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New-Start-Abkommen Abrüstungsvertrag: Russland ist zu Zugeständnissen bereit

  • Russland ist bereit, den USA in Zusammenhang mit dem Abrüstungsvertrag entgegenzukommen.
  • Moskau teilte mit, die Zahl der Nuklearsprengköpfe für ein Jahr «einzufrieren».
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Aus dem Archiv: USA und Russland ringen um Atomwaffen-Vertrag
03:20 min, aus Echo der Zeit vom 18.08.2020.
abspielen. Laufzeit 03:20 Minuten.

In die schwierigen Verhandlungen um eine Verlängerung des letzten grossen atomaren Abrüstungsvertrags zwischen den USA und Russland ist Bewegung gekommen. Nachdem sich Moskau zu Zugeständnissen bereit erklärte, teilte das US-Aussenministerium mit: «Die USA sind bereit, sich unverzüglich zu treffen, um ein überprüfbares Abkommen zu schliessen.»

Einfrieren für Verlängerung des Abkommens

Moskau stellte am Dienstag in Aussicht, die Zahl der Nuklearsprengköpfe ein Jahr lang «einzufrieren». Sollte das New-Start-Abkommen zunächst um zwölf Monate verlängert werden, werde Russland diese politische Verpflichtung eingehen, teilte das Aussenministerium in Moskau mit. Dies sei aber nur dann möglich, wenn die USA nicht «zusätzliche Forderungen» stellten.

Der sogenannte New-Start-Vertrag über die Begrenzung von Atomwaffen läuft Anfang Februar nächsten Jahres aus. Wladimir Putin hatte am Freitag die Verlängerung des Abkommens vorgeschlagen, damit die Zeit für weitere Verhandlungen genutzt werden könne. Die USA lehnten das am Freitag umgehend ab und verlangten ein Einfrieren der Zahl der nuklearen Sprengköpfe.

Begrenzung der Kernwaffen

Der New-Start-Vertrag begrenzt die russischen und amerikanischen Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Falls der Vertrag nicht verlängert oder keine Vereinbarung geschlossen würde, gäbe es erstmals seit Jahrzehnten kein Abkommen mehr, das den Bestand an strategischen Atomwaffen begrenzt.

Die beiden Länder besitzen zusammen etwa 90 Prozent der weltweiten atomaren Waffen. Russland möchte den Vertrag verlängern, hatte jedoch zuletzt kaum noch Chancen dafür gesehen, unter anderem wegen der bevorstehenden US-Präsidentenwahl.

SRF 4 News, 20.10.2020, 16:30 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Gut so.... (und macht dann genau was es will, wie die Anderen...urgh)
  • Kommentar von Paul Graber  (PG)
    Ich bin ein Kind des kalten Krieges und damals waren alle froh, dass sich die USA und die Sowjetunion auf einen Abbau der Mittelstreckenwaffen geeinigt hatten. War total geschockt, als Trump den Vertrag aufgelöst hatte. Denn diese Waffen bedrohen nicht die USA sondern Europa. Ich hoffe sehr, dass dieses Übel von dieser Welt verschwindet, denn es ist eine sehr reale Bedrohung für alle. Am 26.09.83 hat Stanislav Petrov der Mann der die Welt rettete, entgegen allen Befehlen den Abschuss verhindert
  • Kommentar von Benjamin Knie  (Bennel)
    Bei so vielen Sprengköpfen ist die ganze Welt zerbombt, was allein schon Russland und Amerika besitzen. Für mich sind alle Sprengköpfe ein no go, weil keine auf dieser Erde existieren dürften, da kein natürlicher Mensch der Welt mit Macht umgehen kann, das zeigt uns die Geschichte und die Gegenwart. Der Tag kommt an dem sie eingesetzt werden und die Erde in Schutt und Asche legen inklusive den Herrschern.
    1. Antwort von Robert Frei  (RFrei)
      Und, was soll ich jetzt tun?
    2. Antwort von Andrea Oswald  (Hu?)
      Ich vermute ja, dass sich heutzutage mit Abstand am meisten gefährliche "Sprengköpfe" in Online-Foren tummeln...

      Davon abgesehen, ich stehe ein für ein friedliches Miteinander. Darum: Menschen die Waffen einsetzen, egal welcher Art unterstüzte ich nicht. Ob mit Atomen oder mit Worten getötet wird - Leid verursachen sie alle.