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Tausende demonstrieren gegen die Ernennung von Kavanaugh
Aus Tagesschau vom 05.10.2018.
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Richter-Streit in den USA Kavanaugh-Drama vor letztem Akt

Tauziehen um Trumps Richter-Kandidaten im Endkampf: Kavanaugh könnte bald bestätigt werden, trotz Vorwürfen.

Ein Drama, das die USA wochenlang aufgewühlt hat, wie nichts sonst, geht voraussichtlich in den nächsten 48 Stunden zu Ende. Präsident Donald Trump und die Führung der Republikaner sind zuversichtlich, ihren Kandidaten für das Oberste Gericht, Brett Kavanaugh, jetzt im Senat durchzubringen.

Dies, nachdem eine FBI-Untersuchung kein belastendes Material gegen ihn, wegen angeblicher sexueller Übergriffe, zutage gefördert hat.

Über 300 Festnahmen bei Demo in Washington

Sprechchöre, Transparente, viele tausend Demonstranten, vor allem Frauen, auf dem Kapitolhügel in Washington und vor dem Trump-Tower in New York: Brett Kavanaugh sei nicht geeignet, der Senat solle ihn nicht bestätigen für das hohe Amt, tönt es.

Die Worte sind noch da, doch bei vielen das Herz nicht mehr. Wut und Enttäuschung dominieren. Es besteht kaum noch Hoffnung, Trumps Richterkandidaten verhindern zu können. Am Ende kommt es gar zu Massenverhaftungen: mehr als 300 Personen werden vorübergehend eingesperrt.

Widersprüchliche Einschätzungen zum FBI-Bericht

Die in letzter Minute angeordneten Ermittlungen der Bundespolizei FBI haben offenbar wenig Neues aufgedeckt. Sogar die demokratische Senatorin und Kavanaugh-Gegnerin, Dianne Feinstein, räumt ein, das Bemerkenswerteste an dem FBI-Bericht sei das, was nicht drinstehe.

Keine einzige der Anschuldigungen hat sich erhärten lassen, nirgends.
Autor: Mitch McConnellFraktionsführer der Republikaner

Die Demokraten werfen dem Weissen Haus vor, die FBI-Untersuchung extrem eingegrenzt zu haben; viele Zeugen seien gar nie befragt worden. Die Frage, ob Kavanaugh als Teenager oft schwer betrunken gewesen sei und daher im Suff sexuelle Attacken verübt haben könnte, sei ausgeklammert worden.

Jetzt soll es schnell gehen

Die Republikaner hingegen fühlen sich bestärkt. Ihr Fraktionsführer Mitch McConnell: «Keine einzige der Anschuldigungen hat sich erhärten lassen, nirgends.»

Und Präsident Donald Trump triumphiert: «Die Demokraten haben versucht, Brett Kavanaugh zu zerstören.» Aber sie seien gescheitert. Kavanaugh werde sehr bald Einsitz nehmen im Obersten Gericht. Es soll nun schnell gehen. Eine erste Abstimmung ist bereits für Freitag geplant, die Bestätigung dann für Samstagabend.

Audio
Kavanaugh und seine Gegner vor der Stunde der Wahrheit.
01:06 min, aus HeuteMorgen vom 05.10.2018.
abspielen. Laufzeit 01:06 Minuten.
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47 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    Eigentlich muesste man jetzt eine Untersuchung wegen ev. Falschaussagen gegen diese Frauen starten. Nur so ein Gedanke.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Wieser, „man“ muss nichts! Es steht dem Typ frei eine Klage wegen Rufmord einzureichen, wird er als Jurist am besten wissen. Bin gespannt wie sich dieses „durchboxen“ eines fragwürdigen Kandidaten, bei den Wahlen auswirkt.
    2. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      Nun inwiefern der Kandidat fragwürdig ist, bleibt ja im Unklaren. Die ihm unterstellten Tätlichkeiten liegen, wenn sie tatsächlich begangen wurden, dreissig und mehr Jahre zurück. Das Durchboxen eines Kandidaten hat eine wirklich sehr lange Geschichte. Es geht um sehr viel politische Macht. Weil Obama es nicht verstand einen Kompromiss mit dem Senat zu machen, landeten die Demokraten in einer äusserst schwierigen Situation und es blieb nur noch die Option sehr hart auf den Kandidaten zu spielen.
    3. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Hoffentlich kommt dies noch. Denke aber, wir werden nichts davon lesen (ausser auf entsprechenden US-Seiten).
  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Ich drücke ihm die Daumen, auch wenn er damals mit 17 für sein damaliges Benehmen keine Ohrfeige gekriegt hat. Bei meinen damaligen Schülerpartys hätte er eine gekriegt. Wir wollten uns den guten Ruf bei den Mädchen nicht ausgerechnet hier versauen lassen.
  • Kommentar von Barbara Lampérth  (Luk 12/3)
    Wann sind die 48 Stunden um?