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Biden will eine neue Ära der Diplomatie einläuten
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Rede vor Vereinten Nationen Biden beschwört mehr internationale Zusammenarbeit

  • US-Präsident Joe Biden hatte am Dienstag seinen ersten Auftritt an der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York.
  • In seiner Rede bekannte er sich zu internationaler Zusammenarbeit und beschwor eine neue Ära der Diplomatie.
  • Ausserdem versprach er mehr Klimahilfe für ärmere Länder sowie eine mögliche Rückkehr zum Atomdeal mit dem Iran.

Das Ende des Afghanistan-Einsatzes sieht Biden als «Start einer neuen Ära der Diplomatie» anstelle von militärischen Interventionen: «Während wir diese Zeit des unerbittlichen Krieges beenden, eröffnen wir eine neue Ära der unerbittlichen Diplomatie», sagte er bei der UNO-Generaldebatte in New York. Militärische Gewalt müsse lediglich als letztes Mittel genutzt werden.

Seinen Auftritt nutzte Biden für ein klares Bekenntnis zum Multilateralismus und zu internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die Vollversammlung Jahr für Jahr genutzt, um seine «America First»-Politik und den Alleingang der USA zu bewerben. Biden forderte dagegen, dass die Welt wie niemals zuvor zusammenarbeiten müsse, um die globalen Herausforderungen zu meistern.

Die Welt stehe an einem Wendepunkt, man stehe angesichts grosser Herausforderungen wie der Klimakrise vor einem entscheidenden Jahrzehnt, sagte Biden. Die USA müssten dabei eine Führungsrolle übernehmen. «Aber wir werden das nicht alleine machen, sondern gemeinsam mit unseren Verbündeten und Partnern», betonte Biden.

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Biden verspricht Verdopplung von US-Klimahilfen
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Die USA wollen ihre Klimahilfen für ärmere Länder nach Aussage Bidens verdoppeln. «Damit werden die Vereinigten Staaten zum Vorreiter bei der öffentlichen Klimafinanzierung», sagte er. Zusammen mit der Staatengemeinschaft und anderen Gebern könne so das Ziel, 100 Milliarden Dollar jährlich zur Unterstützung von Entwicklungsländern bereitzustellen, erreicht werden. Im April hatte er eine Erhöhung der Klimahilfen auf 5.7 Milliarden Dollar pro Jahr angekündigt.

Kein neuer Kalter Krieg

Die Vereinigten Staaten wollten auch keine Spaltung der Welt in starre Blöcke, so Biden. «Wir streben keinen neuen Kalten Krieg an.» Die grossen Mächte der Welt hätten die Verantwortung, ihre internationalen Beziehungen achtsam zu gestalten. «Also kippen wir nicht von einem verantwortungsvollen Wettbewerb in einen Konflikt.» Biden nannte China dabei nicht explizit.

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Biden: «Wir streben keinen neuen Kalten Krieg an»
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Konkret erwähnte er dafür den Iran und sagte, dass er sich eine Rückkehr zum Atomabkommen vorstellen könne. Bedingung dafür sei, dass sich der Iran an die Vorgaben der Vereinbarung hält. Der Iran hatte zuvor neue Atomgespräche auf Ebene der Aussenminister während der UN-Vollversammlung nicht ausgeschlossen.

Die Autoritäten der Welt mögen versuchen, das Ende des Zeitalters der Demokratie zu verkünden, aber sie haben Unrecht.
Autor: Joe Biden US-Präsident

Der US-Präsident sprach auch davon, dass sein Land sich für schwächere Staaten einsetzen würde, wenn diese von starken Staaten dominiert würden. Er unterstrich die Werte der Demokratie. «Die Autoritäten der Welt mögen versuchen, das Ende des Zeitalters der Demokratie zu verkünden, aber sie haben Unrecht», so Biden. In seiner Rede bezog er sich dazu auf Menschenrechtsaktivisten und Friedensbewegungen rund um die Welt.

Mit Reden unter anderem von Vertretern der Ukraine und Jordanien geht die jährliche Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York am Mittwoch in ihren zweiten Tag. Zudem sind zahlreiche Nebenveranstaltungen geplant, unter anderem ein hochrangig besetzter Online-Gipfel zur gerechteren internationalen Verteilung von Impfstoffen, organisiert von US-Präsident Joe Biden.

SRF 4 News, 21.09.2021, 17:30 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    Biden lebt in einer Welt von wunschvollem Denken, wenn ich mir so ansehe was wirklich in den USA abgeht.
  • Kommentar von Daniel Häberlin  (Svensk)
    Holla, das sind ja plötzlich ganz neue Töne aus den USA! Als Zbigniew Brzeziński (Sicherheitsberater unter US-Präsident Carter) 1997 sein Buch "Die einzige Weltmacht" schrieb und US-Präsident Bush 2002 lauthals verkündete, wer nicht mit den USA kooperiere, gehöre zur "Achse des Bösen", klang das noch ganz anders. Na ja, besser eine späte Einsicht als gar keine. Ich hoffe nur, Biden hält sein Wort und sucht den Ausgleich mit der übrigen Welt, um die dringlichsten Probleme endlich zu lösen.
    1. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      #Svenski Biden hält Wort? Der hat das was er da abgelesen hat schon längst wieder vergessen ;-)
  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    Tja, «The Show Must Go On!» und «Money makes the world go 'round».
    1. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      @Wildi der Mann redet Klartext und handelt auch so? Ich hoffe sehr das dies sarkastisch gemeint ist...