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Sitzordnung bei EU-Türkei-Treffen sorgt für Empörung
Aus SRF News vom 07.04.2021.
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Nach Eklat in Ankara Von der Leyen will «Sofagate»-Situation nie wieder zulassen

Kommissionspräsidentin von der Leyen will nicht noch einmal eine Behandlung wie beim EU-Türkei-Treffen akzeptieren.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will nicht noch einmal eine Behandlung wie beim EU-Türkei-Treffen in der vergangenen Woche akzeptieren. Die Präsidentin habe in einem Gespräch mit EU-Ratspräsident Charles Michel deutlich gemacht, dass sie eine solche Situation nie wieder zulassen werde, hiess es aus Kreisen der EU-Kommission.

Bei dem Treffen am Dienstag vergangener Woche war für Michel ein grosser Stuhl neben dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan reserviert. Von der Leyen bekam hingegen einen Platz auf einem Sofa zugewiesen. In der EU-Kommission, aber auch in Teilen der Öffentlichkeit wurde diese Sitzordnung als herabsetzend empfunden.

Ratspräsident steht über Kommissionspräsidentin

Michel wurde kritisiert, weil er nichts dagegen unternommen habe. Der Belgier erklärte daraufhin, dass eine enge Auslegung von protokollarischen Regeln durch die Türkei zu der unterschiedlichen Behandlung geführt habe. Er und von der Leyen hätten vor Ort entschieden, die Sache nicht durch einen öffentlichen Eklat noch schlimmer zu machen.

In der Öffentlichkeit ist der Vorfall mittlerweile auch unter dem Namen «Sofagate» bekannt. Mit dem Verweis auf die protokollarischen Regeln hatte Michel daran erinnert, dass die EU-Kommissionspräsidentin in der gängigen protokollarischen Rangliste unter dem EU-Ratspräsidenten steht. Dies führt zum Beispiel auch dazu, dass Michel bei gemeinsamen Medienkonferenzen in der Regel zuerst das Wort bekommt.

Die Kommission beharrt dennoch darauf, dass von der Leyen bei dem Treffen in Ankara auf Augenhöhe mit den anderen Präsidenten hätte platziert werden müssen.

Tagesschau, 06.04.2021, 19:30 Uhr;

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Hat die EU neuerdings zwei gleichrangige Präsidenten oder nicht? Falls nicht, sorry, dann ist dieses Getue eher peinlich für die EU.
    1. Antwort von Matt Reimann  (Matts)
      Es ist neben peinlich auch lächerlich. Von der Leyen sitzt auf der Erbse (auf der Couch...) und spielt beleidigt. Lachhaft.
  • Kommentar von André Escher  (Kritikus)
    Einen dooferen Begriff als "Sofagate" ist den Schurnalisten nicht eingefallen. Was hat diese Affäre mit einem Tor (gate) oder dem Watergate-Gebäude zu tun?
  • Kommentar von Hermann Bühler  (Martin38)
    Weder Frau von der Leyen noch Herr Michel haben das Ihre Position entsprechende Auftreten,,die gehörige Haltung, das Format - arme EU, vorgeführt wie der Tanzbär im Zirkus des 20.Jahrhnderts.