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Legende: Video Donald Trump bietet Hilfe im Hongkong-Konflikt abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.08.2019.
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Proteste in Hongkong Trump schlägt persönliches Treffen mit Xi vor

  • In der Hongkong-Krise hat US-Präsident Donald Trump ein persönliches Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping vorgeschlagen.
  • Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, Xi könne die Krise in Hongkong «schnell und menschlich lösen», wenn er das wolle.
  • Trump fügte hinzu: «Persönliches Treffen?» Konkretere Angaben zu einem möglichen Treffen machte er allerdings nicht.

Trump machte eine Einigung mit China im Zollstreit davon abhängig, wie sich das Regime in Peking gegenüber den Demonstranten in Hongkong verhält. China verliere «Millionen Jobs» an Länder, die nicht mit US-Strafzöllen belegt worden seien, schrieb Trump auf Twitter. «Tausende Unternehmen gehen.» China wolle «natürlich» ein Abkommen mit den USA. «Zuerst» solle die Führung in Peking aber «human» mit Hongkong umgehen, twitterte der US-Präsident.

Zuvor hatte sich die US-Regierung «zutiefst besorgt» angesichts von Berichten über chinesische Truppenbewegungen an der Grenze zu Hongkong gezeigt. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums erklärte, Washington fordere Peking «nachdrücklich» auf, das «hohe Mass an Autonomie» Hongkongs zu respektieren.

«Wir verurteilen Gewalt und fordern alle Seiten auf, Zurückhaltung zu üben», fügte er hinzu. Die Unterstützung der USA für die Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit in Hongkong sei «ungebrochen».

Darum wird protestiert

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Überblick über Strasse mit Polizei und Protestierenden.
Legende:Keystone

Die seit Wochen anhaltenden Demonstrationen richteten sich zunächst gegen ein geplantes Gesetz, das Auslieferungen an Festland-China ermöglicht hätte. Inzwischen haben sich die Proteste zu einer Bewegung gegen den wachsenden Einfluss Pekings in der Sonderverwaltungszone und für mehr Demokratie entwickelt.

China hatte London bei der Übergabe Hongkongs im Jahr 1997 zugesichert, dass in der ehemals britischen Kolonie Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit für mindestens 50 Jahre gewahrt blieben.

Furcht nimmt zu

Seit Wochen protestieren Demokratieaktivisten in der chinesischen Sonderverwaltungszone gegen die pekingtreue Regierung. Die Furcht vor einem militärischen Eingreifen Pekings nahm zuletzt zu.

Legende: Video Chinas Videobotschaft an die Protestierenden in Hongkong abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2019.

Chinesische Medien berichteten, dass die Volksbefreiungsarmee zahlreiche Militärfahrzeuge zu «Übungszwecken» in die südchinesische Metropole Shenzhen entsandt habe. Shenzhen liegt an der Grenze zu Hongkong. Auch Trump erklärte unter Verweis auf die US-Geheimdienste, Peking habe Truppen an die Grenze zu Hongkong geschickt.

In Hongkong hatte sich die Lage am Mittwoch nach zweitägigen Protesten und gewaltsamen Zusammenstössen am Flughafen vorerst beruhigt.

Daten und Fakten zur Sonderverwaltungszone

Grafik zeigt Karte, Fakten und Zahlen zu Hongkong
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9 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
    Zwei Sachen: Ich finde es daneben, wie ungefiltert diese Demonstranten in den Medien ein Plattform erhalten. Ein Hinterfragen des Tuns wäre angebracht.
    Wobei: Ein Fehler war, dass das Vereinigte Königreich seine ehemalige Kolonie ziehen liess. Im naiven Glauben, dass China auf Dauer den ausgehandelten Status Hong Kongs akzeptieren wird. Es wäre besser gewesen, Hong Kong wäre Kolonie geblieben. Wie eine ganze Reihe anderer Länder auch. Aber, wenn der Zeitgeist die Vernunft besiegt...
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    1. Antwort von Delmar Lose  (DeLo)
      Bist du dir bewust das HK bei vertrag für 100 Jahre von China "gepachted" wurde?
      Ich glaube zwar auch das es den HKern besser ginge noch unter der Britischen Flagge zu stehen aber vertrag ist vertrag, oder nicht?
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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Trump macht hier eine unglaubliche Verknüpfung: Entgegenkommen in einem Handelsstreit, wenn China in seiner Regionalpolitik gemäss Wunsch der USA handelt. Man stelle sich das Umgekehrte vor: dass eine Nation den USA vorschreibt wie es in Südamerika zu handeln hat als Bedingung für Verhandlungen zu Handelsfragen.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Seit der Übergabe Hongkongs an China Mitte 1997 wird die frühere britische Kolonie autonom regiert. Dazu gehört auch der Bereich der öffentlichen Sicherheit. Hongkongs Polizei und die anderen Exekutiv-Behörden der Stadt unterstehen also nicht Peking, sondern der Hongkonger Regierung. Hongkongs Regierungschefin Lam ist nicht frei gewählt. Sie wurde de facto von Chinas kommunistischer Zentralregierung eingesetzt. Massenproteste für die Freiheit, Presse - und Meinungsfreiheit sind verständlich.
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    1. Antwort von Delmar Lose  (DeLo)
      Richtig!
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