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Paketbomben – erste Festnahme Trump: «Täter wird mit voller Härte bestraft»

Legende: Video Paketbomben: Mutmasslicher Täter gefasst abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.10.2018.
  • Die US-Behörden haben einen Mann in der Nähe von Miami verhaftet, der in Verbindung mit den verschickten Paketbomben stehen soll.
  • Der Verdächtiger ist eingeschriebenes Mitglied der Republikaner und bereits häufiger polizeilich aufgefallen.
  • Zuvor waren zwei weitere mutmassliche Paketbomben aufgetaucht, die an prominente Kritiker von Präsident Donald Trump adressiert waren.
Legende: Video In der Nähe von Miami wurde ein Verdächtigter verhaftet. abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.10.2018.

Nach öffentlich zugänglichen Informationen wurde der Mann während der vergangenen Jahre mehrfach festgenommen, unter anderem wegen einer Bombendrohung.

Auf dem Kleinbus des Tatverdächtigen sind einem von CNN verbreiteten Foto zufolge mehrere Aufkleber mit den Porträts von Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence angebracht. Auch ein Aufkleber mit der Aufschrift «CNN ist zum Kotzen» ist zu erkennen.

«Täter wird mit voller Härte bestraft»

Bei dem 56-Jährigen handelt es sich Angaben aus Sicherheitskreisen zufolge um den Hauptverdächtigen. Die Festnahme sei auf einem Parkplatz in Plantation im Bundesstaat Florida erfolgt.

Seine Fingerabdrücke seien auf einem der versandten Päckchen an eine Kongressabgeordnete gefunden worden, sagte FBI-Chef Christopher Wray an einer Medienkonferenz.

Der Mann wurde angeklagt, wie US-Justizminister Jeff Sessions an der Medienkonferenz sagte. Der Verdächtige muss sich unter anderem wegen des illegalen Versands von Sprengstoff sowie Drohungen gegen frühere Präsidenten verantworten. Insgesamt gab es fünf Anklagepunkte. Sollte er für schuldig befunden werden, drohen ihm 48 Jahre im Gefängnis.

Trump twitterte, der «‹Bomben›-Kram» schade dem Wahlkampf seiner Republikaner. Am 6. November findet die Kongresswahl statt. Trump sagte am Abend, er sei über die Festnahme informiert worden. Der Täter werde mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft, kündigte er an.

Baupläne aus dem Internet

In Kreisen der Ermittler hiess es, die Baupläne für die Sprengsätze stammten aus dem Internet. Mehrere trügen als Absender die Adresse des Büros der demokratischen Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz in Florida. Sie war bis 2016 auch Vorsitzende des Democratic National Committee, der nationalen Organisation der Demokraten.

«Es ist nach wie vor möglich, dass weitere Pakete geschickt wurden oder werden», sagte FBI-Vizechef William Sweeney. Landesweit seien Hunderte Ermittler mit dem Fall befasst.

Nummer elf und zwölf heute aufgetaucht

Am Freitag sind zwei weitere mutmassliche Briefbomben aufgetaucht, die an prominente Kritiker von Präsident Donald Trump gerichtet waren. Eine davon war an den früheren Nationalen Geheimdienstdirektor James Clapper adressiert, wie der Sender CNN am Freitag meldete. Die zweite war nach Angaben der Bundespolizei FBI für den Senator Cory Booker von den oppositionellen Demokraten bestimmt.

Die verdächtige Sendung an Clapper trug die Adresse des New Yorker Sitzes von CNN, wie der Fernsehsender berichtete. Clapper tritt bei dem Trump-kritischen Medium als Experte auf. Die New Yorker Polizei teilte zunächst lediglich mit, dass sie wegen einer verdächtigen Sendung zu einer Poststelle gerufen worden sei, die nahe der CNN-Büros im Stadtteil Manhattan liegt.

Verletzt wurde niemand. Auch war weiter unklar, ob die in grossen Briefumschlägen enthaltenen Apparaturen tatsächlich funktionsfähig waren.

Legende: Video Paketbombe elf und zwölf aufgetaucht abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 26.10.2018.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Ich Glaube nicht das es Einfluss haben wird auf die Wahlen. Die Trump Wähler wird das nicht erschüttern, das ist einfach eine traurige Tatsache. Wieso soll sie das erschüttern wenn sie die vielen unsäglichen Aussagen von Trump einfach hingenommen haben und damit Quittiert haben. Sie haben sich von der Aussage von Trump, er würde jemand in mitten NY erschießen können und seine Fans würden hinter ihm stehen, nicht irritieren lassen, wieso sollten sie da plötzlich anders denken?
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Röthenmund: Was Trumps-Hardcorefans angeht haben Sie sicher recht. Aber ich halte es für möglich dass wenn die Demokraten sich richtig anstrengen und auch unentschlossene Wähler gewinnen können es reichen würde um das Ruder auf die richtige Seite zu bringen.
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    2. Antwort von L. Drack (samSok)
      Herr Röthenmund, ich teile ihre Befürchtung nicht, schliesslich hatte der Typ ja noch nie die Mehrheit der USBürgerInnen hinter sich... die baldigen Midterms können da durchaus schon erste Zeichen setzen.
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    3. Antwort von Samuel Nogler (semi-arid)
      Trump steht bei diesen Wahlen gar nicht zur Wahl, also bitte wieder abreagieren. Es geht nur um die Wahl von Parlamentsabgeordnete, von denen selbst viele Republikaner mit Trump nicht alzuviel gemeinsam haben.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    In Ergänzung: Und dann dieses ohnmächtige Wahlsystem: Es regiert ein Präsident, der weniger Stimmen gemacht hat als Clinton, die etwas weniger schlimme als Trump. In einer modernisierten Demokratie wäre so etwas praktisch nicht möglich. Majorz ist Majorz, basta! Und nicht diese antiquierten Elektorenscharen.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr von Känel ein sauberes Mayorzsystem kann man nicht Steuern, da gewinnt der mit mehr Stimmen, das Amerikanische System kann man aber so drehen wie man es braucht und es wird auch Praktiziert siehe Pennsylvania das nun die von den Republikaner veränderte Einteilungen der Bezirke wurde von einem Gericht Rückgängig gemacht, das wird bei den Wahlen fürs Repräsentantenhaus in diesem Staat wichtige Veränderungen geben.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Unglaublich, diese Oberflächlichkeit und Egomanie von Trump, wenn er twitterte, der «‹Bomben›-Kram» schade dem Wahlkampf seiner Republikaner. Als ob dies das grosse Problem sei. Nein, hier geht es um Menschenleben, die direkt bedroht waren (und vielleicht noch sind). Eines der grossen Probleme der USA ist, dass die asozialen Republikaner und die etwas weniger schlimmen Demokraten sich fast bis aufs Blut bekämpfen. Der eine macht den anderen kaput - zu Lasten vor allem der ärmeren Bevölkerung.
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