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Politische Gefangene Verschärfte Haft für Schweizerin in Belarus

Ein Gericht in Belarus hat die 51-jährige Natalia Hersche am vergangenen Freitag zu Verlegung in ein Gefängnis verurteilt, welches für noch härtere Haftbedingungen berüchtigt ist.

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Aus dem Archiv: Angehörige kämpfen für Freilassung
Aus 10 vor 10 vom 08.02.2021.
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Vor Gericht war der Anwalt von Hersche nicht anwesend. Es ist unklar, ob der Entscheid angefochten werden kann. Gegenüber SRF erklärte Gennadi Kasjan, der Bruder von Hersche, dass er durch einen Anruf auf dem Sekretariat des Gerichts vom Urteil erfahren habe. Die Gründe für die Verurteilung sind unklar. Die Angehörigen warten auf Rückmeldung vom Leiter der Strafkolonie in Gomel, in welcher Hersche bisher inhaftiert war. Persönlich vermutet Kasjan, dass seine Schwester verurteilt wurde, weil sie sich weigerte ein Schuldeingeständnis zu unterzeichnen.

Das sagt das EDA

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Auf Anfrage von SRF schreibt das EDA: «Das EDA hat Kenntnis davon, dass Frau Hersche von Gomel in das Gefängnis in Mogiljow verlegt worden ist. Die Schweizer Botschaft in Minsk unterstützt Frau Hersche weiterhin im Rahmen des konsularischen Schutzes, ein Besuch in Mogiljow ist vorgesehen. Anlässlich dieses Besuchs sollen auch die Haftbedingungen überprüft werden. Frau Hersche wurde seit ihrer Verhaftung elfmal besucht, das letzte Mal am 27.7.2021.»

Laut Informationen von SRF wartet die Schweizer Botschaft in Belarus auf Erlaubnis von den Behörden Hersche im Gefängnis in Mogiljow besuchen zu können. Ein ehemaliger Insasse des Gefängnisses in Mogiljow schilderte nach seiner Freilassung, dass er während seiner Haft nur während drei Monaten im Jahr Sonne gesehen habe. Hersche ist seit mehr als einem Jahr in Belarus in Haft. Nach ihrer Festnahme an einer friedlichen Demonstration wurde sie im Dezember zu 2.5 Jahren Haft verurteilt.

Legende: Natalia Hersche (Mitte) an einer Demonstration in Minsk im September 2020. Wenig später wurde sie an dieser Stelle verhaftet. SRF
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18 Kommentare

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  • Kommentar von Beat R. von Wartburg  (Beat R. von Wartburg)
    Da geht es nur um Lösegeld und um gar nichts anderes. Mit Recht und Gerechtigkeit hat das nichts zu tun. Die Eidgenossenschaft wäre blöd, wenn sie mit den belarussischen Schergen einen finanziellen Deal aushandelte.
  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    "Vor Gericht war der Anwalt von Hersche nicht anwesend. "
    Wie geht den das mit den Menschenrechten zusammen?

    Wie steht es da mit:
    Artikel 8 – Anspruch auf Rechtsschutz
    Artikel 9 – Schutz vor willkürlicher Verhaftung und Ausweisung

    Ohne Rechtbeistand dürfte sie gar nicht verurteilt werden
  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Die Kommentare sind teilweise weltfremd. Was glauben Sie interessiert Lukashenko was er da mal unterschrieben hat? Wissen Sie wieviele Menschen z.B. in der ehem. DDR ins Kittchen kamen obwohl man damals Helsinki unterschrieben hatte? Leider hat die Dame, in guter Absicht, den falschen Weg gewählt. Wieder einmal schlägt die doppelte Staatsbürgerschaft zurück. Den Hinweis auf Stadler-Rail halte ich nur für mehr als weltfremd.