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Lage zwischen China und USA spitzt sich weiter zu
Aus Echo der Zeit vom 23.07.2020.
abspielen. Laufzeit 06:04 Minuten.
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Reaktion auf US-Aktion China lässt US-Konsulat in Chengdu schliessen

  • China hat die USA aufgefordert, ihr Konsulat in der südwestchinesischen Stadt Chengdu zu schliessen.
  • Die Lizenz zum Betrieb der Auslandsvertretung werde entzogen, wie das Pekinger Aussenministerium mitteilte.
  • Die USA hatten zuvor die Schliessung des chinesischen Konsulats in Houston im US-Bundesstaat Texas verfügt und damit die Spannungen zwischen den beiden Ländern deutlich verschärft.

In einer politischen Grundsatzrede zu den amerikanisch-chinesischen Beziehungen hatte US-Aussenminister Mike Pompeo China in der Nacht auf Freitag scharf kritisiert. Er warf China vor, Angehörige muslimischer Minderheiten in «Konzentrationslagern» in der Region Xinjiang zu internieren. Der US-Aussenminister verwendete in der Vergangenheit meist den Begriff «Internierungslager», um die Lager zu beschreiben, in denen nach Schätzungen der US-Regierung eine Million Menschen inhaftiert sind.

Gemeinsam gegen China

Pompeo rief die US-Verbündeten auf, gemeinsam gegen China vorzugehen. «Vielleicht ist es an der Zeit für eine neue Gruppierung gleichgesinnter Nationen», sagte Pompeo. «Wir können diese Herausforderung nicht alleine bewältigen.» Er nannte die Vereinten Nationen, die Nato, die G7- und G20-Staaten und ihre «gemeinsame wirtschaftliche, diplomatische und militärische Macht». Trumps Regierung steht für eine «America First»-Politik, die jahrzehntealte multilaterale Bündnisse in Frage gestellt hat.

Verschlechterung der Beziehungen

Die USA hatten am Dienstag die Schliessung des chinesischen Konsulats in Houston im US-Bundesstaat Texas verfügt. Zur Begründung hiess es, chinesische Diplomaten hätten Gesetze und Vorschriften der USA missachtet.

Das diplomatische Hin und Her belastet die ohnehin schon getrübten Beziehungen zwischen den beiden weltgrössten Volkswirtschaften; Chinas Umgang mit dem Ausbruch des Coronavirus, die auf Zölle setzende Handelspolitik und das harte chinesischen Vorgehen in Hongkong und in Xinjiang stossen den USA sauer auf. Entsprechend ist auch aus chinesischer Sicht das Verhältnis so schlecht wie seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 nicht mehr.

SRF 4 News aktuell vom 23.7.2020, 06.15 Uhr;

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Spannemd...USA first und nun schreit Pompeo nach GEMEINSAM gegen China vorgehen. Das falsche Spiel der USA es geht hier nur um eigene Interessen. Last sie im Regen stehen und diesen Schlamassel den sie in 4 Jahren angerichtet haben, selber ausbaden.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Stefan Gisler: Es geht hier eben nicht nur um die Interessen der USA, sondern die Interessen der ganzen Welt. Die USA ist nicht Trump, denn dieser wird vermutlich im Herbst weg sein. Xi Jinping hingegen hat keine Verfallsdatum. Ihn könnte nur eine Revolution wegputschen und ob es danach besser wäre ist alles andere als sicher.
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    2. Antwort von Christian Szabo  (C. Szabo)
      @Leu: "Um die ganze Welt?" Ein Grossteil der Länder ist oder war Opfer der USA. Der Westen ist vielleicht "Partner" der USA. Beim Rest der Welt sieht es anders aus. Dort hält sich die Sympathie in engen Grenzen. Viele ehemalige Kolonien und andere Opfer haben noch offene Rechnungen mit ihren Tätern.... mit Recht.
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    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Christian Szabo: Die USA hatte keine Kolonien. Sie war selber eine Kolonie von Grossbritannien. Es geht auch nicht um Sympathie, sondern wie man möglichst effizient mit einem zunehmend agressiveren China umgeht. Weiter warten, oder einen Riegel schieben, bevor es zu spät ist.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Es ist völlig richtig, mit allen legitimen Mitteln auf China einzuwirken damit es sich in Bezug auf Menschenrechte verändert! Wirtschaftlich sehe ich das differenzierter als viele China-Ängstliche. Es gehören imm mehrere Seiten zu einem Geschäft. Auftraggeber, Produzent und Konsumenten.
    Das die Chinesen wie einst die Hunnen in Europa einfallen und hier alles unterjochen, ist der reinste Blödsinn!! Aber wie zu sehen, gibt es Menschen mit solcher Paranoia.:-((
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    1. Antwort von Javier López  (Javier López)
      Ich sage Ihnen, warum ich den Westen nicht ausstehen kann: er ist ein Verräter der Freiheit und der Menschenrechten.

      Warum China, warum Iran, warum Venezuela, warum Russtland, warum Kuba, etc.?

      Wo bleiben die Menschenrechte in Saudi Arabien, in Ägypten, in den Golfstaaten, etc.?

      Als nützlicher Folterknecht war Assad von Syrien den USA willkommen und plötzlich ist er ein Despot.
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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Die USA ist ein Unrechtsstaat, der auf der ganzen Welt sehr viele Länder erpresst. Das ist kein altes Unrecht, wie viele meinen, sondern eine seit Jahrzehnten praktizierte Strategie. Garniert mit Scheinheiligkeit, falscher Freiheit und verlogener Demokratie.Das ganze wird mit Perfektion betrieben. Die USA fühlen sich von China bedroht, da diese versuchen, die Dominanz der USA zu schwächen. Machtverlust und Aufdeckung ihrer Machenschaften ist für die USA ein Albtraum.
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    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Ich lebe lieber in den USA oder unter ihren Werten als in China. Und dafür würde ich mein Leben aufs Spiel setzen. Niemals unter dem Joch von China, da sterbe ich lieber im Kampf dagegen.
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