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Nach Angriff auf Öltanker Auch Saudi-Arabien beschuldigt den Iran

  • Saudi-Arabien hat den Iran für die Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman verantwortlich gemacht.
  • Es folgt in seiner Beurteilung den USA und Grossbritannien.
Legende: Video Aus dem Archiv: Sorge um Eskalation zwischen den USA und dem Iran abspielen. Laufzeit 05:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.06.2019.

Das «iranische Regime» habe den Besuch des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe nicht respektiert und während dessen Anwesenheit die Schiffe angegriffen, eins davon ein japanisches, sagte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman der arabischen Zeitung «Al-Sharq al-Awsat», wie das Blatt am Sonntag berichtete.

Von der internationalen Gemeinschaft forderte er eine «entschlossene Haltung».

Sein Land wolle keinen Krieg, sagte Kronprinz Mohammed bin Salman weiter. Zugleich betonte er jedoch: «Wir werden nicht zögern, jeder Bedrohung für unser Volk, unsere Souveränität und unsere lebenswichtigen Interessen zu begegnen.»

Das Problem liege allein in Teheran. Der Iran sei derjenige, der die Lage in der Region eskaliere und terroristische Angriffe verübe, entweder direkt oder über ihm treue Milizen.

Kronprinz Mohammed bin Salman
Legende: Kronprinz Mohammed bin Salman beschuldigt den Iran. Keystone

Die beiden Tanker waren am Donnerstagmorgen bei schweren Zwischenfällen im Golf von Oman beschädigt worden. Zu dieser Zeit war Abe in Teheran, um im Konflikt mit dem Iran zu vermitteln.

Die «Front Altair» einer norwegischen Reederei geriet nach Explosionen in Brand. Auch der japanische Betreiber der «Kokuka Courageous» berichtete von zwei Detonationen. Die genauen Hintergründe sind bislang unklar.

Teheran weist jede Schuld von sich

Auch die USA, ein enger Verbündeter Saudi-Arabiens, machen den Iran für die mutmassliche Angriffe verantwortlich. Teheran weist hingegen jede Schuld von sich.

Die EU hält sich bislang zurück

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  • Die EU hielt sich in der Diskussion um Schuldzuweisung bisher zurück.
  • Lediglich die britische Regierung stellte sich an die Seite der USA.
  • Der britische Aussenminister Jeremy Hunt äusserte die Überzeugung, dass die mutmasslichen Angriffe vom Iran, von dessen Revolutionsgarden, ausgeführt wurden. Beweise legte aber auch Hunt nicht vor.

Das sunnitische Saudi-Arabien sieht in dem schiitischen Nachbarn einen Erzfeind. Das Königreich wirft dem Iran vor, sich in die inneren Angelegenheiten der arabischen Länder einzumischen. Der Iran weist das zurück.

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59 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ergänzung: Apropos der zu erledigenden Arbeit: Hier hat Ueli Maurer beim Besuch des Machthabers von Saudi-Arabien seine Arbeit auch nicht wirklich gemacht, indem er sagte: „dieser Fall (Khashoggi) sei schon lange abgehandelt“. Ein „Glanzstück“ von Diplomatie ... bzw unter den Tisch kehren von Unrecht und Kriminalität....
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Saudi-Arabien hat gegen Iran nicht „auszurufen“, solange Saud. Arabien derart Menschenrechte verletzt, politisch und religiös ultra-rückständig ist und Brutstätte islamistischen Terrors ist. Und: Ist der Fall Fall Kashoggi geklärt? Da scheint mir noch viel Arbeit unerledigt zu sein.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller  (KEM)
    Bin Salman ist doch der, der kürzlich einen kritischen Landsmann zerstückeln liess, oder? Kann man so einem glauben? Vielleicht waren es ja saudische Schnellboote, die die Tanker sabotierten?
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