- Nach wochenlangen Verhandlungen hat Dänemark eine neue Regierung.
- Die Sozialdemokratin Mette Frederiksen hat sich mit drei anderen Parteien auf eine Koalition geeinigt.
- Damit bleibt Frederiksen Regierungschefin.
Dänemarks neue Links-Mitte-Regierung setzt sich aus vier Parteien unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zusammen: aus den Sozialdemokraten, der Sozialistischen Volkspartei (SF), der linksliberalen Partei Radikale Venstre und der Mitte-Partei Moderaterne. Das teilte Frederiksen fast zehn Wochen nach der Parlamentswahl König Frederik X. mit. Dieser hatte die geschäftsführende Ministerpräsidentin dazu aufgefordert, eine Regierung zu bilden.
Zusammen haben die vier Parteien 82 Sitze im dänischen Parlament. Für eine Mehrheit sind 90 Sitze nötig. Eine Minderheitsregierung ist in Dänemark normal – sie darf nur keine Mehrheit gegen sich haben. Damit das der Fall ist, benötigt die neue Regierung die Unterstützung beispielsweise der elf Mandate der linken Partei Enhedslisten. Die Partei kündigte am Abend auf Facebook an, am Morgen «grosse Neuigkeiten für Dänemark» zu haben.
Dritte Amtszeit für Frederiksen
Für Frederiksen ist es nach 2019 und 2022 die dritte Amtszeit. Sie hatte zunächst wochenlang erfolglos mit diversen Parteien über eine Regierungsbildung verhandelt, nachdem die Parlamentswahl keine eindeutige Mehrheit für eines der politischen Lager ergeben hatte.
Am Dienstag will die alte und neue Ministerpräsidentin Frederiksen eine Regierungsgrundlage präsentieren. Am Mittwoch sollen dann die neuen Ministerinnen und Minister dem König vorgestellt werden.