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Risiko eines umfassenden Bürgerkriegs sei real, sagt Christine Schraner Burgener
Aus SRF 4 News aktuell vom 19.06.2021.
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Nach Militärputsch im Februar UN-Sonderbeauftragte warnt vor dramatischer Eskalation in Myanmar

  • Die Schweizerin Christine Schraner Burgener, Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen (UN) für Myanmar, hat vor einer Eskalation im südostasiatischen Land gewarnt.
  • Die UN-Vollversammlung forderte zudem ein Ende von Waffenlieferung in das von Gewalt erschütterte Myanmar.
  • Das 193 Mitgliedsstaaten umfassende Gremium sprach sich mit grosser Mehrheit für eine entsprechende Resolution aus.
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Aus dem Archiv: UNO verurteilt Gewalt an Frauen und Kindern
Aus Tagesschau vom 02.04.2021.
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Christine Schraner Burgener sagte, dass der Konflikt zwischen den Militärmachthabern und den Putschgegnerinnen und -gegnern dramatisch eskalieren könnte.

Die Zeit drängt. Die Gelegenheit, die militärische Machtübernahme rückgängig zu machen, wird immer kleiner.
Autor: Christine Schraner BurgenerUN-Sonderbeauftragte für Myanmar

Das Risiko eines umfassenden Bürgerkriegs sei real, sagte die UNO-Sondergesandte vor der UN-Vollversammlung. Sie ergänzte: «Die Zeit drängt. Die Gelegenheit, die militärische Machtübernahme rückgängig zu machen, wird immer kleiner.»

Vollversammlung verabschiedet Resolution

In einer Resolution wurde gefordert, dass Waffenlieferungen nach Myanmar gestoppt werden. Ausserdem wurde die Freilassung der gestürzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi und von anderen politischen Gefangenen verlangt.

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Aus dem Archiv: Aung San Suu Kyi verhaftet
Aus Tagesschau vom 01.02.2021.
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119 Länder stimmten für die Erklärung, die allerdings völkerrechtlich keine bindende Wirkung hat. 36 Staaten – darunter Russland und China – enthielten sich, nur Belarus stimmte gegen den Text. Die übrigen Länder gaben keine Stimme ab.

Der UN-Sicherheitsrat hatte sich seit dem Putsch vom Februar nicht auf einen gemeinsamen Text einigen können, sondern lediglich Stellungnahmen unter anderem zur Verurteilung der Gewalt herausgegeben. Eine solche Resolution hätte anders als bei der Vollversammlung eine bindende Wirkung gehabt. Im 15-köpfigen Rat haben China, Russland, die USA, Frankreich und Grossbritannien ein Veto-Recht, in der Vollversammlung nicht.

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Aus dem Archiv: Arzt sagt, Armee schiesse Menschen in den Kopf
Aus Tagesschau vom 02.04.2021.
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Seit dem Militärputsch von Anfang Februar versinkt das Land in Chaos und Gewalt. Die Generäle hatten die Regierung von Aung San Suu Kyi entmachtet. Die Friedensnobelpreisträgerin ist seither unter Hausarrest.

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Aus dem Archiv: Todesopfer bei Protesten in Myanmar
Aus SRF News vom 25.03.2021.
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Bei andauernden Protesten gegen die Junta sind nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP bereits mehr als 850 Menschen getötet worden. In vielen Landesteilen liefern sich Rebellengruppen ethnischer Minderheiten und neu gegründete Milizen Kämpfe mit dem Militär.

SRF 4 News aktuell, 19.6.2021, 2:00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Mehr als 100.000 Menschen aus Myanmar sind auf der Flucht vor dem brutalen Militär. Manche schaffen es nach Thailand, aber viele harren im Dschungel aus - ohne jede Versorgung und in ständiger Angst. Das Militär von Myanmar attackiert seit dem Putsch vom 1. Februar die eigenen Bewohner, bombardiert Dörfer, vor allem die der ethnischen Minderheiten. Die UN warnt vor einem Massensterben. Mehr als 800 Tote seit dem Putsch. Wer, wie was kann dieser brutalen Militärjunta entgegenwirken?
  • Kommentar von Thomas Trefzer  (ttre)
    Vielleicht kann ja unser Freihandelspartner als Nachbar ein bisschen Druck ausüben.. (Ironie off) ;-)
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Immerhin: und ich hoffe sehr, dass diese Resolution aus der Vollversammlung ein erster Schritt zu einer eher friedlichen Lösung bringt. Vom UNO-Sicherheitsrat ist mit den Veto-Mächten ja nichts zu erwarten. Vetomächte wie China: Geldströme? Macht? Behauptung? Wäre es wenigstens möglich, Russland zu bewegen (jetzt, wo die Freundlichkeiten so fliessen;-) - ja, Ironie, leider).
    1. Antwort von Charles Grossrieder  (View)
      Burmas Militär agiert seit Jahren ziemlich selbständig gegen die Bergvölker und hat sich Macht/Reichtum zugeeignet.
      China dürfte die Situation geopolitisch recht sein, ein West freundliches Burma, gefolgt von US Stützpunkten, wäre China wohl ein Dorn im Auge. RU sieht Burma wohl als Geschäft und Verbündete gegen die US, denn auch sie wollten keine US Basen in der Krim und in früheren Vasallen Ländern. Daher wohl die Stimmenthaltungen könnte ich mir vorstellen.