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Die «Ocean Viking» rettet Bootsmigranten
Aus News-Clip vom 23.01.2021.
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Rettung auf hoher See NGO rettet 374 Bootsmigranten vor Libyen

  • Das Hilfsschiff «Ocean Viking» hat innerhalb von 48 Stunden 374 Bootsmigranten im Mittelmeer vor Libyen aus Seenot gerettet.
  • Unter ihnen seien 168 Minderjährige, von denen die überwiegende Mehrheit unbegleitet sei.
  • Rund 30 Kinder seien im Alter von zwölf Jahren oder jünger. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP

Das Hilfsschiff «Ocean Viking» sucht für die mehr als 370 Bootsmigranten einen sicheren Hafen, wie die die Betreiberorganisation SOS Mediterranee heute Samstag mitteilt. Unter anderem habe sich die Crew mit ihrer Bitte um Aufnahme an Malta und Italien gewandt, nachdem sie von den libyschen Behörden keine Antwort erhalten hatten.

«Mit 374 Überlebenden an Bord und einer zunehmend schlechten Wetterlage müssen wir die geretteten Menschen so schnell wie möglich an dem nächstgelegenen sicheren Hafen von Bord bringen, wie es das Seerecht vorschreibt», sagte Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Mediterranee Deutschland. «Ein solcher sicherer Hafen kann nur ein europäischer sein.»

Knapp die Hälfte der Geretteten ist minderjährig

Die Herkunftsländer der Geretteten seien mehrheitlich Guinea, Mali, Kamerun, die Elfenbeinküste, Sudan und Sierra Leone. Es gab bis Freitag mehrere Einsätze, bei denen die Mannschaft der «Ocean Viking» Männer, Frauen und Kinder aus überbesetzten Schlauchbooten aufnahm. Unter ihnen seien 168 Minderjährige, von denen seien 131 unbegleitet, berichtete SOS Mediterranee. Das Schiff habe allein am Freitagabend 106 Personen an Bord geholt.

Die «Ocean Viking» war nach monatelanger Pause am 11. Januar vom französischen Hafen Marseille ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen.

In Libyen herrscht seit fast zehn Jahren Bürgerkrieg. Dabei hat sich das Land zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt. Viele wollen über Italien nach Europa einreisen.

Audio
Aus dem Archiv: Zahl der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer steigt an
aus Echo der Zeit vom 29.06.2020.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 29 Sekunden.

SRF 4 News, 23.01.2020, 16.00 Uhr;

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69 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Müller  (Krötenprinz)
    Die Eltern dieser minderjährigen "auf die Reise geschickten" Kinder verletzten in gröbster Weise ihre Obhuts- und Fürsorgepflichten. Hoffentlich werden diese Eltern gerichtlich zur Verantwortung gezogen.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Noch etwas: Natürlich das Schleppertum ist eine unerfreuliche Geschichte. Da bin ich vielleicht missverstanden worden, als ob ich das "erlauben" würde. Sicher nicht. Ich freute mich einfach darüber, dass die in Not-Geratenen gerettet worden waren. Man konnte sie doch nicht einfach ertrinken lassen. Das Lamento hier und sonst bez. Schleppertum ist nicht zielführend. Europa und die UNO müssten viel mehr gegen das Schleppertum und die Not dort vergehen.
    1. Antwort von Thomas Ludwig  (Tlu)
      @UvK@..."das Lamento hier und sonst... ist nicht zielführend..."
      Wenn wir die Welt zu einem besseren Ort machen wollen, was bei Ihnen ja schon beinahe einer Obsession nahe kommt, dann sollten wir andere Meinungen gelten lassen und uns die Welt nicht zurecht reden.
      Verbessern können wir alles nur dort wo wir sind, durch unsere eigene Anwesenheit und unser Tun und Handeln.
      Den ganzen Diskurs finde ich diesmal sehr respektvoll und gut, die Kritik die Ihnen entgegenschlägt gerechtfertigt.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich freue mich über die Kommentare, aus denen Hingabe zu den Geretteten und Rettenden zu Ausdruck kommt - das zu erleben tut gut in einer eher kalt regierenden Leutenschar.Hingabe bedeutet Vitalität.Diese gibt der Welt Zukunft, den Armen, aber auch der von uns Industrieländern ausgebeuteten Erde bzw.der Natur. Abwehrmechanismen,wie diese z.T.untenstehend zu vernehmen sind, zeugen mehr von Lebenskälte,die die Welt letzten Endes sehr viel mehr schadet oder sogar (die Menschheit) untergehen lässt.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Frau Knell: Ich bin nicht fürs Schleppertum. Dieses sollte die EU und die UNO (durchaus unter Mithilfe der Schweiz) entfernen. Das ist aber überhaupt noch kein "Lösungsansatz", wie Sie behaupten, nur eine Verschiebung des Problems. Es bräuchte mehr internationale Hilfe an Flüchtlingen - am Ort und in Europa.