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34-Jähriger Arzt offenbar an Corona-Virus gestorben
Aus 10vor10 vom 06.02.2020.
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Nach Infektion mit dem Virus Chinesischer Warner vor dem Corona-Virus gestorben

  • Ein chinesischer Arzt, der wegen «Verbreitung von Gerüchten» über das Corona-Virus von den Behörden getadelt worden war, ist im Krankenhaus gestorben, in dem er gearbeitet hatte.
  • Li Wenliang war zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
  • Das Krankenhaus in Wuhan erklärte über die chinesische Social-Media-Seite «Weibo», der Arzt sei am Freitag um 2.58 Uhr Ortszeit gestorben.

Die chinesische staatliche Zeitung «Global Times» hatte zuvor im Internet berichtet, er sei an dem Virus gestorben, der Eintrag wurde allerdings später gelöscht. Die Zeitung und auch andere Medien schrieben später, sein Zustand sei kritisch. «Wir versuchen unser Bestes, um ihn wiederzubeleben» zitierte die Zeitung «South China Morning Post» noch am Donnerstagabend das Wuhan Central Hospital, in dem Li Wenliang liegt. Später folgte dann die Meldung zum Tod von Li Wenliang.

Chinesisch.
Legende: Auf seiner chinesischen Social-Media-Seite bestätigte das Wuhan Central Hospital den Tod von Li Wenliang. Twitter

Am 1. Februar hatte der Arzt noch selber mitgeteilt, dass er am Corona-Virus erkrankt sei. Das Wuhan Central Hospital bestätigte die Infektion heute in seiner Nachricht auf «Weibo». Man seit zutiefst betrübt über den Tod von Li Wenliang.

Erste Meldung von Fällen Ende Dezember

Der 34-jährige Augenarzt war eine von acht Personen, die wegen Verbreitung «illegaler Informationen» von der Polizei in Wuhan zurechtgewiesen worden waren. Li hatte Ende Dezember einer Gruppe von anderen Ärzten auf chinesischen Social-Media-Plattformen erklärt, dass sieben Fälle von Patienten bestätigt worden seien, die sich mit einem «SARS-ähnlichen» Corona-Virus angesteckt hätten. Er brachte zudem einen lokalen Markt für Meeresfrüchte als Quelle der Infektion ins Spiel.

Art Basel in Hongkong abgesagt

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Aufgrund der Verbreitung des neuen Coronavirus sagt die MCH Group die bevorstehende Art Basel in Hongkong ab. Die Kunstmesse war dort vom 19. bis 21. März geplant.

Verschiedene Faktoren haben zu diesem Entscheid der Veranstalter geführt, wie die MCH Group am Donnerstagabend mitteilte. Neben der Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der an der Messe Beschäftigten sowie der Besucherinnen und Besucher nannte sie die grossen logistischen Herausforderungen beim Transport der Kunstwerke nach Hongkong und beim Aufbau der Messe sowie die zunehmenden Schwierigkeiten im internationalen Reiseverkehr.

Für diese Meldungen war er am 3. Januar in einem Brief des Polizeibüros Wuhan zurechtgewiesen worden. Er habe die «soziale Ordnung» mit seinen Nachrichten schwer gestört, hiess es damals. Er wurde gebeten, den Brief als Versprechen zu unterzeichnen, solch «illegales Verhalten sofort zu unterbinden». Andernfalls müsse er mit einer Strafanzeige rechnen.

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Corona-Virus: Stillstand in der Millionenmetropole Schanghai
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17 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Interessant ist, er arbeitete im gleichen Spital in dem er auch verstorben ist oder auch nicht. Er wusste doch Bescheid und hat Kollegen gewarnt. Nicht die Öffentlichen Medien.. Das wäre in China gar nicht möglich gewesen. Entsetzlich jetzt dieses Drama. China
    wollte abwarten und die Entwicklung noch beobachten, er kam ihnen zuvor und sie
    haben ihr Gesicht verloren. Sind wir dankbar, dass die Warnung durchkam.
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  • Kommentar von Hans Friedrich  (Farmer)
    Der hatte bestimmt auch ganz viele chronische Vorerkrankungen, wie ja alle anderen bisher an diesem angeblich so harmlosen Virus gestorbenen.
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    1. Antwort von Hans Friedrich  (Farmer)
      Also werden diejenigen, die auf "Ablehnen" drücken, der Ansicht sein, dass er keines natürlichen Todes gestorben ist.

      Denn es gibt ja nur die beiden Möglichkeiten; entweder das Virus ist auch für scheinbar gesunde 34-jährige brandgefährlich oder er starb eben "anderswie".
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    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Uns ist nicht bekannt, dass alle Verstorbenen chronische Vorerkrankungen hatten. Das sind Spekulationen.! Ebenso, dass alle Ablehner der Meinung sind, dass er nicht an dem Virus verstorben ist und an keinem natürlichen
      Tod. Mit solchen Beschuldigungen sollte man sehr vorsichtig umgehen. Sie
      können es nicht wissen.!
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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Li Wenlian hatte einige Tage zu früh offiziell seine Kollegen gewarnt. Da musste die Regierung nachziehen. Am 30. Dezember gingen erstmals offizielle Warnungen raus (NZZ)
    Man wusste schon viel früher von dem Virus und wollte erst einmal abwarten wie es sich
    entwickelt, davon bin ich fest überzeugt. Dank ihm wurde vielleicht viel Schlimmeres
    verhindert.
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    1. Antwort von Philipp Moreno  (HOC)
      Im Angesicht des Mutes dieses Mannes und seinem Versuch Schlimmeres zu verhindern, empfinde ich es als schwerwiegende karmische Ungerechtigkeit wie es ihm ergangen ist.(und ja ich bin oft genug senitmental.)
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