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Legende: Video Eskalation in der Strasse von Hormus abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.06.2019.
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Zwei Tanker beschädigt Rätselraten um mutmassliche Öltanker-Attacke

  • Nach dem mutmasslichen Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman hat das US-Militär ein Video veröffentlicht, das den Iran belastet.
  • Das Regionalkommando der US-Streitkräfte für den Nahen Osten (Centcom) teilte mit, das Video zeige, wie ein Boot der iranischen Revolutionsgarden auf einen Tanker zufahre.
  • Iran hat die Vorwürfe zurückgewiesen und spricht von einer «Sabotage-Diplomatie» gegen das Land.
Legende: Video Das von den USA veröffentliche Video abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.06.2019.

Das US-Regionalkommando Centcom teilte mit, dass Personen an Bord eines iranischen Schnellbootes dabei «beobachtet und gefilmt» worden seien, wie sie eine nicht explodierte Haftmine wieder von der Bordwand des Tankers «Kokuka Courageous» entfernten. Das Schnellboot fährt danach vom Tanker weg. Das Centcom sprach von einem «Haftminenangriff» im Golf von Oman.

Betroffen von dem Angriff waren ein Tanker einer japanischen Firma sowie ein Schiff einer norwegischen Reederei. Die Besatzungen wurden von den Tankern weg in Sicherheit gebracht.

Legende: Video Mauro Mantovani: «Eine Rakete oder ein Torpedo wären sehr viel einfacher gewesen» abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.06.2019.

Für Mauro Mantovani von der Militärakademie der ETH Zürich zeigt das Video deutlich ein Boot der Revolutionsgarden, sei aber kein abschliessender Beweis. «Was mich aber stutzig macht, ist die Behauptung, es handle sich um eine Haftmine, die dort entfernt worden ist. Sehr viel einfacher wäre es gewesen, mit einer Rakete oder einem Torpedo einen solchen Anschlag durchzuführen.»

Iran spricht von «Sabotage-Diplomatie»

Die USA machen den Iran für die mutmasslichen Angriffe auf die beiden Öltanker im Golf von Oman, darunter die «Kokuka Courageous», verantwortlich. Belege dafür haben die USA jedoch keine vorgelegt.

Die iranische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hat den USA vorgeworfen, die Öltanker-Vorfälle als Vorwand zu nehmen und eine «Sabotage-Diplomatie» gegen den Iran zu führen. «Es ist klar, dass das amerikanische ‹B-Team› auf Plan B und auf Sabotage-Diplomatie umgeschaltet hat.»

Mit dem «B-Team» meint Sarif das Team von US-Sicherheitsberater John Bolton, der nichts anderes als einen Regimewechsel im Iran plane und dafür sogar einen militärischen Konflikt provozieren würde.

Legende: Video Mauro Mantovani vermutet eher Hardliner, die die Konfrontation mit den USA suchen. abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.06.2019.

Mauro Mantovani hält es für unwahrscheinlich, dass die Staatsführung die Attacke in Auftrag gegeben hat. «Ich könnte mir eher vorstellen, dass Hardliner dahinterstecken, die immer schon gegen das Atomabkommen mit dem Westen waren und jetzt die offene Konfrontation mit den USA suchen.»

Für Sascha Lohmann von der Stiftung Wissenschaft und Politik haben die USA mit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen eine «Strategie des maximalen Drucks» umgesetzt. «Niemand anders ist dieser Strategie gefolgt und nun will man natürlich versuchen, diese Attacken in dem Sinne zu deuten, dass man die Weltgemeinschaft auf die eigene Seite zieht, um gemeinsam dann diesen Druck auf den Iran auszuüben.»

Legende: Video Sascha Lohmann: «Die USA setzen auf eine Strategie des maximalen Drucks» abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.06.2019.

Guterres wünscht unabhängige Untersuchung

Nach den Angriffen hat sich UNO-Generalsekretär Antonio Guterres für eine Überprüfung der Fakten durch eine unabhängige Instanz ausgesprochen. Er sagte dies nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit. Für einen Entscheid sei aber der UNO-Sicherheitsrat zuständig.

Aboul Gheit bezeichnete den Iran als «problematische Kraft» im Nahen Osten. Er glaube aber keinen Moment daran, «dass ein arabisches Land versucht, die Wasserwege zu behindern und sich so selbst in den Fuss schiesst.»

Der Iran ist kein arabisches Land und ist auch nicht Teil der Arabischen Liga, die von der Regionalmacht Saudi-Arabien dominiert wird und als Erzfeind des Iran gilt.

Legende: Video Einschätzungen der SRF-Korrespondenten abspielen. Laufzeit 03:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.06.2019.
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69 Kommentare

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  • Kommentar von Henri Jendly  (Henri Jendly)
    @SRF: es sollte doch heissen: "...US-Militär ein Video veröffentlicht, das den Iran belasten soll". Denn es ist kein Beweis, dass es wirklich der Iran ist, der den Sprengsatz platziert hat; vielleicht sind es Iraner, die den Sprengsatz entfernen, aber sonst... Ich denke da an die PowerPoint-Präsentation über die Massenvernichtungswaffenfabrik der Irakis – mit dem Ziel, gegen Irak in den Krieg zu ziehen! Mantovanis Interpretation scheint mir wesentlich schlüssiger!
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Mantovani sollte wissen, dass jede Rakete/Torpedo relativ einfach dem "Absender" zugeordnet werden kann, derweil Haftminen in jeder Hinterhofwerkstatt hergestellt werden können. Ihr Ursprung ist, sofern explodiert, nicht so einfach herauszufinden. Bei nicht explodierten Minen hingegen sehr wohl (Zünder, Sprengstoff, etc), weshalb man wohl Wert darauf legte, die Mine wieder zu entfernen. Dass Hardliner dahinter stecken ist klar, Chamenei ist Hardliner und seine Diktatur neigt sich dem Ende zu.
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    1. Antwort von Charles Grossrieder  (View)
      Denke es lassen sich bei Raketen und Torpedos auch nicht so leicht Videos filmen? Interessant, dass man die Entfernung einer Miene filmen kann; aber nicht die Tanker warnen, dass solche angebracht wurden. Der B Team Faktor ist sicher nicht abwegig in diesem Spiel um den Krieg.
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  • Kommentar von Andreas Beerli  (swissneutro)
    Wem nützt es? Will Iran krieg mit den US Streitkräften, und, dass das Ganze Land untergeht. Ne, aber Iran platt treten, das würde Saudi-Arabien doch sehr gefallen, auch Teile der US Regierung, und natürlich Israel. Und das sind keine Verschwörungstheorien, sondern, man nennt es wohl: Medienkompetenz, bedeutet, die Quellen zu diversifizieren, sich sein eigenes Bild machen. Dieses Video ist eine Beleidigung an uns alle, die halten uns tatsächlich für total bescheuert!
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