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Nach Sturm «Florence» Zahl der Toten an US-Ostküste steigt

  • Der Südosten der Vereinigten Staaten kämpft nach dem Sturm «Florence» mit enormen Fluten.
  • Diese sollen noch schlimmer werden.
  • Die Zahl der Todesopfer steigt weiter an. Nach einer Zählung des US-Senders CBS sind inzwischen 31 Menschen in den drei Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und Virginia an den Folgen des Unwetters gestorben.
Legende: Video «Florence» ist langsam – und drum gefährlich abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.09.2018.

Grosse Teile der Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und inzwischen auch Gebiete im Süden Virginias sind überschwemmt. Sturmfluten im Atlantik haben die Pegel der Flüsse auf Rekordstände gebracht. Ihr Wasser drückt immer weiter ins Inland: Überflutungen wurden selbst aus der Stadt Fayetteville gemeldet, die rund 150 Kilometer landeinwärts liegt.

«Das Schlimmste steht noch bevor»

Der Bürgermeister der Stadt, Mitch Colvin, sagte: «Das Schlimmste steht uns noch bevor.» In einigen kleinen Gemeinden herrschte Sorge, dass die Orte ganz ausradiert und nie wieder aufgebaut werden könnten – wie es bereits 2016 nach Hurrikan «Matthew» an einigen Orten geschehen war.

Zahlreiche Strassen waren unpassierbar, Rettungskräfte holten Menschen mit Booten aus ihren überfluteten Häusern. Autofahrer mussten teils Umleitungen von hunderten Kilometern in Kauf nehmen. Die Behörden befürchteten, dass die Wassermassen über die Flüsse bis in die Mittelgebirge gedrückt werden und dort Erdrutsche auslösen könnten.

Andernorts gab es aber erste Anzeichen von Entwarnung. Das Nationale Hurrikan-Zentrum nahm seine Sturmwarnungen für weite Teile der Küste zurück. Am Flughafen des Urlauberortes Myrtle Beach wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen.

Am Freitag auf Land getroffen

«Florence» war am Freitagmorgen (Ortszeit) als Hurrikan der niedrigsten Kategorie 1 in North Carolina auf Land getroffen. Die Windgeschwindigkeiten schwächten sich dann weiter deutlich ab. Die Tücke an dem Sturm ist allerdings nicht die Windstärke, sondern die grosse Menge an Wasser, die er an die Küste getragen hat.

Ein Problem ist auch, dass der Sturm sehr lange über dem Küstengebiet verweilt. Er bewegte sich am Sonntag nur mit minimalem Tempo von zuletzt acht Kilometern pro Stunde vorwärts, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte. Die Region ist dadurch über lange Zeit starkem Regen ausgesetzt.

Eine Million Menschen ohne Strom

Nach Behördenangaben sind derzeit fast eine Million Menschen ohne Elektrizität. Der regionale Stromversorger Duke Energy hatte zeitweise mehr als 10'000 Fachkräfte im Einsatz, um die Stromversorgung wieder herzustellen. Die Experten können jedoch an vielen Orten erst aktiv werden, wenn die Fluten zurückgehen.

Die Behörden hatten hunderttausende Menschen entlang der Südostküste aufgerufen, sich vorsorglich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen – bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle waren dem Aufruf gefolgt. US-Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche in das Gebiet an der Südostküste reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Wo ist das Problem? In Amerika gibt's doch kein Problem. Donald Trump hat doch selbst gesagt er habe die besten Leute weltweit für dieses Problemchen zu lösen. Also keine Panik. Tote werde es keine geben. die 3000 Toten in Puerto Rico seien Fake News von den Demokraten in die Welt gesetzt. Es habe nur 16 Tote gegeben. Man erlaube mir zu lachen, wenn es nicht so tragisch wäre. Amerika, zum Glück habt ihr einen solchen tollen Präsidenten bei dem es keine Probleme gibt.
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Es ist fraglich, ob korrekt beschrieben wurde, was mit dem Wasser passiert. Zwar kann so ein Sturm auf dem Meer Sturmfluten vor sich her treiben, dass er jedoch Flüsse umdreht, und weit aufwärts fliessen lässt, ist eher nicht realistisch. Wahrscheinlicher ist, dass aufgrund der küstennah überall gestiegenen Pegel das Regenwasser vom Landesinneren her nicht mehr abfliessen kann. Oberflächlich kommt es zwar auf dasselbe heraus, aber beim Salzwassereintrag ins Erdreich findet sich der Unterschied.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Diese Naturgewalten kann der Mensch nicht verhindern. Die Überschwemmungen sollen sich bis 150 Kilometer ins Landesinnere ergossen haben. Was passiert mit den Wildtieren? Wohin können sie ausweichen? Sind sie dem Tod ausgeliefert. Was ist mit den Nutztieren in diesen Gebieten? Keiner der Medienberichte hat sich damit befasst, werden nur Bilder von Ortschaften, Meeresbuchten und Strassen gezeigt.
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