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Legende: Video Ein Gesicht in Hongkongs Protestbewegung abspielen. Laufzeit 04:02 Minuten.
Aus 10vor10 vom 16.08.2019.
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Proteste in Hongkong Um ihre Zukunft zu retten: Joey Siu organisiert ihre erste Demo

Joey Siu hat weder Zeit zum Schlafen noch für Freunde und Familie. Die 21-jährige Politikstudentin organisiert ihre erste Demonstration in Hongkong.

Sie ging bereits 2014 während der Regenschirm-Revolution auf die Strasse: «Ich habe realisiert, dass ich für mein Heimatland kämpfen muss.» Als 16-jährige Schülerin konnte sie aber wenig ausrichten.

Legende: Video Aus dem Archiv: Proteste Hongkong: Trump twittert Ratschlag abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.08.2019.

Die Studenten hoffen auf die USA und Grossbritannien

«Als Studentin und Studentenführerin kann ich heute mehr tun.» Ihre Studentenorganisation hat sich mit weiteren elf Studentenvereinigungen im Juli zur Delegation der Hongkonger Hochschulen für internationale Beziehungen, kurz HKHIIAD, zusammengeschlossen.

Ich habe realisiert, dass ich für mein Heimatland kämpfen muss.
Autor: Joey SiuDemo-Organisatorin in Hongkong

Gestern haben Joey Siu und ihre Mitstreiter an einer Pressekonferenz in einem Studententreff ihre Forderungen vorgestellt. «Wir sind auf die internationale Unterstützung angewiesen», sagt sie.

Die USA und Grossbritannien sollen sich offiziell hinter die Demonstranten und ihre Forderungen nach einem allgemeinen Wahlrecht, der Untersuchung der Polizeieinsätze und dem Rückzug des Auslieferungsgesetzes stellen. Dafür wollen sie heute auf die Strasse.

Legende: Video Joey Siu: «Die USA dazu drängen, Hongkongs Autonomie zu schützen» abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.08.2019.

Hundert Helfer sollen für eine friedliche Demonstration sorgen

Joey Siu und ihre Ko-Organisatoren haben Studienkollegen mobilisiert und auf den sozialen Medien breit für ihre Demonstration geworben. Wie viele kommen – das ist eine Lotterie: «Jeden Tag gibt es verschiedene Aktivitäten. Vielleicht kommen ein paar tausend?»

Die Demonstration heute ist bewilligt. Gestern Abend hat sich die Gruppe zum letzten Mal getroffen. Alle sind überarbeitet, die meisten kamen eine Stunde zu spät. Es gibt noch viel zu tun: Reden fertig schreiben, Material organisieren und die rund 100 Helfer koordinieren.

Legende: Video Joey Siu: «Wir versuchen, uns selbst zu verteidigen» abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.08.2019.

«Es wird nicht einfach, danach einen Job zu finden»

Die Studentenführer hoffen, dass alles glatt laufen wird, nur versprechen können sie es nicht: «Wir wissen nicht was nach der Demonstration passieren wird.» In den letzten Wochen kam es immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Wenn wir jetzt nichts unternehmen, werden wir sowieso unsere Zukunft und die von Honkong verlieren.
Autor: Joey SiuDemo-Organisatorin in Hongkong

Die Studenten gehen mit ihrem Engagement auch ihre berufliche Zukunft aufs Spiel. Joey will später Lehrerin werden: «Ich exponiere mich stark in der Bewegung und in den sozialen Medien. Es wird nicht einfach für mich, danach einen Job zu finden.»

Diesen Preis sei sie bereit zu zahlen: «Wenn wir jetzt nichts unternehmen, werden wir sowieso unsere Zukunft und die von Honkong verlieren.»

Grafik zeigt Karte, Fakten und Zahlen zu Hongkong
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24 Kommentare

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  • Kommentar von paul schluga  (P.S)
    Mutige Menschen die für ihre Ziele kämpfen, ungehindert dessen was hinter der Grenze auf sie warten könnte.
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Ungehindert was hinter der Grenze auf sie warten könnte.....würden die
      Militärs eingreifen, gebe das ein entsetzliches Blutvergiessen. Ich möchte den tapferen jungen Menschen zurufen, hört auf, es bringt nichts mehr.
      Es wird immer gefährlicher.
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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Trotz allem Verständnis für die Demonstranten, Hilfe anzufordern von den USA oder England geht einfach nicht. Dies wäre eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten
    von China und eine Konfrontation könnte zu grossen Auseinandersetzungen führen.
    Trump sollte auch mitseiner Twitterei keine versteckten Anspielungen machen, die einer
    Provokation ähneln, die Situation ist hoch explosiv.
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    1. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Sie sehen es richtig, es geht nicht mit den USA oder GB, davon lassen sich die Chinesen nicht mehr beeindrucken. Mich erinnert das Vorgehen von China in dieser Region an die Doktrin von Ishiwara Kanji, der ebenfalls so ähnlich gedacht und argumentierte. Damals hiess es auch Asien den Asiaten, gemeint war damals Asien den Japanern. Und heute heisst es Asien den Asiaten, gemeint ist da aber wohl eher Asien den Chinesen. Man muss China in die Schranken weisen, aber wie. Mit Krieg jedenfalls nicht.
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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Mal ehrlich liebe Mitkommentatoren: Demonstranten die offen mit amerikanischen Flaggen herumlaufen signalisieren m.E. doch bereits das nun beginnende Ende des Aufruhrs (auch wenn ein Teil davon wohl echt war). Vielleicht gibt es ja wirklich einen Hongkonger GB/USA-Kern bei den Studenten aber was hätte ein solcher denn anzubieten ausser ausländische Eimischung.
    Demokratie ist eine gute Sache aber nur wenn sie vom ganzen Volk getragen wird wie bei uns.
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Demokratie wäre eine gute Sache, die es aber im kommunistischen China nicht gibt.
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    2. Antwort von Ursula Keller  (Note)
      Das wir das einzige gültige Rezept für die Welt haben, ist eine so alte Selbstüberschätzung wie es Geschichtsbücher gibt.
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    3. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      Sind wir wirklich die Überheblichen, wenn wir die Fehler einer Diktatur aufzeigen, welche dem Volk einimpft was es zu denken hat?
      Es ist relativ schwierig, sich eine eigenständige Meinung zu bilden, wenn man nicht an unabhängige Informationen kommt.
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    4. Antwort von Drago Stanic  (drago stanic)
      Herr Giger aus Schweiz Vergangenheit wissen wir, dass Komunistische Partei von nicht so lange Zeit würde in Schweiz verboten, weil man dachte, dass Komuniste könnte sich mit Sowiet Union verbrudern. So viel über unsere System.
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    5. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      @ drago stanic
      Vor nicht so langer Zeit? Sie meinen um den Zweiten Weltkrieg. Das waren nun wirklich noch andere Zeiten und in Europa nicht gerade das Goldene Zeitalter der Meinungsfreiheit.
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    6. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      @ drago stanic
      Die 40er Jahre, das waren nun wirklich noch andere Zeiten und in Europa weder das Goldene Zeitalter der Meinungsfreiheit noch eine besonders angenehme politische Umgebung.
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    7. Antwort von C. D. Giger  (Chräbeli)
      @ drago stanic
      Wenn Sie das politische System Chinas mit dem Europa des Zweiten Weltkriegs vergleichen müssen, um ersteres in einem guten Licht darstellen zu können, ist das schon Aussage genug.
      Noch etwas anderes: Mein Username ist geschlechtslos, Sie brauchen also keine Anrede zu benutzen.
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    8. Antwort von Drago Stanic  (drago stanic)
      Giger wer bestimmt wie weit in Vergangenheit wird geschaut? Mit Hexen verbrennung, Parteien Verbot, Bank Geheimniss, Nachrichtenlose Vermögen, Frauenrecht ab 1990 können wir wirklich nicht mit unseren Geschichte prallen. Aber vielleicht können wir erst ab 2015 zählen?
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