Zum Inhalt springen
Inhalt

International Obama will die Nato-Partner beruhigen

US-Präsident Barack Obama hat vor seiner letzten Auslandsreise im Amt den militärischen Partnern in Europa Kontinuität in Aussicht gestellt. Er sei zuversichtlich, dass es keine Abschwächung in den Beziehungen innerhalb der Nato geben werde.

Legende: Video Barack Obama äussert sich öffentlich zu Trump abspielen. Laufzeit 01:09 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 15.11.2016.

US-Präsident Barack Obama hat versucht, seine Nato-Partner zu beruhigen.

Sein designierter Amtsnachfolger Donald Trump habe in einem Gespräch mit ihm «grosses Interesse am Erhalt der strategischen Kernbeziehungen geäussert», sagte der nach acht Amtsjahren am 20. Januar scheidende US-Präsident.

Trump hatte im Wahlkampf die Nato-Beziehungen mehrfach in Frage gestellt.

Pragmatiker Trump

Obama sagte zu seiner Begegnung mit Trump in der vergangenen Woche: «Wir hatten eine herzliche Unterhaltung. Das hat mich zu einem gewissen Grad überrascht, denn natürlich ist er jemand, der sehr gesellig ist, der die Dinge gerne aufmischt. (...) Ich glaube nicht, dass er ideologisch ist. Ich denke, letzten Endes ist er pragmatisch.»

Dieses Amt hat eine Art, dich aufzuwecken.
Autor: Barack Obama

Er sei sich sicher, dass Trump versuchen werde, der Präsident aller US-Bürger zu sein, sagte Obama. Trump meine es ernst damit, ein gutes Staatsoberhaupt zu werden.

Obama forderte seinen Nachfolger zu «Zeichen der Einigkeit» auf. Nach dem erbitterten Wahlkampf seien diese nun nötig.

Weiter legte Obama seinem designierten Nachfolger nahe, über dessen Charakter nachzudenken: «Es gibt bestimmte Teile seines Naturells, die ihm nicht gut tun werden, solange er sie nicht anerkennt und korrigiert», sagte er.

Merkel als engste Verbündete

Obama bezeichnete in seiner Rede zudem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als die engste Verbündete seiner Präsidentschaft.

Er freue sich auf seine bevorstehende Reise, sagte Obama im Weissen Haus vor Journalisten.

Im Anschluss wollte der scheidende Präsident nach Griechenland aufbrechen. In Berlin wird Obama am Mittwochabend erwartet.

Für bessere Beziehung

Russlands Staatschef Putin und der künftige US-Präsident Trump haben sich in einem ersten Telefonat für bessere Beziehungen zwischen ihren Ländern ausgesprochen. Beide seien sich einig gewesen, dass das gegenwärtige Verhältnis unzufriedenstellend sei, teilte der Kreml mit.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die Wahl Trumps wird die unter Obama aufgebauten Spannungen gegen Russland entschärfen. Nach der Wahl von Trump stimmt die Nato-Führung laut Reuters "mildere Töne" gegenüber Moskau an. "Russland ist unser grösster Nachbar, Russland bleibt und es ist insbesondere dann wichtig, im Dialog zu bleiben, wenn die Spannungen größer werden und man verschiedenen Herausforderungen im Sicherheitsbereich gegenübersteht", sagte Jens Stoltenberg am Dienstag in Brüssel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Im Gespräch mit Obama ... will Trump die Obamacare nicht mehr ausradieren, die NATO nicht bodigen ... wieso regiert nicht Obama als Berater einfach weiter? Wäre das Beste für Trump, die USA und die Welt ;-) (über Demokratie diskutieren wir in vier Jahren wieder! ;-) ;-) )
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Wollen wir hoffen, dass es so sein wird. Klartext: Ohne die NATO wäre als bestes Beispiel das Baltikum von den Russen genauso wie die Krim-Halbinsel schon längst wieder "befreit" und "heimgeholt" worden. Wer glaubt, Schirinowskis Grossrussland-Träume seien vorbei, irrt sich gewaltig. Kein Geringerer als Putin hat im Krisenjahr 2014 gesagt, seine Truppen könnten an einem einzigen Tag schon in Riga stehen...und er hatte Recht. Ein gesundes Misstrauen gegenüber RU ist also immer gut.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die NATO kostet der USA sicherlich viel Geld durch ihre Stationierungen. Doch ein Teil wird direkt abgegolten (der beschütze Staat zahlt dafür). Oder wie z.B. in DE oder JP kann die NSA/CIA praktisch ungehindert spionieren. Wirtschafts-Spionage ist extrem lukrativ und garantiert der USA stets einen Technologievorsprung. Ein Untersuchungskommission in DE musste beschließen, dass man die USA spionagetechnisch nicht behindern darf. Die Souveränität DE's ist eben vertragsmäßig eingeschränkt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      In D bezahlt der Steuerzahler sämtliche Unterhaltskosten der dortigen US-Truppen - inkl. deren Benzinverbrauch.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen