Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Missbrauch in der Kirche Papst nimmt Rücktritt von Kardinal Barbarin an

  • Papst Franziskus hat den Rücktritt des höchsten katholischen Würdenträgers Frankreichs, Kardinal Philippe Barbarin, angenommen.
  • Barbarin war Ende Januar von einem französischen Berufungsgericht im Prozess um die Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen freigesprochen worden.
  • Dennoch reichte er sein Rücktrittsgesuch bei Papst Franziskus ein.
Video
Aus dem Archiv: Hat Geistlicher Missbrauch vertuscht?
Aus Tagesschau vom 07.01.2019.
abspielen

Der Papst habe das Rücktrittsgesuch des Lyoner Erzbischofs am Freitag akzeptiert, teilten die Erzdiözese Lyon und der Vatikan mit. Die letzten vier Jahre seien sehr schmerzhaft gewesen und es sei gut, nun eine neue Seite aufzuschlagen, sagte der 69-jährige Barbarin in einer von der Erzdiözese veröffentlichten Videobotschaft.

Der einflussreiche französische Kirchenmann war im März vergangenen Jahres zunächst überraschend zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden, weil er Fälle sexueller Übergriffe auf Minderjährige nicht angezeigt habe.

Priester Preynat gestand zahlreiche Übergriffe

Kardinal Barbarin und anderen Geistlichen wurde vorgeworfen, Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Priester Bernard Preynat nicht weiter verfolgt zu haben. Dieser soll in den 1980er Jahren Dutzende Kinder sexuell belästigt haben. Während eines aufsehenerregenden Verfahrens im Januar gestand Preynat zahlreiche Übergriffe. Im März will ein Gericht sein Urteil in diesem Fall verkünden.

Barbarin hatte bereits nach dem Schuldspruch im März beim Papst ein Rücktrittsgesuch von seinem Posten als Erzbischof von Lyon eingereicht. Franziskus hatte den Rücktritt allerdings abgelehnt. Barbarin hatte sich dann entschieden, sich für eine Zeit zurückzuziehen und den Generalvikar mit der Leitung der Diözese beauftragt.

SRF 4 News, 06.03.2020, 14 Uhr;dpa/rehm

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.