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Polizist schiesst Demonstranten an
Aus News-Clip vom 11.11.2019.
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Proteste in Hongkong Polizist schiesst Demonstrant in den Oberkörper

  • Bei Anti-Regierungsprotesten in Hongkong ist erneut ein Demonstrant von einem Polizisten angeschossen worden.
  • Wie Hongkongs Krankenhausbehörde mitteilte, befand sich der junge Mann in einem kritischen Zustand.
  • Die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» berichtete, der 21-Jährige sei am Montagmorgen in den Oberkörper getroffen worden.
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Aus dem Archiv: Die Behörden kriegen die Proteste nicht in den Griff
02:02 min, aus SRF 4 News aktuell vom 05.11.2019.
abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.

Auf einem in sozialen Netzwerken geteilten Video ist zu sehen, wie ein Polizist zunächst aus nächster Nähe seine Waffe auf einen Demonstranten richtet. Es kommt zu einem Handgemenge. Als von der Seite ein weiterer Demonstrant auf den Beamten zukommt, schiesst er auf diesen und feuert zwei weitere Schüsse in eine andere Richtung ab.

Mann angezündet

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Wie die «South China Morning Post» berichtete, wurde bei den Zusammenstössen ein Mann mit einer Flüssigkeit bespritzt und in Brand gesetzt, nachdem er einer Gruppe «Ihr seid keine Chinesen» zugerufen habe. Der Mann wurde demnach mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. Er sei in kritischem Zustand.

Die Polizei bestätigte den Vorfall und gab an, dass Beamte auch an zwei weiteren Orten in der Stadt am Montag ihre Dienstwaffen gezogen hätten. Verantwortlich dafür seien die illegalen Taten der «Randalierer» gewesen.

Dritter Vorfall bei Protesten

Seit dem Ausbruch der Anti-Regierungsproteste im Juni war es das dritte Mal, dass ein Demonstrant von der Polizei angeschossen wurde. Der Vorfall ereignete sich inmitten einer Welle neuer Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Polizei.

Die Protestierenden blockierten an mehreren Orten in der Stadt Strassen, legten Feuer und warfen mit Pflastersteinen. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein.

Keine Uni, kaum Nahverkehr

Mehrere Universitäten strichen am Montag den Unterricht. Auch der Nahverkehr wurde eingeschränkt. Die Proteste entzündeten sich erneut am Tod eines Studenten am Freitag. Der 22-Jährige war an seinen schweren Verletzungen gestorben, nachdem er vergangene Woche am Rande von Protesten von einem Parkhaus gestürzt war.

Auch am Wochenende war es in Hongkong erneut zu Ausschreitungen gekommen. Seit dem 9. Juni demonstrieren die Hongkonger gegen die eigene Regierung. Sie kritisieren einen wachsenden Einfluss der Pekinger Führung auf die ehemalige britische Kronkolonie. Immer wieder kommt es dabei zu schweren Zusammenstössen von Polizei und Demonstranten.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Wieso wird nicht berichtet, wie Demonstrierende einen Passanten angezundet haben? Mann hat versucht mit Studenten zu diskutieren und sie haben in mit eine Flüssigkeit gegossen und angezundet. Bei Vorfall welche SRF beschreibt handelt sich um Selbstverteidigung von Sichercheits Kräfte. Vor paar Tagen würden mehrere Lokal Politiker mit Messer angegriffen worden. Auch darüber wird nicht berichtet. Es ist Zeit, dass chinesische Armee Ordnung einführt.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Der Text wird gerade angepasst.
    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Ich habe leider auch die Befürchtung, dass die Demonstrationen einen unguten Verlauf nehmen und längst nicht mehr eine politisch nachvollziehbares Anliegen verfolgen. In weniger als einer Woche steht die Volksbefreiungsarmmee in der Stadt wenn nicht sofort etwas grundlegendes passiert.
    3. Antwort von David Fuchs  (kinglair)
      Glaubst du es wird nur aus Spass demonstriert?
      Die Hongkonger Polizei nimmt Kinder fest und verprügelt willkürlich Studenten. Gangs werden vom Staat angeheuert um friedlich protestierende Menschen zu jagen. Die Polizei dringt in Krankenhäuser ein um hilflose, verletzte Personen festzunehmen.

      Das Chinesische Social Credit System und die eklatante Repression wird bald die Zukunft des grossteils der Menschheit (in Asien) sein. Ich hoffe HongKong wird ein Wendepunkt in der Geschichte sein.
    4. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Hongkong wird kein Wendepunkt in der Geschichte. Da müsste erst in
      China der Zentralmacht, ein Umdenken stattfinden. Noch befinden sie sich in dem 50 Jahre Vertrag, aber dann ist restlos Schluss. Leider ! Deshalb finde ich auch die Entwicklung so gefährlich, wie der Chinese überall in
      Europa sich festsetzt.
    5. Antwort von Peter Imber  (Wasserfall)
      Klar Herr Stanic, und dann verschwinden wir in China Hunderte oder Tausende von Menschen, nur weil sie etwas kritisieren oder anderer Meinung sind. Oder wollen Sie verleugnen, dass das eine Tatsache ist?
    6. Antwort von Peter Imber  (Wasserfall)
      Herr Wüstner, sehr gut beschrieben. Teile Ihre Befürchtungen voll und ganz!