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Nachfolge von James Mattis Vize Patrick Shanahan übernimmt Amt des Verteidigungsministers

  • US-Präsident Donald Trump will den scheidenden Verteidigungsminister James Mattis bereits per 1. Januar ersetzen.
  • Im neuen Jahr soll der bisherige Vize-Verteidigungsminister Patrick Shanahan die Führung des Pentagons kommissarisch übernehmen.
Legende: Video Aus dem Archiv: James Mattis' Rücktritt wirft hohe Wellen abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.12.2018.

James Mattis hatte wegen Differenzen mit Präsident Donald Trump über den Abzug der US-Truppen aus Syrien seinen Rücktritt erklärt. Zugleich hatte er angeboten, noch zwei Monate auf seinem Posten zu bleiben. Nun teilte Trump auf Twitter die Nomination von Patrick Shanahan mit.

Er mache den «sehr talentierten Vize-Verteidigungsminister» Patrick Shanahan ab dem 1. Januar zum amtierenden Verteidigungsminister, teilte Trump am Sonntag auf Twitter mit. Ein Insider sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, Trump sei verärgert über das grosse Echo, welches Mattis' Rücktrittsbrief erhalten habe.

Anders als Mattis hat Shanahan nie in der US-Armee gedient. Den Grossteil seines bisherigen Berufslebens arbeitete er in der Privatwirtschaft. Er war mehr als drei Jahrzehnte lang Manager beim US-Flugzeugbauer Boeing, bevor er 2017 ins Pentagon wechselte.

Donald Trump sitzt neben Patrick Shanahan.
Legende: «Sehr talentiert»: Trump fand bereits Lob für seinen neuen kommissarischen Verteidigungsminister Patrick Shanahan. Reuters

Mattis hatte am Donnerstag auf Ende Februar seinen Rücktritt angekündigt. Er tat dies kurz nach Trumps umstrittener Entscheidung für einen Abzug aller 2000 US-Soldaten aus Syrien. In seinem Rücktrittsschreiben kritisierte Mattis Trumps Aussenpolitik und dessen Umgang mit Amerikas Alliierten im Zusammenhang mit dem überraschenden Rückzug aus Syrien.

Auch Brett McGurk tritt zurück

Wegen seiner Ablehnung eines schnellen und vollständigen Abzugs von US-Truppen aus Syrien gibt auch der US-Sondergesandte für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Brett McGurk, seinen Posten vorzeitig auf. Statt im Februar scheide er bereits am 31. Dezember aus dem Amt, teilte das Aussenministerium in Washington mit.

Trump äusserte sich verächtlich über diesen Rücktritt. McGurk war noch von Barack Obama eingesetzt worden. Trump kommentierte, die «Fake-News»-Medien machten eine grosse Sache aus diesem «nichtigen Ereignis». Er kenne McGurk nicht einmal. Frühere hohe Beamte in der ehemaligen Regierung Obama werteten es als Armutszeugnis, dass Trump seinen bedeutenden Sondergesandten nicht kenne.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Alle glauben den Medien, dass Mattis nur gegangen sei, da er nicht mit dem Rückzug der Truppen einverstanden war. Das wird durch die Lügen-Presse verbreitet. Tatsächlich wäre Mattis bald altershalber abgetreten + will deshalb im richtigen Moment, während des Strategiewechsels einen neuen Mann übernehmen lassen. Dass das meiste von Donald Trump richtig, logisch und für Amerika gut ist, wollen vor allem die Linken "Sozis" einfach nicht zugeben. Man will ja auch in Europa die Patrioten verhindern.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Patriotismus ist die Vorstufe zum Nationalismus. Beides gehört ins Mittelalter. Anhänger solcher Tendenzen wollen eine Verbesserung der globalisierten Welt verhindern, und schüren Ängste weil sie selber Angst vor neuen Wegen haben. Die Zeit lässt sich aber weder anhalten, noch zurück drehen. Anstatt an überholten Dingen festzuhalten, mache ich mir lieber Gedanken, wie man etwas verbessern kann. Und zwar nicht nur zum eigenen Vorteil!
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Das Personal kommt und geht. Es erübrigt sich jeglichen Kommentar über diesen Menschen Trump. Ein Armutszeugnis für Amerika ein solchen Präsidenten zu haben. Unfähig in jedem Bereich.
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    1. Antwort von Christoph Fischer (Christoph Fischer)
      betrachten sie es wie einen trainerwechsel im fussballclub, die aufstellung wird geändert um die erfolglose mannschaft vor der nächsten niederlage zu beschützen. die syrische armee hat die luftüberlegenheit zurück (s300 in betrieb) und somit ist die versorgung der truppen aus der luft nicht mehr gewährleistet. sogar die israelis halten ihre bomber zurück. jedoch trump als deppen hinzustellen ist einfacher als fakten zu recherchieren, und ist dem publikum genehmer.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Die USA haben einen niveaulosen Präsidenten.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Ein guter US-Präsident ist einer, der es schafft, das Blutvergiessen durch die USA auf ein Minimum zu halten. Das ist der Massstab, der bei dieser Nation anzuwenden ist. Alles andere ist zweitrangig.
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