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Die US-Notenbank kommt wegen ihrer Geldpolitik zunehmend in Erklärungsnot.
Aus HeuteMorgen vom 29.07.2021.
abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
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Republikaner sind nicht efreut Die US-Notenbank hält an ihrer Zinspolitik fest – trotz Inflation

Die US-Wirtschaft wächst bei steigender Inflation. Trotzdem will die US-Notenbank die lockere Geldpolitik weiterführen.

Die Preise in den USA steigen spürbar. Vieles ist teuer geworden: Autos, Liegenschaften, Transport oder Rindfleisch. In einem kürzlich erhobenen Sorgenbarometer nennen die Amerikaner und Amerikanerinnen die Inflation an erster Stelle – noch vor der Pandemie.

Republikaner greifen diese Ängste auf

Sie warnen schon seit Monaten davor, dass die lockere Geldpolitik der US-Notenbank (FED) und die äusserst spendable Ausgabenpolitik der Demokratinnen und Demokraten die Wirtschaft überreize. Sie sprechen von einer «Bidenflation».

Die Teuerung sei nicht ein dauerhaftes Problem, sagt dagegen der Vorsitzende der Notenbank FED, Jerome Powell: Für die Preissprünge seien bestimmte Produktegruppen verantwortlich, wie zum Beispiel neue und gebrauchte Autos, wo es akute Versorgungsengpässe gebe.

Legende: Jerome Powell wurde 2012 von Barack Obama in den Vorstand der Fed berufen. Keystone/Archiv

Auch der Arbeitsmarkt habe sich noch nicht erholt

Als Risiko für die Erholung der US-Wirtschaft nennt Powell eine mögliche neue Covid-Welle. Deshalb halte die FED am tiefen Leitzins fest und führe die hohen Ankäufe von Wertpapieren bis auf Weiteres fort.

Powell ist zuversichtlich, dass die Teuerung sich von selber einpendeln und sich dem offiziellen Inflationsziel von 2 Prozent annähern wird. Bloss wann das geschieht, kann Powell nicht voraussagen. Je länger die Preise steigen, desto lauter werden die kritischen Stimmen werden – unter den Konsumentinnen und in der Politik.

 

HeuteMorgen, 29.07.2021, 06:00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Ricardo Lang  (RicRic)
    (Noch) keine Zinserhöhung, mögliche Faktoren
    1. Midterms
    2. Bond cycles noch nicht zu Ende, zu niedrige Ernteertrag
    3. Realwirtschaft hat sich noch nicht ganz erholt
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Die Inflation ist schwierig zu steuern - und gefährlich. Das Risiko, dass die Inflation entgleisen könnte, ist immens - ebenso der Schaden für die Menschen. Unglaublich, dass die Fed solche Risiken eingeht.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Falschmünzerei durch Geld-Drucken!

    Das laufende Geld-Drucken in Milliardenhöhe lassen die Liegenschaftenmärkte, die Börsen, den Kunstmarkt, den Oldtimermarkt, Boni- und Fussballgötter-Exzesse regelrecht explodieren – während der Kleinsparer durch politisch durchgesetzte Zinsnullungspolitik skrupellos ausgenommen wird.
    1. Antwort von harald keller  (pragmatiker)
      - das stimmt so nicht ganz Herr Schneider. Auch ich, ein Kleinsparer kann/konnte sich einen Fondanteil oder einen Bitcoin kaufen. Das ist nicht spekulativer, als zB einen Oldtimer. Jeder ist für sein Vermögen selber verantwortlich. Zwar finde ich auch, dass eine Zinsrunde fällig wäre, aber ich wehre mich dagegen, dass ich als Opfer dargestellt werde und mich überhaupt nicht so fühle. (wir werden dann früh genug hören, was eine Zinsrunde bei den Eigenheimbesitzern alles anstellt).