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Oft ist Partner Täter 87'000 Frauen Opfer tödlicher Gewalt

  • Familienangehörige oder Partner töteten gemäss einer Studie der UNO 2017 rund 50'000 Frauen und Mädchen.
  • Insgesamt starben innerhalb eines Jahres weltweit 87'000 Frauen durch ein Tötungsdelikt.
Legende: Video Aus dem Archiv: Sexuelle Übergriffe sind ein Gesellschaftsproblem abspielen. Laufzeit 03:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2019.

Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien hervor. «Viele werden von ihren aktuellen oder früheren Partnern getötet, aber auch von Vätern, Brüdern, Müttern, Schwestern und anderen Familienmitgliedern wegen ihrer Rolle und ihres Rangs», stellt der Bericht fest.

Wenn es sich um Partner oder Ex-Partner handle, seien die Taten meist nicht spontan, sondern stünden am Ende einer langen Gewaltspirale. Unter den Motiven spielten Eifersucht und Angst vor der Trennung eine wichtige Rolle. Vergleichszahlen von 2012 legten nahe, dass die Zahl der Opfer leicht steige, hiess es.

464'000 Menschen Opfer von Tötungsdelikten

Beim Vergleich der Kontinente fällt auf, dass sich die meisten Fälle tödlicher häuslicher Gewalt in Asien abspielen. Dort verzeichnete die UNO-Behörde im Jahr 2017 rund 20'000 von Partnern oder Familienangehörigen getötete Frauen und Mädchen. In Afrika wurden 19'000 Fälle gezählt, auf dem amerikanischen Kontinent 8000, in Europa 3000 und in Ozeanien 300.

Insgesamt wurden laut Bericht 2017 weltweit 464'000 Menschen Opfer von Tötungsdelikten. Durch Mord und Totschlag seien viel mehr Menschen gestorben als in allen bewaffneten Konflikten im selben Zeitraum. In diesen Konflikten verloren 89'000 Menschen ihr Leben.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Warum gleich Gewalt anwenden... das ist doch Zeichen der Hilfslosigkeit... Und wenn keine Loesung kommt... Trennen... tut zwar weh, aber lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Braucht zwar Mut.. tut aber gut!
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Dieser Bericht wird hier total falsch interpretiert. Wer wen, welches Geschlecht das andere getötet hat, ist doch völlig unwichtig! Tatsache ist, dass der Zweibeiner, ausgerüstet mit einem Denkapparat, 464'000 seiner Art abgemurkst hat - und diese ohne die Aktion, die wir Krieg nennen. Bedenklich! Wir, die vermeintlichen Herrscher auf der Kugel, sind unfähig, friedlich nebeneinander zu leben. Ergo wird es erst wirklichen Frieden geben, wenn Mutter Erde einen Nachfolger für uns ausgesucht hat.
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    1. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      Jeder Mord ist schrecklich, da haben Sie natürlich absolut recht. Geschlecht, Alter, usw. beeinflussen diese Tatsache nicht.
      Um Prävention zu ermöglichen, braucht es Untersuchungen zu den Hintergründen. Ohne Prävention bleibt nur das geschehene Verbrechen aufzuklären. Im obigen Artikel wird v.a. Bezug auf die Probleme der Frauen genommen. Weil diese Frauen ihre zukünftigen Mörder oft kennen, könnten die Morde verhindert werden, da diesen üblicherweise häusliche Gewalt voraus geht.
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  • Kommentar von C. D. Giger  (Chräbeli)
    Falls der Artikel hervorheben will, dass total zwar mehr Männer Opfer tödlicher Gewalt werden, jedoch die Frauen 82% der Mordopfer ausmachen, welche von ihrem Partner getötet werden, sollten die entsprechenden Zahlen genannt werden. So würde das Problem verständlich, welches daraus besteht, dass für Frauen die grösste lebensbedrohliche Gefahr von Familienmitgliedern und Partnern ausgeht. Wobei diese Taten oft auf bestimmten Hierarchievorstellungen innerhalb der Familie bzw. Beziehung fussen.
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    1. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      Der von SRF Zitierte Bericht findet sich hier:

      https://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/global-study-on-homicide.html
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    2. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Wobei diese Taten oft auf bestimmten Hierarchievorstellungen innerhalb der Familie bzw. Beziehung fussen.
      Der Mann ist das Oberhaupt der Familie.. so hat man es uns gelehrt.. das schließt aber gegenseitigen Respekt nicht aus.. Die Gruende sind manigfaltig, wobei wohl meist Frust und Hilfslosigkeit (zB Verlustangst/Eifersucht) die echten Taeter sind. Oder Stellvertreterhandlungen.. (Probleme am Arbeitsplatz etc)
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    3. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      Herr Nanni, meiner Generation wurde beigebracht, dass die Demokratie das Grundelement der Schweizer Gesellschaft ist. Oder wie es die Bundesverfassung ausdrückt (Art. 6): „Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach ihren Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei.“ Von Oberhäuptern steht da nichts.
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