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Legende: Video Frankreichs Umweltminister François de Rugy tritt zurück abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.07.2019.
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Nach «Hummer-Affäre» Frankreichs Umweltminister tritt zurück – Borne übernimmt

  • Frankreichs Umweltminister François de Rugy hat seinen Rücktritt eingereicht. Das teilte der Politiker via Facebook mit.
  • Zuvor waren Vorwürfe aufgekommen, de Rugy habe auf Staatskosten zu teuren Abendessen geladen und Arbeiten in seiner Wohnung erledigen lassen.
  • Verkehrsministerin Elisabeth Borne wird das Amt übernehmen, wie der Élysée-Palast am Dienstagabend mitteilte.

De Rugy war nach nur gut zehn Monaten im Amt über die sogenannte «Hummer-Affäre» gestürzt. Nach einem Bericht der Online-Zeitung «Médiapart» hatte er als Unterhaus-Vorsitzender zwischen Oktober 2017 und Juni 2018 rund zehn Abendessen gegeben, bei denen Hummer, Champagner und teure Weine gereicht wurden.

Die Gäste sollen grösstenteils aus dem Umfeld von de Rugys Frau gekommen sein, die Journalistin beim Magazin «Gala» ist. De Rugy hatte die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen. Die Regierung veranlasste eine interne Untersuchung und verpflichtete de Rugy, «jeden beanstandeten Euro zurückzuzahlen», wie eine Sprecherin mitteilte.

Weiterer Dämpfer für Macron

Für Präsident Emmanuel Macron ist der Rücktritt ein Dämpfer: Erst vor knapp einem Jahr hatte de Rugys Vorgänger Nicolas Hulot sein Amt als Umweltminister aufgegeben. Der frühere Fernsehmoderator begründete dies mit einem mangelnden Engagement der Regierung für den Klima- und Umweltschutz. Mit de Rugy geht bereits der achte Minister in Macrons erst gut zweijähriger Amtszeit.

Elisabeth Borne
Legende: Elisabeth Borne wechselt vom Verkehrs- ins Umweltministerium. Reuters
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11 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Vielleicht braucht es etwas mehr Kenntnis über Frankreich als aus der deutschsprachigen Presse zu entnehmen ist.
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    1. Antwort von Marina Zingg  (openyourmind)
      Ja, das empfinde ich auch so.
      Mediapart hatte aufgedeckt, dass F. de Rugy, mit dem Geld, dass ihm zur Verfügung steht für Staatsausgaben, benützt hatte um seine Parteibeiträge zu bezahlen. Anschliessend deklarierte er diese in der Steuerklärung als seine privaten Ausgaben. Das hatte zur Folge, dass er keine Steuern zu bezahlen hatte im Jahr 2014: Zwei illegale finanzielle Transaktionen!
      Diese Information löste den Rücktritt aus und nicht die Hummer Nachtessen, die im Graubereich liegen.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Macron hat bei seiner Wahl die linken, grünen und rechten Parteien so hoch geschlagen, dass es für sie eine bedenkliche Schlappe war. Dies hat so viel Hass hervorgerufen, dass all diese politischen Gegner nur noch nach Rache lechzen. Die Sozialisten sind praktisch ausser Gefecht, Den rechten Republikanern geht es nicht anders. Nur der rechtsextreme politische Flügel mit natürlichem Hass gegen Macron besteht noch. Wo Hass regiert wird auch der Verstand ausgeschaltet. Als Krieg gegen Macron.
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    1. Antwort von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
      De Rugy hat doch all das auf dem Sender BFMTV mit dem sonst so agressiven Bourdin widerlegt und Bourdin musste klein beigeben. Wie sagte jemand doch: Lüge und lüge und lüge wieder, etwas bleibt immer haengen. Wir kennen die Wahrheit nicht, obwohl gewisse Leute anderer Meinung sind. Aber Mediapart braucht eben solche Geschichten um zu existieren.
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    2. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Haushoch geschlagen? Eine Schlappe für die anderen Parteien?
      Wann, wo?
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  • Kommentar von Marina Zingg  (openyourmind)
    F. de Rugy hat noch weitere delikate Vorkommnisse in seiner Biographien aufzuweisen: Miete eine Sozialwohnung für Eigengebrauch, 2017 keine Steuern bezahlt, unklare Entlassung einer Mitarbeiterin, und der ultimative Gau von heute: die unrechtmässige Verwendung der Entschädigung. Mediapart ist keine Skandalpresse, sondern eine Recherche Zeitung. Auf der App france Info kann man das Interview mit dem Herausgeber, Edwy Plenel hören.
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