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Politische Krise in Venezuela Trump ruft Militär zur Abkehr von Maduro auf

Legende: Video US-Präsident Trump: «Wir wollen die venezolanische Demokratie wiederaufbauen.» abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.02.2019.
  • US-Präsident Donald Trump hat den Militärspitzen in Venezuela mit Konsequenzen gedroht, sollten sie Staatschef Nicolás Maduro weiter unterstützen.
  • Dies sagte Trump am Montag in Miami – vor einem Publikum aus grösstenteils venezolanischen und kubanischen Einwanderern.
  • Er forderte die Armee auf, die an der Grenze bereitstehenden Hilfslieferungen ins Land zu lassen.

«Wenn ihr euch für diesen Weg entscheidet, werdet ihr keinen sicheren Hafen finden und keinen Ausweg. Ihr werdet alles verlieren», sagte Trump an die Adresse der venezolanischen Militärs, die noch an der Seite Maduros stehen.

Trump forderte, Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Das humanitäre Desaster müsse ein Ende haben, mahnte er. An die Adresse der Unterstützer des Maduro-Regimes sagte der US-Präsident: «Beendet diesen Alptraum von Armut, Hunger und Tod.»

Der US-Präsident betonte, die USA «wollen einen friedlichen Machtwechsel, aber alle Optionen sind offen.» Die US-Regierung schliesst seit Wochen explizit nicht aus, im Zweifel auch militärisch in Venezuela einzugreifen, falls Maduro nicht freiwillig abtreten sollte.

Machtkampf dauert seit Wochen

In Venezuela tobt seit Wochen ein Machtkampf zwischen der Opposition und der sozialistischen Regierung. Parlamentschef Juan Guaidó hatte sich am 23. Januar selbst zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert.

Juan Guaidó vor seinen Anhängern
Legende: Der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó kann auf die Unterstützung Trumps zählen. Keystone

Das erdölreichste Land der Welt leidet unter einer Versorgungskrise. Viele Menschen hungern, in den Krankenhäusern fehlt es an Medikamenten und Material. Seit mehr als einer Woche stehen an der Grenze Kolumbiens zu Venezuela Lastwagen mit Hilfsgütern bereit. Das venezolanische Militär lässt sie auf Geheiss Maduros aber nicht passieren. Maduro hält die humanitäre Hilfe für einen Vorwand für eine militärische Intervention und will sie nicht ins Land lassen.

Fakten und Daten zu Venezuela

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas F. Koch (dopp.ex)
    Wehe, wenn sich Ausländer in die eigenen Präsidentschaftswahlen einmischen. Genauso Schizophren wie, selber die Demokratie mit Füssen treten, aber grossartig Demokratie in andere Länder bringen wollen. Was dabei rauskommt, wenn die USA Demokratie in die Welt trägt, wurde uns über die letzten Jahrzehnte wiederholt gezeigt. Wenn es ums Öl geht, hat Trump eine klare Haltung, America first. Er sagte, dass sie die irakischen Ölfelder als US Eigentum hätte behalten sollen, wenn man schon mal da war.
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  • Kommentar von Ursula Keller (Note)
    Man nehme englisch- oder deutschsprachige Zeitungsberichte von 1999 bis 2002 nach der Machtübernahme von Chavez und bis zum versuchten Putsch gegen ihn hervor. Dieselben Drohungen, dieselben Bashing-Stichworte. Alle paar Jahre mal wieder (dazwischen noch einige andere Länder, um es dem Leser nicht allzuu langweilig zu machen). In Miami? Ist das nicht da, wo die geflohenen Eliten seit den 50ern mit Segen der CIA die Terroranschläge in Südamerika organisieren? Ich glaube schon...
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  • Kommentar von Andreas Beerli (swissneutro)
    Mir machen die kritischen Kommentare, und Zustimmungswerte, hier wenigstens etwas Hoffnung. Es hilft den Menschen dort zwar nichts, was wir darüber denken. Venezuela ist schon seit längerem durch Sanktionen im Würgegriff. Jetzt werden die ausländischen Guthaben sogar illegal auf andere Kanäle überwiesen! Von der jahrelangen "liebevollen Umarmung" ist in all grossen Medienanstalten im deutschen Raum aber kaum die Rede. Verzweifelte Menschen werden gezeigt, aber warum diese herrscht, kein Plan.
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