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Generalstreik für Separatistenführer
Aus SRF News vom 21.02.2019.
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Protest gegen Prozess Generalstreik legt Katalonien lahm

  • Aus Protest gegen den Separatisten-Prozess sind die Unabhängigkeitsbefürworter in Katalonien in einen Generalstreik getreten.
  • Betroffen sind vor allem öffentliche Verkehrsmittel sowie Spitäler und Apotheken.
  • Zu dem Ausstand unter dem Motto «Ohne Rechte gibt es keine Freiheit» hat die Gewerkschaftsföderation CSC aufgerufen.

Ziel ist es, Katalonien einen Tag lang lahmzulegen, um dem Ärger vieler Bürger über das Gerichtsverfahren Luft zu machen.

Seit dem 12. Februar müssen sich zwölf prominente Separatistenführer vor vor dem Obersten Gericht in Madrid verantworten, darunter frühere Minister und Aktivisten, die bei dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017 zentrale Rollen gespielt hatten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Rebellion vor. Den Angeklagten drohen langjährige Haftstrafen. Der frühere Regionalpräsident Carles Puigdemont steht nicht vor Gericht – er hatte sich ins Exil nach Belgien abgesetzt.

ÖV im Minimalbetrieb

Seit dem Morgen blockieren Demonstranten Strassen in verschiedenen Teilen der Region Katalonien. Die Polizei ist ausgerückt. Der öffentliche Fern- und Nahverkehr läuft – wie gesetzlich vorgeschrieben – mit Minimalbetrieb weiter.

Ein Demonstrant in Barcelona spielt Gitarre.
Legende: Ein Demonstrant verleiht seiner Forderung mit der Gitarre Ausdruck. Keystone

Grosse Kundgebung am Abend

In Barcelona waren während des Berufsverkehrs etwa 50 Prozent der öffentlichen Verkehrsmittel im Einsatz, bei den Regionalzügen fuhr nur ein Drittel planmässig weiter.

Am frühen Abend ist eine grosse Kundgebung in Barcelona geplant. Schon am vergangenen Wochenende waren in der Metropole Hunderttausende aus Protest gegen den Prozess auf die Strasse gegangen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann  (Harald_Buchmann)
    Nach Vorbild Kosovo sollte die EU ein unabhängiges Katalonien anerkennen.
  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Bin überzeugt, dass dies weltweit nur der Anfang ist. Es gibt Hunderte von Völkern, die eine Zwangsintergration durch stärkere Kontrahenten erleben mussten. Durch die weltweite individuelle Vernetzung und die zunehmende Entflechtung von Abhängigkeiten und der zunehmend eigenständigen Lebensgestaltung werden sich weitere Volksgruppen, welche sich nicht mit "fremden" staatlichen Vorgaben identifizieren, vermehrt auflehnen: Iren, Schotten, Tibeter, Südtiroler, Basken, Sarden, Korsen, Mongolen usw.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Europäische Regionen schliessen das andere nicht aus. Siehe Schweizer Bundesstaat.
    2. Antwort von A. Keller  (eyko)
      Auch wenn es hier um die Eigenständigkeit Kataloniens geht, ist in anderer Sache auch das Rahmenabkommen EU-Schweiz. Man will uns etwas aufzwingen, was wir gar nicht wollen. Abhängigkeit und Gesetzesübernahmen der EU nur für den Bilateralen Weg bzw. Handel. Das geht einfach zu weit.
  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Madrid hat mit diesen Klagen gegen die Separatisten halt doch eine politisch riesige Dummheit gemacht.