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Aus News-Clip vom 16.12.2019.
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Nach Nullrunde in Madrid WWF ist «schockiert»

Nach der multilateralen Nullrunde an der Klimakonferenz setzen Akteure auf Abmachungen wenigstens zweier Staaten.

Enttäuschung unter den Diplomaten, Empörung in den Nichtregierungsorganisationen. Mit den Resultaten der Klimakonferenz, die gestern in Madrid zu Ende gegangen ist, scheint niemand zufrieden. Ein paar wenige Länder haben den multilateralen Prozess unter UNO-Führung gebremst. Jetzt liegen die Hoffnungen vieler auf den Initiativen einzelner Länder.

Erstes bilaterales Abkommen vor Abschluss

Er hat immer gesagt ein Scheitern sei möglich. Trotzdem hat der Leiter der Schweizer Verhandlungsdelegation, Franz Perrez, bis zum Schluss der Klimakonferenz gehofft. «Wir sind enttäuscht vom Ergebnis der Konferenz. Wir hätten uns erhofft, dass wir hier in Madrid robuste Marktregeln verabschieden können.»

Marktregeln, also Regeln, gemäss denen ein Land sich Treibhausgas-Reduktionen in einem anderen Land anrechnen kann. Nun will die Schweiz mit einzelnen Ländern bilateral solche Regeln definieren. Ein erstes Abkommen mit Peru steht angeblich kurz vor dem Abschluss.

Wir hätten uns erhofft, dass wir hier in Madrid robuste Marktregeln verabschieden können.
Autor: Franz PerrezLeiter der Schweizer Verhandlungsdelegation

NGOs haben auf multilateralen Weg gehofft

Für Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace oder den WWF stehen diese Marktmechanismen nicht zuvorderst. Patrick Hofstetter, Klimaschutz-Experte beim WWF Schweiz, ist aber enttäuscht von der Konferenz in Madrid.

«Der WWF und die Zivilgesellschaft sind schockiert über die mangelnden Fortschritte an der Klimakonferenz. Selbst minimalste Hoffnungen wurden enttäuscht. Wir sind davon ausgegangen dass Grossemittenten wie die USA, China, Indien, Brasilien, Japan, Australien endlich Signale geben, dass sie bereit sind, ihre Klimaziele zu verschärfen. Stattdessen wurde blockiert, wo es nur möglich ist.»

Selbst minimalste Hoffnungen wurden enttäuscht.
Autor: Patrick HofstetterKlima-Experte WWF

Jetzt mit gutem Beispiel vorangehen

Die Kluft zwischen dem, was die Politik unternimmt, und dem, was die Wissenschaft für nötig hält, um eine Klimakatastrophe zu verhindern, nehme groteske Züge an, meint Patrick Hofstetter.

Nun müssten einzelne Länder vorangehen und: «Die technologische Entwicklung vorantreiben, zeigen, wie man aussteigt aus Kohle, Öl und Gas Schweden und Dänemark haben sich dieses Ziel bereits gesetzt, das zeitnah zu erreichen. Die Schweiz muss hier nachziehen.»

In ihrem eigenen Interesse, aber auch in demjenigen der Länder, die am stärksten leiden unter der Erderwärmung, obschon sie am wenigsten Schuld daran tragen.

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