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Mord an Khashoggi Saudi-Arabien verwahrt sich gegen Kritik des US-Senats

  • Saudi-Arabien hat zwei Resolutionen des US-Senats zum Fall Khashoggi und zum Militäreinsatz im Jemen scharf zurückgewiesen.
  • Sie würden auf «falschen Behauptungen» basieren, erklärte das saudi-arabische Aussenministerium.
  • Zudem beinhalte das Vorgehen des US-Senats eine «eklatante Einmischung in die Innenpolitik des Königreichs».

Die US-Senatoren hatten sich vergangene Woche mit gleich zwei Resolutionen frontal gegen den Kurs von US-Präsident Donald Trump zu Saudi-Arabien gestellt. In einer Resolution bezeichnete der Senat den mächtigen Kronprinzen Mohammed bin Salman als «verantwortlich für den Mord» am Journalisten Jamal Khashoggi.

Der Senat forderte zudem in einer weiteren Resolution ein Ende der US-Unterstützung für den saudi-arabischen Militäreinsatz im Bürgerkrieg im Jemen. Der Jemen-Resolution werden kaum Chancen ausgerechnet, wirksam zu werden. Dazu müsste das Abgeordnetenhaus ebenfalls zustimmen.

Trump hält an Partnerschaft fest

Das saudi-arabische Aussenministerium erklärte nun, die USA seien ein «verbündeter und befreundeter Staat»; Riad wolle seine Beziehungen zu Washington zudem weiter stärken. Die Resolutionen des US-Senats seien aber besorgniserregend.

Trump hält ungeachtet der schweren Vorwürfe gegen Saudi-Arabien an der engen Partnerschaft zu dem Königreich fest. Der US-Präsident argumentiert dabei unter anderem mit den milliardenschweren Rüstungsgeschäften der USA mit dem Königreich.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Astrid Meier (Swissmiss)
    Die USA sollen erst einmal Guantanamo schliessen, dann können sie damit beginnen, Andere über Menschenrechte zu belehren. Vielleicht wäre es auch einmal angebracht, über die Tausenden zivilen Toten, auch Kinder, nachzudenken, die bei ihren Drohneneinsätzen zerstückelt werden. Kein Wunder nehmen die Saudis weder Kritik der USA noch der Türkei an. Das ist doch blanke Doppelmoral.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Eigentlich ziemlich dumm von den Saudis. Für solche "Geschäfte" setzen zivilisierte Länder Drohnen ein und niemand sagt etwas.
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  • Kommentar von Georg Benad (kreanga)
    Glauben Sie denn das die Politik in den USA vom Präsidenten bestimmt wird ? Dann kann man auch daran glauben das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.Oder glauben Sie wirklich das der industriell militärische Komplex in den USA sich ein Geschäft von 100 Milliarden Dollar nur wegen einem ermordeten Journalisten entgehen lässt ? Gute Nacht westliche Demokratie....
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