Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Pulverfass Nordsyrien Die türkische Armee steht bereit

  • Die Türkei hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums die Vorbereitungen für einen Militäreinsatz in Syrien abgeschlossen.
  • Nachdem der US-Präsident Donald Trump auf Twitter gedroht hatte, er werde «die Wirtschaft der Türkei total zerstören und auslöschen», zeigte sich die türkische Führung von den Warnungen unbeeindruckt.
  • Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay sagte am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, die Türkei sei «kein Land, das seine Handlungen nach Drohungen ausrichtet».
Video
Aus dem Archiv: USA ziehen sich aus Nordsyrien zurück
Aus Tagesschau vom 07.10.2019.
abspielen

Die Türkei sei entschlossen, Terroristen östlich des Euphrat-Flusses zu vertreiben, um das eigene Überleben zu sichern und eine sichere Zone einzurichten, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Sprecher des Aussenministeriums, Hami Aksoy. «Auf diese Weise wird eine ernste Bedrohung für die territoriale Ganzheit und Einheit Syriens beseitigt, und es wird eine starke Grundlage geschaffen, um die Rückkehr der IS-Terroristen und ähnliche Probleme in der Zukunft zu verhindern.»

«Gepanzerte Fahrzeuge 50 Meter von der Grenze»

Der US-Regierung habe bislang keine Erkenntnisse darüber, dass der Einmarsch im Norden Syriens bereits begonnen habe, wie ein ranghoher Vertreter in Washington sagte.

Der freie Journalist Thomas Seibert hat die Vorbereitungen der Türkei vor Ort beobachten können: «Im Südosten der Türkei an der Grenze zu Syrien in der Kleinstadt Akcakale haben die türkischen Militärs Panzer und anderes schweres Gerät zusammengezogen. Ich habe gepanzerte Fahrzeuge direkt an der Grenze, 50 Meter von der Grenzlinie entfernt, gesehen. Ähnlich sieht es wohl aus in dem Grenzgebiet weiter im Osten und es gibt inzwischen auch bisher unbestätigte Berichte über einen Artilleriebeschuss der Türken auf syrisches Gebiet.»

Ich habe gepanzerte Fahrzeuge direkt an der Grenze, 50 Meter von der Grenzlinie entfernt gesehen.
Autor: Thomas SeibertFreier Journalist in Istanbul

Den Zeitpunkt für einen möglichen Angriff der Türken zu bestimmen, ist laut Seibert derzeit noch schwierig: «Offiziell heisst es, die militärischen Vorbereitungen für den Einmarsch seien abgeschlossen. Man warte jetzt praktisch nur noch auf den Befehl von Präsident Erdogan. Inoffiziell ist zu hören, dass die Türken warten wollen bis die amerikanischen Soldaten sich aus dem unmittelbaren Grenzgebiet zurückgezogen haben. Das könnte in einigen Tagen vielleicht auch schon heute der Fall sein.»

Karte der Grenzregion zwischen Syrien, Irak und der Türkei.
Legende: Die USA und die Türkei hatten sich bereits vor Monaten auf die Umsetzung einer sogenannten Sicherheitszone geeinigt. In der Umsetzung vertraten sie aber bisher unterschiedliche Meinungen. SRF
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Dann harren wir mal gespannt der Dinge die da kommen werden. Da ja offensichtlich keine Friedenstauben unterwegs sind bin ich gespannt wie ein Flitzbogen wie man in EU-Brüssel, EU-Paris und EU-Berlin auf eine Flüchtlingswelle biblischen Ausmasses reagieren würde.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Udo Gerschler  (UG)
      Mit Milliarden Steuergeldern die der Bürger und nicht die Möchtegernpolitiker der EU-Brüssel,EU-Paris und EU-Berlin erarbeitet hat.
      Kann sein das ein Platz auf der Insel in Zukunft nicht der schlechteste ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Anreiner  (Hans.Anreiner)
    Man stelle sich vor, dass die zehn Tausend gefangenen Kämpfer des IS wieder frei kommen. Was machen die? Wohin gehen die? Wem schliessen die sich an? Der IS scheint mir alles andere als besiegt. Und ich würde es den Kurden nicht mal übel nehmen, denn jetzt müssen sie in erster Linie um ihr eigenes Leben kämpfen und nicht mehr auf das Wohl anderer schauen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Udo Gerschler  (UG)
      Genauso wird es kommen.Türkei rückt ein und die Ganzen IS Flüchtlinge rücken nach.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Der UN-Sicherheitsrat muss Erdogans Einmarschpläne verurteilen und zwar laut und deutlich. Es muss umgehend eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates einberufen werden, mit dem Ziel, den von Erdogan angekündigten Einmarsch in Syrien zu verurteilen und zu stoppen. Schon die Androhung von Gewalt ist ein Verstoss gegen die UN-Charta und darf nicht toleriert werden. Der völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf die Menschen im Norden Syriens darf in keiner Weise unterstützt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      UN-Sicherheitsrat was will der schon machen?
      Gut er wohl mehr Einfluss als die noch handluchsungähige UNO aber ein Veto genügt da um alles zu blockieren.
      Schauen Sie es ist nun mal so das auf diesem Planeten die starken Nationen das Sagen haben und nicht die Netten. Darum hat die EU welteit nichts zu melden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen