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Trumps Richter-Kandidat und mutmassliches Opfer vor dem Senat
Aus Tagesschau vom 28.09.2018.
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Richter-Kandidat vor dem Senat Trump stellt sich hinter Kavanaugh

  • Nach der Anhörung von Brett Kavanaugh wegen Missbrauchsvorwürfen stellt sich US-Präsident Trump hinter seinen Kandidaten.
  • Professorin Christine Ford hatte zuvor unter Tränen geschildert, wie Kavanaugh sie sexuell bedrängt haben soll.
  • Im Anschluss an die Befragung Fords wies Kavanaugh vor dem Senatsausschuss alle Vorwürfe zurück.

US-Präsident Donald Trump hat den Auftritt seines Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh vor dem US-Senat gelobt. Gleichzeitig stellte er sich klar hinter den mit Missbrauchsvorwürfen konfrontierten Richter.

Trump lobt Kavanaugh

«Richter Kavanaugh hat Amerika gezeigt, warum ich ihn nominiert habe», schrieb Trump am Donnerstagabend bereits wenige Minuten, nachdem die Anhörung vor dem US-Senat zu den Anschuldigungen gegen Kavanaugh endete. «Seine Aussage war stark, ehrlich und fesselnd.»

Die Strategie der Demokraten, die Ernennung des Richters für den Supreme Court zu verhindern, sei schändlich, kritisierte der US-Präsident. Der Senat müsse nun über die Personalie abstimmen, verlangte Trump in seinem Tweet.

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Die Senatoren urteilen über Richter Kavanaugh
Aus 10 vor 10 vom 27.09.2018.
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Brett Kavanaugh selber erklärte vor dem Ausschuss, er halte an seiner Bewerbung für das höchste US-Gericht fest. «Sie mögen mich in der Endabstimmung besiegen, aber sie werden mich nie dazu bringen, aufzugeben», sagte der aufgebrachte 53-Jährige an die Adresse seiner Gegner.

Das zerstört meine Familie und meinen guten Namen.
Autor: Brett KavanaughKandidat Supreme Court

Kavanaugh wies die Missbrauchsvorwürfe erneut zurück und sprach von einem «kalkulierten und orchestrierten» Rufmord. «Das ist ein Zirkus», sagte er. «Die Konsequenzen werden sich weit über meine Nominierung hinaus hinziehen.» Er sagte zu den Anschuldigungen: «Das zerstört meine Familie und meinen guten Namen.»

Mann in Anzug hält Hand in Höhe.
Legende: «Das ist ein Zirkus», sagte Brett Kavanaugh vor dem Justizausschuss des Senats aus. Keystone

Der Justiz-Ausschuss bestand aus 21 Senatoren und einer externen Staatsanwältin aus Arizona. Der Ausschuss hatte zuvor die heutige Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford zu den Ereignissen befragt als sie 15 Jahre alt war. Die Anhörung wurde mit Spannung erwartet.

Ford beschuldigt Kavanaugh, bei einer Schülerparty im Jahr 1982 versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Kavanaugh selbst weist die Vorwürfe und Anschuldigungen von Ford und anderen Frauen pauschal zurück.

Psychologie-Professorin Ford sagt heute vor dem US-Justizausschuss aus.
Legende: Ford: «Ich bin heute nicht hier, weil ich das will» Reuters

Trump will sich die Vorwürfe anhören

Ford kämpfte mit den Tränen, als sie ihr vorbereitetes Statement ablas. «Ich bin heute nicht hier, weil ich das will», sagte die 51-Jährige. «Ich habe Angst. Ich bin hier, weil ich glaube, dass es meine Bürgerpflicht ist, Ihnen zu erzählen, was mir passiert ist, als Brett Kavanaugh und ich auf der High School waren.» Ford beschrieb detailliert, wie ein betrunkener Kavanaugh sexuell übergriffig geworden sei und seine Hand auf ihren Mund gelegt habe, um sie am Schreien zu hindern.

Sollte die Anhörung Fords heute Kavanaughs Glaubwürdigkeit weiter erschüttern, bleibt US-Präsident Trump bis zu den Kongresswahlen kaum Zeit, einen neuen Kandidaten aus dem Hut zu zaubern.

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet  (xyzz)
    Sind ja sogar 3 Frauen, die Kavanaugh eines Verbrechens beschuldigen und keine weiße, sondern eine besudelte Weste zu haben. Offensichtlich war oder ist er auch dem Alkohol nicht abhold. Selbst bei leisestem Verdacht sollte so einer von den Trumpianern nicht in das Amt eines Obersten Richters durchgedrückt werden, zumal das Land ohnehin gespalten ist und Trump offensichtlich weiter auf Spaltung setzt.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Naja, gleich und gleich gesellt sich gern;-)
    1. Antwort von M. Kaiser  (Klarsicht)
      Da war die heutige Frau Dr. damals aber auch in einer gleich und gleich geselligen Gesellschaft oder etwa nicht ? Zudem in einer dümmlichen Schulparty -weil man doch auch dazu gehören wollte . Dann nach 36 Jahren der Schock . Da lachen ja Hühner schon, bei so einem Affentheater das uns hier auf getischt wird .
    2. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      @ Kaiser: Sexuelle Uebergriffe sind kein Affentheater. Sexuelle Uebergriffe an Minderjährigen schon gar nicht. In vielen Ländern wären die Taten nicht mal verjährt.
    3. Antwort von Hans Haller  (panasawan)
      Das kann man allseitig genau so sehen, wirklich allseitig kann man es so wahrnehmen und betrachten. (smile) - Nur diese Frau, es riecht jetzt schon förmlich danach, wird sich alsbald aus dem Staub machen wollen. - Wetten ?
    4. Antwort von B. Moser  (moser.b)
      @Müller, Sie machen einen Denkfehler. der mutmassliche Täter war/wäre auch MINDERJÄHRIG!
    5. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      @Moser: Im erbärmlichen US-Rechtswesen kennt man so gut wie kein Mindestalter für Strafmündigkeit, die meisten Bundesstaaten stellen Kinder ab 10 Jahren vor Gericht. Es ist üblich sie nach Erwachsenenstrafrecht zu verurteilen, es dürfen sogar Jugendliche hingerichtet werden. Könnte Ihnen hier eine Reihe von Fällen aufzählen, wo Kinder zu lebenslänglich verurteilt wurden. Kavanaugh war 1982 immerhin schon 17 Jahre alt, in Deutschland würde hier Jugendstrafrecht angewandt.
  • Kommentar von Chaiti Kimmler  (rainbowchai)
    Diese nicht mehr beweisbaren Anschuldigungen nach 35 Jahren müssen endlich aufhören. Sie widersprechen jeder Rechtsstastlichkeit und öffnen Willkür und Gesinnungsjustiz Tür und Tor.
    1. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      Schon merkwürdige Ansichten. Seit wann widersprechen Zeugenaussagen der Rechtsstaatlichkeit?