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Lage in Tunesien bleibt angespannt
Aus Tagesschau vom 24.01.2021.
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Proteste in Tunesien In Tunis fordern Hunderte die Freilassung von Gefangenen

  • Hunderte Menschen haben in Tunesiens Hauptstadt für die Freilassung von Gefangenen im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten demonstriert.
  • Einige riefen Parolen wie «Die Macht gehört dem Volk», andere forderten «Jobs, Freiheit und nationale Würde».

In dem nordafrikanischen Land war es seit Freitag vor einer Woche – zehn Jahre nach der Flucht von Langzeitherrscher Zine El Abidine Ben Ali 2011 – zu erneuten Protesten gegen die Regierung gekommen.

Sicherheitskräfte nahmen in diesen Tagen rund 1000 Menschen fest, wie es aus Kreisen des Innenministeriums hiess. In Tunis versammelten sich am Samstag Hunderte, wie Augenzeugen berichteten.

Frau hält Schild hoch.
Legende: «Die Armut steigt, der Hunger nimmt zu»: Die Wut in der tunesischen Bevölkerung auf die Regierung ist gross. Keystone

Zu dem Marsch auf der Avenue Habib Bourguiba im Zentrum erschienen auch Menschenrechtler und Angehörige linker Parteien. Sicherheitskräfte blockierten den Teil der Strasse, der zum Innenministerium führt.

An den Demonstrationen war auch der Slogan «Das Volk will den Sturz des Regimes», der bei den Protesten vor zehn Jahren populär wurde, zu hören.

Krise trifft vor allem Jüngere

Tunesien ist das einzige Land der Region, dem nach den arabischen Aufständen der Übergang in die Demokratie gelungen ist. Das Land leidet jedoch unter einer Wirtschaftskrise, die vor allem die Jüngeren trifft.

Die Corona-Pandemie hat die Lage verschärft. Das Misstrauen vieler Tunesier gegen die herrschende Elite ist gross.

Tagesschau, 24.1.2021, 13:00 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Zehn Jahre nach der Revolution sehen viele junge Menschen keine Zukunft mehr in Tunesien. Immer mehr Tunesier fliehen vor der Krise nach Europa. Die Boote aus Tunesien landen in Sizilien und besonders auf der Insel Lampedusa. Einer der Gründe ist die geografische Nähe. Es kann doch nicht sein, dass überall wo Unruhen, Konflikte und Arbeitslosigkeit und Krisen herrschen, Europa als Erfüllung der Träume herhalten muss. Besonderes die vielen jungen Männer aus den afrik. Ländern geben zu denken.
    1. Antwort von Vale Nipo  (VNxpo)
      Ja, leider ist es die Realität. Das Europa als Ziel für ein besseres Leben genommen wird, ist schon lange klar: Der hohe Wohlstand lockt. Das ist normales und humanes Konkurrenz und Kooperationsdenken. Like: "Warum haben die so ein friedliches Leben, mehr Geld und mehr Güter? Das möchte ich auch!" Diese Menschen, sowie jeder andere Mensch auch, möchten vom Kapitalismus profitieren.Die Migration ist das komplexeste Problem nach dem Klimawandel.Die passende Kulturintegration muss gefunden werden.