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Präsidentschaftswahl in Peru Hängepartie in Lima

  • Nach Auszählung der Stimmen dürfte der Sozialist Pedro Castillo in Peru die Wahl vom vergangenen Sonntag gewonnen haben.
  • Das Wahlamt hat bisher jedoch niemandem zum Sieger erklärt, da noch einige Wahllisten mit Unregelmässigkeiten überprüft werden.
  • Die Differenz zwischen den beiden Kandidaten beträgt gerade einmal 60'000 Stimmen.
  • Die Entscheidung über den Sieg dürften nun Juristen fällen.
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Peruanische Präsidentschaftskandidatin soll in U-Haft
Aus Tagesschau vom 11.06.2021.
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Nach Auszählung aller Stimmen erhielt Castillo 50.17 Prozent der Stimmen. Die Rechtspopulistin Keiko Fujimori erlangte 49.82 Prozent.

Die beiden Kandidierenden

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Die Wahl war ein Kräftemessen der politischen Extreme: Fujimori steht für eine neoliberale Wirtschaftspolitik und eine Sicherheitsstrategie der harten Hand. In den vergangenen Jahren war sie wegen Korruptionsvorwürfen allerdings selbst mehrfach in Untersuchungshaft. Weil sie gegen Bewährungsauflagen verstossen habe, hat die Staatsanwaltschaft zuletzt erneut Untersuchungshaft gegen sie beantragt.

Der Dorfschullehrer Castillo von der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre hingegen will im Fall eines Wahlsiegs einen sozialistischen Staat aufbauen, die Medien stärker kontrollieren und das Verfassungsgericht abschaffen.

Sowohl Castillo als auch seine Konkurrentin haben wegen angeblicher Manipulationen beantragt, die Stimmen aus bestimmten Wahllokalen für ungültig zu erklären. Die Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hingegen erklärten, dass die Wahl ohne grössere Unregelmässigkeiten abgelaufen sei.

SRF 4 News, 12.06.2021, 04:00 Uhr.;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Peru: 5,5 Prozent der Männer sind Analphabeten, bei den Frauen ist der Anteil mit 17 Prozent wesentlich höher. Unter den bis 15-jährigen können rund ein Drittel nicht lesen und schreiben, bei einem Viertel aller Kinder reicht das Geld nicht, eine Schule zu besuchen. Viele von ihnen müssen schon früh, unter oft lebensgefährlichen Bedingungen, zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Offiziellen Schätzungen zufolge arbeiten in Peru zwei Millionen Kinder.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Keinem Land im
      Hinterhof der USA geht es so wirklich gut
  • Kommentar von Peter Belmi  (P.B.)
    Jedes Land soll die Regierung haben die es wählt. Aber dann auch mit den Konsequenzen leben. Ob das dem Ausland nun passt oder nicht
    1. Antwort von Alois Keller  (eyko)
      Vor allem die Indigenen fühlen sich, wie so oft, von der Regierung alleingelassen. Die Unzufriedenheit über mangelnde Gesundheitsversorgung und bereits länger schwelende Land- und Umweltkonflikte bricht sich erneut in Protesten Bahn. Ob diese armen Menschen wissen ob sie die richtige Wahl treffen? Bezweifle das. Die Regierung in Lima denkt vor allem an die grossen Unternehmen, nicht an Kleinbauern oder Genossenschaften – die werden meistens vergessen. Arme Peruaner!
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Die Frau neben Fujimori macht nicht gerade eine siegessichere Miene;-)