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Lukaschenko verschärft Vorgehen gehen Aktivisten und Medien
Aus SRF 4 News aktuell vom 15.07.2021.
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«Repressionswelle» in Belarus Lukaschenko lässt Menschenrechtler und Journalistinnen abführen

  • Am Mittwoch seien in Belarus Vertreterinnen und Vertreter von 16 Menschenrechtsorganisationen sowie unabhängigen Medien abgeführt worden, so Aktivisten.
  • Die belarussischen Behörden nahmen auch den Leiter des Menschenrechtszentrums Wesna, Ales Bjaljazki fest.
  • Lukaschenko bezeichnete Nichtregierungsorganisationen als «Terroristen».
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Aus dem Archiv: 14 Jahre Haft für den Oppositionellen Babariko
Aus Tagesschau vom 06.07.2021.
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Er werde sich um die NGOs kümmern, hatte Präsident Alexander Lukaschenko Anfang Woche versprochen. Sie stifteten Unruhe und seien eine Gefahr für das Land. Gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnete Lukaschenko sie als Terroristen.

Dutzende sind betroffen

Damit war das Signal gegeben für eine weitere Welle der Repression. Vertreter des Machtapparats hätten am Mittwoch Juristen und weitere Mitarbeitende des Menschenrechtszentrums Wesna mit Razzien und Festnahmen überzogen, teilte die Organisation in Minsk mit. Wesna listete Dutzende Fälle auf.

Betroffen von der Repression sind aber auch Analytiker, Wirtschaftsexperten oder Gewerkschafterinnen und Juristen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes verurteilte die «Durchsuchungen, Konfiszierungen und Festnahmen auf das Schärfste».

Die Säuberungen würden nicht aufhören, bis alles zerstört sei, sagte der ins Ausland geflüchtete Experte Artjom Schraibman. Die im Exil lebende Oppositionsführerin Svetlana Tichanowskaja sprach von einem «Rachefeldzug» gegen all jene, die sich in den vergangenen Jahren um die Entwicklung des Landes gekümmert hätten.

Tatsächlich hat die Zivilgesellschaft Aufgaben des Staates übernommen, etwa in der Coronapandemie. Das Regime werde jetzt noch schneller zerbrechen, prophezeite Tichanowskaja. Machthaber Lukaschenko aber will fortfahren mit seiner repressiven Politik.

Das Regime wird jetzt noch schneller zerbrechen.
Autor: Svetlana Tichanowskaja Belarussische Oppositionsführerin

Lukaschenko bekräftigte am Dienstag bei einem Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in St. Petersburg sein Ziel, ungeachtet der Sanktionen der EU und der USA, weiter hart gegen seine Gegnerinnen und Gegner vorzugehen. Dabei lobte er Putin für dessen Unterstützung.

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Aus dem Archiv: Verschärfte Sanktionen gegen Belarus
13:18 min, aus Info 3 vom 21.06.2021.
abspielen. Laufzeit 13:18 Minuten.

SRF4 News, 15.07.2021, 06:06 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Maciek Luczynski  (Steine)
    Lukaschenko übt seine Macht (mit Unterstützung von Putin) aus.
    Die EU ist mit eigenen Problemen beschäftigt.
    Und das "Problem" Belarus tangiert die Interessen der USA nicht.
    Und im Land selbst ist es ja nicht wirklich so, dass es eine organisierte Opposition geben würde.
    So kann es noch die nächsten Jahre/Jahrzehnte weitergehen ...
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, Lukaschenko ist nicht mehr jung.
  • Kommentar von Heinz Dietsche  (Mangi)
    Wenn dieser Mensch dem Rest der Welt beweisen will das es keine Menschenrechte gibt auf Erden kann nur noch Krieg als Mittel dagegen in Betracht gezogen werden und das wissen auch die Russen und schauen dem Treiben mit verschränkten Armen zu um die Welt im Westen weiter zu Reizen.
  • Kommentar von Jaro Bels  (Gotod)
    Wenn man die icehockey WM Belarus zusagen würde, wäre es sicher nicht passiert. Auch mit einer Umarmung kann man viel ändern.