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Ölkatastrophe in Afrika Teil des Frachters vor Mauritius im Meer versenkt

  • Ein Teil des Frachters, der vor Mauritius auf Grund gelaufen war, ist versenkt worden.
  • Dabei handelt es sich um den vorderen, grösseren Teil, der zuvor an eine tiefere Stelle des Indischen Ozeans geschleppt worden war.
  • Die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte den Vorgang – die Biodiversität leide und der Ozean werde mit Schwermetall-Gifstoffen verschmutzt.
Video
Aus dem Archiv: Öltanker vor Mauritius bricht auseinander
Aus News-Clip vom 15.08.2020.
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Die Versenkung des havarierten Frachters «Wakashio» sei am Montagnachmittag (Ortszeit) abgeschlossen worden, sagt Regierungsberater Ken Arian der Deutschen Presse-Agentur.

Das 300 Meter lange Schiff aus Japan war vor gut vier Wochen auf einem Korallenriff vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Nachdem ein Tank gerissen war, strömten rund 1000 Tonnen Treibstoff in die Lagune vor Pointe d'Esny.

Kurz darauf war das Schiff in zwei Teile zerbrochen, woraufhin der vordere und grössere Teil des Frachters zu einer tieferen Stelle des Ozeans gezogen und versenkt wurde.

Auch Greenpeace teilt mit, dass die Versenkung des Hauptteils des japanischen Schiffes nun abgeschlossen sei. Die Umweltorganisation hatte den Plan schon vorab kritisiert.

Kapitän und Offizier festgenommen

«Dieses Schiff zu versenken würde die Biodiversität bedrohen und den Ozean mit grossen Mengen Schwermetallgiftstoffen verschmutzen», hatte Greenpeace Mitte August gewarnt.

Die Regierung von Mauritius spricht von der schlimmsten Umweltkatastrophe, die die Insel je erlebt habe. Der Kapitän und der Nautische Offizier des Frachters wurden mittlerweile festgenommen.

SRF 4 News, 25.08.2020, 05.30 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Wird der Schiffseigner zur Rechenschaft gezogen?
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Ich werde es nie verstehen, dass Schiffswracks heute noch in den Ozeanen versenkt werden anstatt sie zu bergen. Die Meere werden mit Schwermetall- und Gifstoffen verschmutzt. Das kann es doch nicht sein. Vom Flugzeug bis zum Kriegsschiff – es wird viel im Meer versenkt. Auch vor Bahrains Küste liegt eine Boeing vom Kriegsmaterial (Schrott und Bomben) aus den Weltkriegen ganz zu schweigen. Der Mensch tut alles um die Biodiversität sei es auf Land und im Wasser zu vernichten.
    1. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      Bedenklich ist insbesondere die frühere Entsorgung des Schweizer Atommülls in den Ozeanen.
      Ein Schiffswrack besteht insbesondere aus Eisen und das dient als Nährboden für kleine Lebewesen, sonst würde z.B. die Titanic nicht so schnell zerfallen.
    2. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Warum auch nicht. Versenken wir doch gleich alles, das Probleme macht im Meer. Das Meer und die Natur hat eben keine Lobby und wehrt sich dann, wenn es für die Menschen zu spät ist.
  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Nicht nur die Bioversität ist in Gefahr: Da wird mit grösstem Aufwand Eisenerz abgebaut und dieses mit viel Energie in Stahl umgewandelt und man lässt hier hunderte Tonnen reinsten Stahls im Meer versinken. Und ich rezikliere Blechdosen etc...
    1. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      Der enorme Energieaufwand um zehntausende Tonnen eines versinkenden Wracks an Land zu schleppen, muss hier auch berücksichtigt werden. Bezüglich der Nicht-Versenkung der Ölplattform Brent Spar in den 1990ern haben Wissenschaftler später folgendes festgestellt: Für Mikroorganismen auf dem Meeresboden wäre die Versenkung der Brent Spar sogar vorteilhaft gewesen und man hätte stattdessen besser die dringendsten Umweltprobleme, etwa die Überfischung der Ozeane, berücksichtigen müssen.
    2. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      Es ist etwas wie mit den Plastiksäcklein. Die Leute fahren SUV und haben 80 kg Ölprodukt im Tank aber verzichten auf 0.01 kg Plastiksack und meinen sie hätten so die Umwelt gerettet, obwohl die 0.01 kg Plastiksack in den KVA in Energie umgewandelt werden. Dass sie mit dem SUV indirekt auch für Ölkatastrophen und dem CO2-Ausstoss verantwortlich sind, welches die Korallenriffe wegen der Übersäuerung und Erwärmung der Meere vernichtet, ignorieren sie auch gerne. Schuld sind immer die anderen.
    3. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Das hat damit zu tun, dass wir Menschen nicht gut eingerichtet sind um solche Wracks korrekt zu entsorgen. Es ist eine Katastrophe, dass es überhaupt erlaubt ist, solche Gefährte auf den Meeren fahren zu lassen, so lange die Entsorgung nicht geregelt ist. Die Schlepper-Energie ist da vernachlässigbar gering. Es geht darum, dass bei nicht sachgerechter Abwrackung (wie Brent Spar) mehr Schäden entstehen als beim Versenken. Bei korrektem Abwracken wären die Schäden hingegen gering.
    4. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      Herr Reuteler.
      Brent Spar wurde korrekt abgewrackt, weil diese Plattform ja nicht am Versinken war (sie hatten ja alle Zeit der Welt um die Abwrackung zu Organisieren) und trotzdem haben nachträgliche Studien ergeben, dass das Abwracken gegenüber dem Versenken bezüglich der Umweltentlastung eigentlich kontraproduktiv war.
      Wenn Sie ein Wrack, dass bereits mit Wasser gefüllt ist, 'retten' wollen ist der Material und Energieaufwand enorm. Das 'Entsorgen' der Costa Concordia kostete $2 Mrd.