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Legende: Audio Medienspiegel zum Mueller-Bericht abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
02:47 min, aus SRF 4 News aktuell vom 25.03.2019.
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Reaktionen auf Mueller-Report Fröhlicher Trump, jubelnde Republikaner, spottende Demokraten

Trump ist vorerst entlastet. Doch nun werden Stimmen laut, die eine Veröffentlichung des gesamten Mueller-Reports verlangen.

Was twittert Donald Trump? Der US-Präsident zeigte sich hoch erfreut: «Keine geheimen Absprachen, keine Behinderung (der Justiz), vollständige und totale Entlastung», schrieb er auf Twitter. In einem kurzen Statement bezeichnete er die Ermittlungen als «illegal» und sprach sich für eine Untersuchung aus.

Und was sagt der Kreml? Russland sieht sich entlastet. Die Zusammenfassung des Berichts bringe nichts Neues – ausser dem Eingeständnis, dass es keine Absprachen gegeben habe, sagte ein Kremlsprecher laut Interfax.

Wie reagieren Trumps Freunde? Beraterin Kellyanne Conway gratulierte ihrem Chef dafür, dass er die Wahlen von 2016 erneut gewonnen und ein Geschenk für 2020 erhalten hätte.

Es gibt aber auch Republikaner, die zur Zurückhaltung mahnen. Rudolph W. Giuliani, einer von Trumps persönlichen Anwälten, sagte gegenüber der «Washington Post», er sei am Beobachten und Abwarten. Denn bevor nicht der ganze Report gelesen sei, wüsste niemand, was er wirklich enthalte.

Was entgegnen die Demokraten? Tatsächlich fordert die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi vehement die Veröffentlichung des gesamten Reports: «Die Amerikaner verdienen die volle Wahrheit», twittert die Demokratin.

Wie kommentieren US-Medien? Die regierungskritische «New York Times» schreibt, dass dies für Trump wohl der beste Tag seiner bisherigen Amtszeit sei. «Die dunkelste und unheilvollste Wolke, die über seiner Präsidentschaft hing, hat sich verzogen» – die Schlüsse Muellers hätten ihm einen kraftvollen Zusatzantrieb für die letzten 22 Monate der Amtszeit gegeben. Dass Mueller Trump nicht beikommen konnte, wird «sich nahtlos ins Narrativ der Opferrolle des Präsidenten einfügen und seine Selbstdarstellung als Bedrohung der bestehenden Ordnung verstärken». Doch es seien weitere dunkle Wolken am Himmel, warnt die NYT, denn niemand ausserhalb des Justizministeriums haben den ganzen Bericht gelesen.

Für die ebenfalls kritische «Washington Post» dürfte sich nun die Unterstützung des Präsidenten durch die Republikaner verhärten und die demokratischen Forderungen stärken, Trump zur Rechenschaft zu ziehen. So würden die Schlüsse aus dem Bericht Washington wahrscheinlich in eine Zeit des noch intensiveren Partisanenkampfes treiben.

Dem Präsidenten eher wohlgesinnte Medien wie diet «New York Post» schreiben von einem «Freispruch auf ganzer Linie». «Fox News» lässt einen Kommentator die Arbeit von Mueller kritisieren. Es sei ein guter Tag für Trump aber ein sehr schlechter für gewisse Medien, deren Vorwürfe an den Präsidenten durch den Bericht nicht gestützt würden.

Und die Schweizer Medien? Für die «NZZ» war die Arbeit des Sonderermittlers keineswegs Zeitverschwendung. Dank des Berichts seien andere Skandale bekannt geworden.

Der «Tagesanzeiger» sieht in den Erkenntnissen Muellers zwar einen politischen wie persönlichen Sieg Trumps. Es bleibe aber abzuwarten, welche Einzelheiten Muellers Report enthalte. «Die demokratische Opposition mag vom Ergebnis der Untersuchung des Sonderermittlers enttäuscht sein, wäre jedoch gut beraten, dem Präsidenten nicht um jeden Preis nachzusetzen.»

Denn – so kommen die beiden Schweizer Zeitungen – zum Schluss: Das letzte Wort haben die US-Wähler. «Sie werden 2020 darüber entscheiden, ob sie diesen ungewöhnlichsten aller modernen US-Präsidenten für weitere vier Jahre im Amt belassen möchten.»

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans (H.Haller)
    So man die Berichte der jüngeren Zeit genauer gelesen hat, musste man feststellen, dass Nancy Pelosi vorsorglich eine Absetzbewegung gemacht hat. Mir scheint, die war jederzeit bestens informiert über den Stand der Dinge und hatte den Braten gerochen. Nun stehen diese DEM's und Trump-Hasser da und suchen sich wohl ein neues Thema oder sollte man besser sagen einen "letzten Strohhalm" an dem sie sich festhalten können. Trump ist schlimm, seine Gegner aber sind aber deutlich schlimmer.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Da man bei uns nicht wirklich Englisch spricht, hat man es nicht wahrgenommen, dass es gerade Trump war, der den ganzen Bericht veröffentlicht haben will. Ich gehe davon aus, dass diejenigen Linken die wissen was darin steht, doch lieber nicht wollen, dass die Hexenjagd dadurch offensichtlich wird.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Trump hat das ja immer gesagt, und eigentlich wusste zumindest die "rechte Welt" dass das die grösste Hexenjagd des Jahrhunderts war. Früher war Amerika nicht so! Die vielen Linken wurden vor allem aus Europa eingeschleust und es wird Zeit nun diese Leute anzuklagen. Man findet ja bekannter Weise immer etwas: "if you dig deep enough". Also Herr Trump, ich wünsche ihnen viel Erfolg bei Ihrer Hexenjagd. Man darf sich nämlich wehren und rächen! "Make Amerika great again".
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