiter öffnen hilft, mit aller Konsequenz entgegenzuwirken. Schon mal dazu die richtigen Leute wählen!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Grosse Teile der Bevölkerung Haitis sind sehr arm. Wenn es dann dazu kommt, dass die Regierung, die der Bevölkerung helfen sollte, Geld-Korruption betreibt und daneben die Leute hungern lässt, ist völlig klar, dass es zu Ausschreitungen auch mit Gewald kommt. Keineswegs befürworte ich Gewalt. Aber wenn es ums Ueberleben geht, werden sich halt die Notleidenden wehren - bis sie (hoffentlich) dann gehört werden. - Wir alle sind gewarnt, dass die Schere Reich-Arm nicht immer weiter auseinandergeht.
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